Pickel in der Nase loswerden: Fünf Tipps
© VladimirFLoyd/iStock/Thinkstock
(3)

Pickel in der Nase loswerden: Fünf Tipps

Wer schon einmal einen Pickel in der Nase hatte, weiß, dass das sehr schmerzhaft sein kann. Das liegt an den vielen Nervenenden in der Nasenschleimhaut. Pickel entstehen hier häufig durch Trockenheit, eingewachsene Haare und Bakterien. Fünf Tipps, wie Sie Pickel in der Nase loswerden - und wann Sie mit einem Pickel in der Nase zum Arzt gehen sollten.

1. Auf keinen Fall ausdrücken!

Ganz abgesehen davon, dass man an einen Pickel in der Nase oft nicht gut herankommt, ist Ausdrücken die wohl schlechteste Methode, ihm zu Leibe zu rücken: Erstens tut es wirklich gemein weh. Zweitens schaffen Sie es kaum, Eiter und alle Bakterien loszuwerden. Stattdessen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie umliegendes Gewebe schädigen und die Entzündung verschlimmern.

2. Pickel in der Nase mit Dampfbädern bekämpfen

Am schonendsten bekämpfen Sie den Pickel in der Nase mit Dampfbädern. Geben Sie dafür drei Kamillenteebeutel oder zwei Esslöffel Kamillenblüten in kochendes Wasser und lassen Sie alles zehn Minuten ziehen. Alternativ können Sie auch etwas Apfelessig oder Meersalz – ohne Zusätze – benutzen. Die Dämpfe wirken entzündungshemmend und öffnen die verstopften Poren. Beugen Sie sich über das Dampfbad, bedecken Sie Ihren Kopf mit einem Handtuch und atmen Sie tief durch die Nase ein. Zwei bis drei Dampfbäder am Tag sorgen dafür, dass der schmerzhafte Pickel schnell wieder verschwindet. Achtung: Testen Sie zuerst vorsichtig, wie heiß der Dampf ist, bevor Sie tief einatmen.

3. Pickel mit entzündungshemmenden Mitteln betupfen

Nicht jeder hat die Zeit und die Lust, mehrere Dampfbäder am Tag durchzuführen. Alternativ können Sie mit antibakteriellen und entzündungshemmenden Mitteln auf den Pickel einwirken. Dafür benutzen Sie ein Wattestäbchen. Benetzen Sie es mit Kamillen- oder Salbeitee. Dies wirkt antiseptisch und unterstützt die Heilung. Auch eine Salz-Wasser-Lösung wirkt desinfizierend.

4. Feucht halten und pflegen

Leiden Sie an trockenen Schleimhäuten und haben deshalb einen Pickel in der Nase bekommen, sollten Sie zusätzlich Ihre Schleimhäute mit Meerwassernasenspray feucht halten. Das entspannt die Nasenschleimhaut, wirkt sanft desinfizierend und öffnet die Poren. Spezielle Nasensalben sorgen ebenfalls dafür, dass die Haut in der Nase nicht austrocknet.

5. Nasenhaare nicht zupfen

Zupfen Sie Nasenhaare nicht mit der Pinzette heraus. Beim Nachwachsen wachsen die Haare oft schräg in die Haut hinein und eine Entzündung ensteht. Nehmen Sie lieber einen Nasenhaarschneider. Dieser kürzt die Haare über der Haut. 

Wann mit Pickel in der Nase zum Arzt?

Mit einem Pickel in der Nase sollten Sie immer dann zum Arzt gehen, wenn der Pickel nicht abheilt, stark entzündet ist und schmerzt, sich vergrößert oder eitert. Vereinbaren Sie einen Termin bei einem Hautarzt (Dermatologen) und drücken Sie auf keinen Fall an dem Pickel herum. Sie verschlimmern die Entzündung dadurch nur. Der Hautarzt kann Ihnen spezielle Salben zur Heilung verschreiben. Vermeiden Sie außerdem alles, was die empfindliche und entzündete Nasenschleimhaut reizt. Dazu gehört Zahnpasta als vermeintliches Hausmittel gegen Pickel ebenso wie Pfefferminzöl oder Eukalyptusöl, Alkohol und andere aggressive Mittel. Ein entzündeter Pickel in der Nase sollte immer von einem Arzt behandelt werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

https://www.ann-kathrinlandzettel.de

Wie finden Sie diesen Artikel?