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Gesundes Trinken: Wofür braucht der Körper Wasser?

Trinken ist für den Mensch nicht nur gesund, sondern lebensnotwendig – schließlich ist das kostbare Nass Hauptbestandteil des Körpers. Wie viel Wasser täglich nötig ist, welche gesundheitlichen Probleme bei geringer Wasserzufuhr auftreten können und was Sie beim Trinken beachten sollten, lesen Sie hier.

Wasser löst Nährstoffe und wirkt als Kühlmittel

Fast alle Lebens- und Stoffwechselfunktionen im menschlichen Körper sind auf die regelmäßige Zufuhr von Wasser angewiesen:

  • Wasser löst die festen Bestandteile der Nahrung wie Zucker, Salz, einen Teil der Vitamine und Mineralstoffe. 
  • Wasser trägt die gelösten Nährstoffe zu den Zellen. 
  • Wasser ist als Kühlmittel bei großer Hitze oder beim Sport unverzichtbar, denn nur so ist der Körper in der Lage, zu schwitzen. 
  • Ausscheidungsprozesse funktionieren nur mit dem Transportmittel Wasser. 

Abhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht und Körperfett besteht ein gesunder Mensch zu 55 bis 75 Prozent aus Wasser. Das verteilt sich unterschiedlich auf verschiedene Bereiche: Während Blutplasma zu über 90 Prozent aus Wasser besteht, sind es bei den Knochen nur etwas über 20 Prozent.  

Gesunde Menge und richtiger Rhythmus beim Trinken

Die individuell benötigte Flüssigkeitsmenge ist sehr unterschiedlich:

  • Gesunde Erwachsene sollten mindestens 1,5 Liter Wasser täglich trinken. 
  • Sollten sie sportlich aktiv sein oder aus anderen Gründen stark schwitzen, erhöht sich der Wasserbedarf.
  • Die notwendige Wasserzufuhr hängt stark vom Gewicht ab. Als guter Richtwert gelten 35 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene; bei Kindern liegt der Wert sogar etwas höher. Wiegen Sie 80 Kilogramm, sollten Sie also knapp drei Liter Wasser pro Tag trinken. 
  • Da der Körper auch über feste Nahrung Wasser zu sich nimmt, ist es nicht tragisch, wenn dieser Wert moderat unterschritten wird. 

Wichtig ist, in regelmäßigen Abständen zu trinken, da der Körper überflüssiges Wasser einfach wieder ausscheidet. Jede Stunde ein kleines Glas Wasser ist demnach optimal. Sollte Ihnen Wasser auf Dauer zu geschmacklos sein, eignen sich auch andere Getränke wie Tee oder Fruchtschorlen, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Greifen Sie dabei am besten zu zuckerfreien oder zumindest zuckerarmen Varianten.

Wer Sport macht, hat einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.

Dehydration kann gefährlich werden

Wenn der Körper mehr Wasser verliert als er aufnimmt, kommt es zu einem Ungleichgewicht in der Körperflüssigkeit, also zur Dehydration. Schon im Frühstadium treten Symptome wie starker Durst und ein stark gefärbter Urin auf. Ein schwere Dehydration kann weitreichende Folgen bis zum Koma haben. Weitere Symptome, Risikogruppen und Therapiemöglichkeiten finden Sie im Ratgeber „Dehydration: Ursachen, Symptome, Folgen“.

Wird die Dehydration nicht behandelt, kann es zu einer sogenannten Exsikkose kommen, also einer Austrocknung des Körpers. Dabei scheidet der Körper mehr Flüssigkeit als Natrium aus, was zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann. Neben Säuglingen sind vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen gefährdet. Im Ratgeber „Exsikkose: Wenn der Körper austrocknet“ finden Sie detaillierte Informationen zu diesem Thema.

Ältere Menschen trinken aus eigenem Antrieb oft nicht ausreichend Wasser.

Wenn der Durst krankhaft wird

Wer ausreichend trinkt, aber trotzdem ständig Durst hat, leidet womöglich an Polydipsie und sollte ärztlichen Rat suchen. Ursächlich für dieses Krankheitsbild sind in vielen Fällen andere gesundheitliche Beschwerden: hormonelle Fehlfunktionen, Diabetes mellitus, Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen oder Hyperkalzämie, um nur einige zu nennen. Tipps zur Vorbeugung und Therapie finden im Ratgeber „Ständiger Durst: Krankheitsbild Polydipsie“.

Falls Sie ein Kaffee-Junkie sind oder sich schon immer gefragt haben, ob Asiaten wirklich keinen Alkohol vertragen, sind diese – nicht ganz ernstgemeinten – Beiträge einen Blick wert:

  • Kaffee- vs. Teeliebhaber: 5 Gründe, warum Kaffee viel besser ist als Tee
  • 7 Dinge, an denen Sie merken, dass Sie zu viel Kaffee trinken
  • Asiaten vertragen keinen Alkohol – Wahrheit oder Vorurteil?

