Frühjahrsputz: Saubermachen mit System •

Matratze reinigen: Flecken entfernen mit Natron und Co.

Schweiß, Milben, Flecken: Es gibt viele Gründe, warum Sie Ihre Matratze reinigen möchten. Von der Grundreinigung bis zum Entfernen fieser Flecken – hier erfahren Sie, wie es klappt. Zusätzlich gibt es nützliche Tipps zur Matratzenhygiene. Matratze reinigen: Flecken entfernen mit Natron und Co.

Matratzen-Grundreinigung mit Natron

Natron, ein echtes Wundermittel im Haushalt, hilft auch bei der Reinigung der Matratze. Diese Reinigung sollten Sie auch dann etwa alle drei Monate vornehmen, wenn keine akuten Flecken im Bett sichtbar sind. Warum? Hautschuppen, Milbenkot und Schweiß kann man oft nicht sehen. Natron hilft sowohl gegen muffige Gerüche als auch gegen einen Teil der Keime im Bett.

So funktioniert die Matratzenreinigung mit Natron.

  1. Verteilen Sie je nach Bettgröße 200 bis 500 Gramm Natronpulver gleichmäßig auf der Matratze.
  2. Lassen Sie das Pulver fünf bis sechs Stunden einwirken.
  3. Nehmen Sie den Staubsauger, um das Natron auf höchster Stufe abzusaugen.

Beim großen Frühjahrsputz können Sie auch eine intensivere Feuchtreinigung mit Natron vornehmen: Dabei reiben Sie das Natron mit einem feuchten (nicht nassen!) Lappen in die Matratze. Der Rest verläuft wie gehabt: Sobald das Pulver getrocknet ist, lässt es sich leicht absaugen.

Tipp: Statt Natron können Sie auch Backpulver oder Waschsoda verwenden. Letzteres finden Sie für kleines Geld in der Putzmittelabteilung Ihrer Drogerie. Beachten Sie die Anwendungshinweise des Herstellers.

Matratze nach der Reinigung immer gut trocknen

Wenn Sie Flecken aus der Matratze entfernen wollen, wird diese durch Putzmittel und Wasser oft feucht – die perfekte Grundlage für Schimmel. Damit Sie nicht schon bald Stockflecken von der Matratze schrubben müssen, ist deshalb Lüften angesagt! Gerade im Winter ist das jedoch schwierig. Statt am offenen Fenster zu lüften, können Sie dann zum Föhn greifen und das Bett einfach trockenföhnen.

Egal, ob Blut, Schweiß oder andere Flecken: Alles, was Sie brauchen, um Ihre Matratze zu reinigen, haben Sie wahrscheinlich bereits im Haus.

Matratze von Schweißflecken reinigen

Bei Schweißflecken bieten sich folgende Mittel zur Matratzenreinigung an:

  • Ammoniak: Im Verhältnis 1:1 mit Wasser gemischt.
  • Zitronensäure und Essig: Geben Sie einen großzügigen Schuss Zitronensäure und etwas Essig in ein bisschen Wasser.

Tupfen Sie das Gemisch auf den Fleck, lassen Sie das Mittel etwa 15 Minuten einwirken und tupfen Sie dann mit klarem Wasser nach, bis der Fleck verschwunden ist.

Blutflecken aus der Matratze entfernen

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, wie Sie Ihre Matratze von Blutflecken reinigen können. Dabei ist immer ganz wichtig: Wenn es um Blut geht, kaltes Wasser verwenden! Wärme verschlimmert die Fleckensituation, da die enthaltenen Proteine gerinnen und sich an den Stofffasern festsetzen.

  • Salz: Ist der Blutfleck frisch, mischen Sie Salz und kaltes Wasser in einer Sprühflasche. Sprühen Sie die Stelle ein und tupfen Sie sie ab.
  • Natronlauge: Mischen Sie Backpulver und Wasser im Verhältnis 1:2 und lassen Sie die Lösung 30 Minuten einwirken.
  • Wasserstoffperoxid:Tragen Sie das Mittel auf den Fleck auf und tupfen Sie die Stelle direkt danach mit einem saugfähigen Tuch ab.
Tuch und Schwamm ersetzen den Spülgang

Da Sie die Matratze bei der Reinigung nicht durchspülen können wie ein Kleidungsstück, müssen Sie die Hausmittel mit einem saugfähigen Tuch oder einem Schwamm aus der Matratze ziehen. Spülen Sie das Tuch zwischendurch immer wieder aus.

