Scharlach in der Schwangerschaft: Schadet die Krankheit dem Ungeborenen?
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Scharlach in der Schwangerschaft: Schadet die Krankheit dem Ungeborenen?

Wenn Scharlach in der Schwangerschaft auftritt, ist das für die werdende Mutter mit Sicherheit alarmierend. Wie Sie am besten reagieren und welchen Einfluss die Infektion auf das Ungeborene haben kann, erfahren Sie hier.

Scharlach in der Schwangerschaft ist bei schneller Behandlung ungefährlich

Zunächst eines vorneweg: Tritt Scharlach in der Schwangerschaft auf, ist das Risiko für das Ungeborene in der Regel sehr gering. Bisher ist kein Fall bekannt, bei dem ein ungeborenes Kind durch die Scharlacherkrankung der Mutter geschädigt wurde. Dennoch sollten werdende Mütter einen Arzt aufsuchen, sobald sie Symptome von Scharlach in der Schwangerschaft an sich entdecken, um Spätfolgen zu vermeiden. Adressen von Spezialisten finden Sie direkt unter diesem Text.

Die typischen Anzeichen für Scharlach in der Schwangerschaft sind dieselben wie bei Kindern und Erwachsenen: Schmerzen in Rachen und Hals kombiniert mit Fieber und Übelkeit. Auch der typische Hautausschlag mit der charakteristischen “Himbeerzunge” tritt auf. Der Arzt verschreibt zur Behandlung in der Regel Antibiotika. Dabei kann insbesondere Penicillin auch von Schwangeren und Stillenden eingenommen werden. Schon nach zwei Tagen der insgesamt zehntägigen Behandlung sollte eine Besserung eintreten.

Scharlach in der Schwangerschaft: Folgeinfektionen möglich

Dass die Infektionskrankheit auch bei Erwachsenen auftritt, ist nicht ungewöhnlich. Insbesondere Schwangere sind durch die hormonellen Veränderungen in ihrem Körper anfällig für Infektionen. Selbst, wenn die werdende Mutter schon während ihrer Kindheit von der Krankheit betroffen war, kann der Scharlach in der Schwangerschaft wieder auftreten, da verschiedene Stämme des Erregers existieren. Dennoch besteht bei einer Zweitinfektion ein besserer Schutz vor dem Bakterium als bei einer Neuinfektion, da der Körper bereits Antikörper aufgebaut hat.

Spätfolgen bei Nichtbehandlung

Wird Scharlach in der Schwangerschaft jedoch aus Unachtsamkeit verschleppt, kann das Risiken für Mutter und Kind bergen. Als Folge ist eine Herz- oder Nierenentzündung bei der Mutter möglich. Diese lebenswichtigen Organe versorgen auch das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen. Wird diese Versorgung gestört, kann das Auswirkungen auf das Wachstum des Ungeborenen haben. Fehlbildungen sind jedoch in der Regel nicht zu befürchten.

Scharlach in der Schwangerschaft vorbeugen

Schwangere Frauen sind besonders gefährdet vor Infektionskrankheiten. Um Scharlach in der Schwangerschaft vorzubeugen, sollten sich werdende Mütter also weitestgehend von erkrankten Personen und Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen fernhalten. Vitaminpräparate, die in der Regel vom Frauenarzt verschrieben werden, können unterstützend das Immunsystem stärken.

Erkrankt die Mutter nicht an Scharlach in der Schwangerschaft, sondern in der Stillzeit, muss das Baby nicht auf die wertvolle Muttermilch verzichten. Dennoch sollten stillende Mütter einige Hygienemaßnahmen befolgen: Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände vor jedem Umgang mit Ihrem Baby. Zudem sollten Sie in der Nähe des Kleinen einen Mundschutz tragen. Mit diesen Maßnahmen schützen Sie Ihren Nachwuchs vor Ansteckung durch Schmier- und Tröpfcheninfektion. Die akute Ansteckungsphase dauert in der Regel jedoch nur zwei bis vier Tage an.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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