Wer viel trinkt, muss auch häufig auf die Toilette. Das ist lästig, aber nicht weiter schlimm. In extremen Fällen kann eine übermäßige Wasserzufuhr aber zu einer sogenannten Wasservergiftung (Hyponatriämie) führen. Dabei wird durch übermäßige Flüssigkeitsaufnahme der Mineralstoffgehalt im Blut so stark verdünnt, dass es zu Kreislaufproblemen, Muskelzittern oder im schlimmsten Fall sogar zum Herzstillstand kommen kann. Allerdings nur dann, wenn das Wasser nicht zwischenzeitlich wieder ausgeschieden wird. Wann ein erhöhtes Risiko für eine Wasservergiftung besteht, lesen Sie im Ratgeber „Zu viel Wasser trinken: Wie passiert eine Wasservergiftung?“.

Gestörter Wasserhaushalt im Körper

In seltenen Fällen funktioniert der Wasserhaushalt im menschlichen Körper nicht richtig: Die aufgenommene Flüssigkeit wird ungenutzt als große Urinmenge wieder ausgeschieden; der Körper droht auszutrocknen. Diese Diabetes insipidus genannte Krankheit kommt in zwei Varianten vor und kann in der Regel gut therapiert werden. Der Ratgeber „Diabetes insipidus: Gestörter Wasserhaushalt im Körper“ liefert weitere Informationen zu dem Thema.

Trinktipps für einen gesunden Wasserhaushalt

Wie schaffen Sie es, die täglich empfohlene Wassermenge zu trinken? Welche Getränke eignen sich besser und welche weniger gut, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken? Und welche Trinkmythen stimmen eigentlich? Eine Reihe von Trinktipps finden Sie hier:

  • 4 Gründe, warum warmes Wasser so gesund ist 
  • Mehr Wasser trinken: 4 Methoden, um hydriert zu bleiben
  • Richtig trinken bei Hitze: Was sind die besten Sommergetränke?
  • Flüssigkeitsverlust: Besser Heißes oder Kaltes trinken bei Hitze?
  • 7 Trinkmythen: Warum mehr Wasser nicht immer besser ist
  • Mineralwasser oder Leitungswasser: Was ist besser?

Auch Kaffee und Tee helfen, den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Hausmittel: Welche dieser Drinks halten ihr Versprechen?

Viele vermeintlich gesunde Getränke, die Sie zu Hause leicht selber herstellen können, sind gar nicht so heilsam wie oft vermutet wird – andere können sogar gefährlich sein. Doch es gibt auch Hausmittel, die Ihrer Gesundheit durchaus zuträglich sind. Einen guten Überblick finden Sie hier: 

  • Destilliertes Wasser trinken: Gesund oder tödlich?
  • Kann man Salzwasser trinken und ist das gesund?
  • Reiswasser trinken: 4 Gründe, warum das Küchenprodukt gesund ist 
  • Apfelessig trinken: Wissenswertes zu Wirkung und Dosierung
  • Warum Honigwasser gesund ist: Alles zum süßen Trend
  • Chia-Samen-Wasser: Warum das Getränk ideal zum Abnehmen ist
  • Alkohol bei Erkältung: Husten, Schnupfen, "Heiterkeit"?
  • Hilft Cranberrysaft bei Blasenentzündung?

Energy-Drinks, Birkensaft & Co.: Beliebte Getränke im Check

Geben Energy-Drinks wirklich Energie oder sind sie eher ungesund? Sind grüne Smoothies tatsächlich die Wunderdrinks, für die sie von vielen gehalten werden? In den folgenden Ratgebern werden eine Reihe beliebter Getränke und ihre Wirkungen genau unter die Lupe genommen:

  • Ist Kohlensäure schädlich? Wie Mineralwasser auf die Gesundheit wirkt
  • Energy-Drinks sind ungesund und gefährlich – stimmt das?
  • Ahornwasser, Birkensaft, Kaktuswasser: Kennen Sie diese 3 gesunden neuen Trendgetränke?
  • Welcher Tee ist gesund? 7 Heilpflanzen-Tees gegen verschiedene Beschwerden
  • Grüner Tee: Wirkung des wohltuenden Heißgetränks
  • Grüne Smoothies: Wie gesund sind die grünen Wunderdrinks?

Die besten Rezepte für leckere und gesunde Drinks

Ob mit Obst und Gemüse angereichertes Wasser oder Smoothies, die als echte Detox-Wunder gehandelt werden – leckere und gleichzeitig gesunde Getränke können Sie im Handumdrehen selbst herstellen. In diesen Beiträgen finden Sie reihenweise geeignete Rezepte:

  • Detox-Wasser selber machen: 5 Tipps für den Cleansing-Drink
  • 4 gesunde Cocktails für den Sommer
  • Beeren-Smoothie mit Kefir und Sanddorn

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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