Grüne Smoothies: Wie gesund sind die grünen Wunderdrinks?
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Grüne Smoothies: Wie gesund sind die grünen Wunderdrinks?

Einfach Salatblätter und Obst in den Mixer geben, auf den Knopf drücken und – Voilà! – fertig sind grüne Smoothies. Die Frucht-Gemüse-Drinks sollen wahre Wunder vollbringen können und äußerst gesund sein. Aber stimmt das tatsächlich?

Was enthalten grüne Smoothies?

Grüne Smoothies enthalten in erster Linie Blattgemüse wie Salat, Spinat, Kohl und Mangold, außerdem Möhren- und Radieschengrün oder Avocados. Damit die Drinks nicht zu bitter schmecken, wird noch Obst mit in den Mixer gegeben, zum Beispiel Äpfel, Bananen oder Kiwis.

Bei gekauften Smoothies werden die Früchte vor der Zerkleinerung geschält und oft wird Saft hinzugesetzt. Selbstgemachte grüne Smoothies hingegen enthalten in der Regel ganze Früchte. In ihnen stecken dann neben sekundären Pflanzenstoffen wie Chlorophyll und den Vitaminen aus dem Fruchtfleisch auch noch die Nährstoffe aus der Schale sowie Ballaststoffe.

Grüne Smoothies sind gesund, aber …

Das klingt zunächst sehr gesund und tatsächlich ist gegen eine Extraportion Gemüse und Obst nichts einzuwenden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich, was im Alltag leicht mal untergehen kann. Wenn grüne Smoothies dazu beitragen, den Bedarf an pflanzlicher Nahrung zu decken, ist das prinzipiell zu begrüßen.

Allerdings…

  • enthalten einige Sorten Blattgemüse – zum Beispiel Spinat, Mangold und Grünkohl – Oxalsäure, die die Eisen- und Magnesiumaufnahme im Darm behindern kann;
  • kann Oxalsäure dem Körper Kalzium entziehen, wenn nicht gleichzeitig genügend von dem Mineral aufgenommen wird;
  • reagieren einige Menschen empfindlich auf die Menge Rohkost, die bei einem Smoothie auf einmal aufgenommen wird, sodass sie Magen-Darm-Beschwerden bekommen.
Mit einem Mixer ist der Smoothie in 30 Sekunden zubereitet. 

Mit einem Mixer ist der Smoothie in 30 Sekunden zubereitet. 

Fazit: Grüne Smoothies gute Ergänzung für ausgewogene Ernährung

Wenn Sie grüne Smoothies trinken wollen, sollten Sie lieber zur selbst gemachten Variante greifen – dort sind mehr Ballaststoffe, mehr Nährstoffe und weniger Zucker enthalten. Als Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung dienen die Wunderdrinks zwar nicht, aber sie können eine gute Ergänzung sein. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie neben den Smoothies ausreichend kalziumhaltige Lebensmittel zu sich nehmen, um dem Effekt der Oxalsäure entgegenzuwirken.

Sollten Sie nach dem Smoothie-Genuss Verdauungsprobleme feststellen, probieren Sie es mit anderen Obst- und Gemüsesorten oder verzichten Sie im Zweifel lieber auf das Getränk – schonend gegartes Gemüse als Beilage enthält ebenfalls wertvolle Nährstoffe, ist aber leichter verdaulich.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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