Tinnitus: Stress als Auslöser des Ohrgeräuschs
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Tinnitus: Stress als Auslöser des Ohrgeräuschs

Die lästigen Ohrgeräusche bei Tinnitus können mit Stress zusammenhängen. Es kann einerseits sein, dass der Stress den Tinnitus auslöst beziehungsweise seine Entstehung begünstigt, andererseits scheint er bereits bestehende Symptome zu verstärken.

Welche Rolle spielt Stress bei Tinnitus?

Ungefähr jeder vierte Tinnituspatient schildert, dass die Ohrgeräusche durch Stress ausgelöst wurden. Unklar ist dabei jedoch, ob die seelischen Belastungen den Tinnitus wirklich allein verursacht haben oder von den Betroffenen in einer ohnehin schwierigen Situation bloß erst bemerkt wurden, obwohl sie schon vorher da waren.

So oder so gibt es jedoch einen Zusammenhang zwischen Tinnitus und Stress. Sei es, dass er zur Entstehung beiträgt, etwa indem er einen Hörsturz verursacht, der die Ohrgeräusche zur Folge hat, oder dass er das Leiden bei bestehendem Tinnitus verschlimmert, weil er eine zusätzliche seelische Belastung darstellt. Wem die Ohrgeräusche zu schaffen machen, ist daher gut beraten, Stress zu reduzieren.

Tinnitus: Stress reduzieren als Selbsthilfe

Wenn Sie Schwierigkeiten haben, Stress bei Tinnitus zu reduzieren, helfen Ihnen womöglich Kurse mit Entspannungstechniken. Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, Achtsamkeitstraining oder Yoga unterstützen Betroffene dabei, sich wieder mehr auf den Moment und den Rest ihres Körpers zu konzentrieren. Dadurch wird die Aufmerksamkeit nicht mehr so stark auf die Ohrgeräusche gelenkt und sie erscheinen weniger schlimm. Auch andere Sportarten wie Tanzen, Schwimmen, Joggen oder Training im Fitnessstudio sind hilfreich, wenn es darum geht, sich zu entspannen.

Gelassenheit im Umgang mit Ohrgeräuschen

Darüber hinaus kann eine entspanntere innere Einstellung dem Tinnitus gegenüber dazu beitragen, die Ohrgeräusche als weniger belastend zu erleben. Betroffene sollten versuchen, ihren Frieden mit dem Klingeln, Pfeifen oder Rauschen zu machen. Hilfreich sind dazu sämtliche Tätigkeiten, ob sportlich oder geistig, die für angenehme Gefühle sorgen und Spaß machen. Gleichzeitig sollten jedoch Maßnahmen ergriffen werden, um die Ohrgeräusche nicht schlimmer zu machen. Beispielsweise empfiehlt es sich, Lärm weitestgehend zu vermeiden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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