Pflanzenschutz: 5 umweltschonende Maßnahmen für Ihren Garten
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Pflanzenschutz: 5 umweltschonende Maßnahmen für Ihren Garten

Es kursieren unendlich viele Tipps zum Thema Pflanzenschutz, doch nicht alle sind umweltschonend! Hier kommen 5 effektive wie naturfreundliche Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Grün wirkungsvoll schützen können.

1. Robustes Grün pflanzen

Pflanzenschutz beginnt bereits bei der Pflanzenwahl. Robuste Sorten sind gegenüber typischen Krankheiten resistent oder zumindest tolerant. Letzteres bedeutet, dass sie von Erregern befallen werden können, dies jedoch weitestgehend gut verkraften. Tomaten beispielsweise werden häufig von Kraut- und Braunfäule befallen. Sorten wie die Stabtomate “Phantasia” sind diesen Erregern gegenüber widerstandsfähig. Übrigens: Resistente Pflanzen sind nicht zwangsläufig genmanipuliert. In der Natur kommt es häufig zu spontanen Mutationen. Darüber hinaus werden widerstandsfähige Sorten durch klassische Züchtung erreicht.

2. Pflanzabstände berücksichtigen

Mit einfachen, vorbeugenden Maßnahmen im Pflanzenschutz können Sie viel Gutes bewirken. Dazu zählt auch der richtige Pflanzabstand. Das Grün sollte sich möglichst nicht in die Quere kommen, damit die Feuchtigkeit nach einem Regenguss schneller verdunstet. Warum das so wichtig ist? Weil auf trockenen Pflanzen die meisten Pilze keine Chance haben, sich anzusiedeln. Weiterhin gilt: Wässern Sie direkt den Pflanzenfuß und halten Sie die Blätter trocken.

3. Nützlinge im Garten fördern

Lassen Sie die Chemiekeule weg. Fördern Sie stattdessen Nützlinge in Ihrem Garten. Sie sind der natürliche Gegenspieler von Schädlingen. Damit sich Marienkäfer, Schlupfwespen und Co. in Ihrer Frischluftoase wohlfühlen, sollten Sie für entsprechende Nahrungsangebote und Rückzugsmöglichkeiten für die tierischen Helfer sorgen, beispielsweise mit Hecken, Feldgehölzen oder Blühstreifen.

4. Pflanzenschutz: Barrieren bauen gegen Schädlinge

Gemäß dem Motto “Gucken ist erlaubt, anfassen jedoch nicht” können Sie außerdem feinmaschige Netze nutzen, um Schädlinge wie Gemüsefliegen, Gallmücken, Kohlerdflöhe, Minierfliegen und Schnecken aus dem Gemüsegarten fernzuhalten. Im Boden lebende Tiere lassen sich von dieser Maßnahme natürlich nicht abschrecken. Bringen Sie die Netze sofort nach der Saat oder Pflanzung an und lassen Sie sie dort bis zur Ernte.

5. Pflanzen regelmäßig auf Befall kontrollieren

Zu den wichtigsten Maßnahmen im Garten zählt außerdem, die Pflanzen regelmäßig auf potenzielle Schädlinge und Krankheitserreger hin zu überprüfen. Insbesondere in der Vergangenheit erkrankte oder befallene Pflanzen sollten Sie genauer inspizieren. Denn je früher Sie ein Problem erkennen, umso schneller können Sie erfolgreiche Maßnahmen einleiten. Tipp: Verbinden Sie die Kontrolle mit anderen Gartenarbeiten wie zum Beispiel dem Gießen des Grüns. Bei der Gelegenheit können Sie zudem alte Blätter, kranke Pflanzenteile sowie Ernterückstände entfernen.

 

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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