Urinflecken aus dem Bett entfernen

Um die Matratze von Urinflecken zu reinigen, haben Sie ebenfalls mehrere Möglichkeiten:

  • Zitronensaft und Essig: Beträufeln Sie den frischen Urinfleck mit etwas Essig und Zitronensaft. Nach etwa 20 Minuten bürsten Sie den Fleck aus – zum Beispiel mit einer alten Zahnbürste.
  • Enzymreiniger: Helfen auch bei alten und hartnäckigen Flecken und können schlechte Gerüche vertreiben. Achten Sie auf die Anwendungshinweise des Herstellers.
  • Natronpaste: Mischen Sie aus Natron und ein bisschen Wasser eine Paste, die Sie in die Matratze einreiben. Sobald alles trocken ist, können Sie den Fleck ausbürsten und absaugen.

Gerade im Kinderbett ist schnell mal ein Malheur passiert, das eine Matratzenreinigung notwendig macht.

Schimmel und Stockflecken loswerden

Bei großflächigem Schimmelbefall sollten Sie die Matratze entsorgen, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Kleine Schimmelflecken können Sie versuchen, selbst zu entfernen. Die Matratzenreinigung bei Schimmel ist allerdings ein Outdoor-Projekt für den Sommer:

  1. Bringen Sie Ihre Matratze nach draußen – Unterlage zum Schutz vor Schmutz nicht vergessen!
  2. Lassen Sie die Schlafunterlage gründlich von der Sonne trocknen.
  3. Danach sollten sich die meisten Flecken abwischen oder abbürsten lassen.
  4. Anschließend absaugen und den Staubsaugerbeutel wechseln, damit die Sporen entsorgt werden.
  5. Nach dieser Behandlung tragen Sie auf Ihre Matratze eine Mischung aus Isopropylalkohol und Wasser auf.
  6. Waschen Sie den Alkohol mit einem Tuch mit warmem Wasser wieder aus.
  7. Sprühen Sie die Matratze zum Abschluss mit einem Desinfektionsmittel ein.
  8. Lassen Sie die Matratze nach der Reinigung gut trocknen.

Gute Matratzen haben in der Regel abnehmbare Bezüge, die Sie in die Waschmaschine stecken können. Das macht die Reinigung deutlich leichter.

Tipps für die Matratzenhygiene

Es gibt einiges, was Sie tun können, um Schimmelbefall vorzubeugen und Ihre Matratze so sauber wie möglich zu halten:

  • Verwenden Sie einen Matratzenschoner. Diesen können Sie leicht und regelmäßig in der Maschine waschen. Er schützt vor Flecken und Schmutz und sorgt dafür, dass Sie Ihre Matratze seltener reinigen müssen.
  • Wenden Sie Ihre Matratze regelmäßig. Das kommt nicht nur der Hygiene, sondern auch dem technischen Zustand des guten Stücks entgegen. Achtung: Manche Modelle dürfen nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen gedreht werden – achten Sie dafür auf die Informationen des Herstellers.
  • Saugen Sie Ihre Matratze auf höchster Stufe ab, bevor Sie Ihr Bett mit frischer Wäsche beziehen – so haben Milben weniger Chance, sich einzunisten.

Auch gute Luft gehört zur Schlafzimmerhygiene:

  • Lüften Sie die Matratze regelmäßig. Dafür stellen Sie sie so frei wie möglich ins Zimmer und öffnen Sie mehrere Stunden die Fenster. Da auch feuchte Luft in den Raum – und damit in die Matratze – gelangen kann, wärmen Sie die Matratze nach dem Lüften auf Zimmertemperatur und ziehen erst anschließend das Betttuch auf.
  • Lüften Sie das Schlafzimmer regelmäßig. Mindestens einmal täglich, gerne auch zweimal. Das schützt Ihre Matratze vor Schimmel- oder Stockflecken.
  • Eine Schlafzimmertemperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius ist optimal.
  • Die Luftfeuchtigkeit sollte rund 50 Prozent betragen.
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