Schuppenflechte: Behandlung von Psoriasis
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Schuppenflechte: Behandlung von Psoriasis

Die Behandlung einer Schuppenflechte zielt vor allem auf die Linderung der Symptome und das Vorbeugen erneuter Ausbrüche ab. Denn die genetische Veranlagung zu dieser Krankheit kann nicht aufgehoben werden. Welche Therapien infrage kommen, muss der Arzt von Fall zu Fall entscheiden.

Äußerliche Behandlung in leichten Fällen


Bei weniger schweren Fällen von Schuppenflechte kann die Behandlung mittels Cremes, Lotionen, Shampoos und Salben vorgenommen werden. Ihre Wirkstoffe helfen gegen die Entzündungen und hemmen das ungehinderte Zellwachstum der Haut, das für die Schuppenbildung verantwortlich ist. Kortisonhaltige Salben sollten allerdings nicht zu lange verwendet werden, da sie dazu führen, dass die Haut sehr dünn wird. Auch Bäder, die etwa Harnstoff oder Milchsäure enthalten, haben eine lindernde Wirkung. Gleiches gilt für Salicylsäure, allerdings sind diese Bäder für Kinder nicht geeignet. Solebäder mit einem Salzgehalt von 25 bis 30 Prozent sind ebenfalls hilfreich.


Unterstützende Lichttherapie


UV- oder ganz allgemein Sonnenlicht hat eine lindernde Wirkung auf die Psoriasis. Allerdings sollten Betroffene aufpassen, dass sie keinen Sonnenbrand bekommen – dieser kann dazu führen, dass die Krankheitsherde sich deutlich vergrößern. Der Besuch im Solarium nützt allerdings nichts: Das Licht hier hat nicht die richtige Wellenlänge, um lindernd zu wirken. Bestrahlungen mit künstlichem Licht sollten Sie nur beim Hautarzt vornehmen lassen. Manche Patienten machen eine Kur am Toten Meer: Hier profitieren sie von der Kombination aus stark salzhaltigem Wasser und Sonnenlicht. Hilfreich, aber teuer ist eine spezielle Lasertherapie, die gezielt an kleinen Stellen eingesetzt werden kann.


Schuppenflechte: Behandlung mit Medikamenten


Es gibt verschiedene Medikamente, die bei mittlerer bis starker Schuppenflechte zur Behandlung eingesetzt werden. Dazu zählen etwa Retinoide, die für eine schnellere Abschuppung und für eine Verlangsamung des Zellwachstums sorgen. Allerdings sollten schwangere Frauen von dieser Therapie absehen, da sie ungeborene Kinder schädigen kann. Eine andere Behandlungsmöglichkeit bieten Immunsuppressiva, die vor allem in sehr schweren Fällen von Schuppenflechte eingesetzt werden, und Fumarsäureester. Letztere wirken Entzündungen entgegen.


Gentechnisch hergestellte Biologika werden mit Spritzen oder Infusionen verabreicht. Diese noch recht junge Methode hat schon gute Ergebnisse gezeitigt, aber über Langzeitfolgen ist noch wenig bekannt. Eine lindernde Wirkung geht auch von der sogenannten PUV-A- oder Photochemotherapie aus, deren Medikamente die Wirkung von UV-Strahlen erhöhen. Allerdings steigt dadurch auf lange Sicht gesehen das Risiko für Hautkrebs.


Immer notwendig: Die Basispflege


Grundsätzlich nötig ist bei Schuppenflechte die Behandlung der Haut mit rückfettenden Duschölen oder Ölbädern oder mit fett- oder wasserhaltigen Salben. Diese Hautpflege darf auch zwischen den Schüben nicht ausgesetzt werden! Denn trockene Haut entzündet sich leichter.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Sascha Müller
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