Radieschen anbauen: Im Frühjahr kann es losgehen
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Radieschen anbauen: Im Frühjahr kann es losgehen

Wenn Sie Radieschen anbauen möchten, haben Sie sich für eine der einfacheren Gartenarbeiten entschieden. Die Radieschenzucht ist in der Regel eine unkomplizierte und schnelle Angelegenheit. Und so geht's.

Radieschen anbauen: Zeitpunkt und Sorten

Radieschen bauen Sie am besten ab März an, wobei eine Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeet bereits ab Februar möglich ist. Es gibt zudem Sorten, die Sie für den Sommeranbau ab Mai verwenden können: So eignen sich Saxa, Neckarperle und Cyros gut für die Frühjahrs-, Parat, Sora und Raxe für die Sommerzucht.

Ein weiterer Vorteil: Sie können Radieschen zwischen März und September zeitlich versetzt etwa alle vier Wochen neu aussäen, sodass Sie für mehrere Monate im Jahr frische Knollen auf dem Teller haben. Je nach Sorte benötigen die Pflanzen oft nur rund 30 Reifetage.

Gemüsebeet vorbereiten und Radieschen anbauen

Die Pflanzen bevorzugen helle oder halbschattige Standorte und können im Gartenbeet, dem Pflanzkübel oder im Balkonkasten angebaut werden. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und möglichst durchlässig sein. Verwenden Sie beispielsweise normale Gartenerde oder ein Gemisch aus Blumenerde mit Kompost und etwas Sand.

Die Aussaat erfolgt stets in Reihen. Halten Sie ein Reihenabstand von mindestens zehn Zentimetern und ein Pflanzabstand von etwa fünf Zentimetern ein. Legen Sie ein Zentimeter tiefe Saatrillen an, in die Sie die Samen legen und nur leicht mit Erde bedecken. Es ist wichtig, dass Sie den Boden nach der Aussaat gut und gleichbleibend feucht halten, gleichzeitig aber zu viel Nässe beziehungsweise Staunässe vermeiden. Meist können Sie die ersten Keimlinge dann bereits nach einer Woche sehen.

Weitere Infos zum Radieschen-Anbau

• Radieschen wachsen bereits bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius.
• Die Frühjahrssonne wird besser vertragen als pralle Sommersonne, weswegen für den Sommeranbau ein lichter bis halbschattiger Standort besser geeignet ist.
• Ideal sind etwa vier Sonnenstunden täglich.
• Eine gleichbleibende Bodenfeuchtigkeit (ohne Staunässe!) bekommt den Radieschen gut – in den Sommermonaten sollten Sie regelmäßig gießen, ansonsten reicht es aus, einmal wöchentlich – je nach Witterung – zu gießen.
• Frischer Stallmist wird nicht vertragen.
• In zugigen Lagen sollte das Beet mit einem Schutz umrandet werden – etwa Brettern oder Ästen.
• Vermeiden Sie Gurken oder Melonen als Nachbarn, da diese den Radieschen zu viel Wasser nehmen; auch Zwiebeln und Basilikum haben sich als schlechte Partner erwiesen.
• Gute Nachbarn von Radieschen sind in einer Mischkultur unter anderem Möhren, Bohnen, Salat, Erbsen, Spinat, Tomaten, Kohl und Zucchini.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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