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Trockene Nase – was hilft? Effektive Tipps gegen trockene Nasenschleimhäute
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Trockene Nase – was hilft? Effektive Tipps gegen trockene Nasenschleimhäute

Eine trockene Nase ist ein häufiges Winterphänomen. Eine trockene Nasenschleimhaut fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern wehrt auch Krankheitserreger schlechter ab. Die nächste Erkältung lässt meist nicht lange auf sich warten. Trockene Nase – was hilft? Fünf Tipps gegen trockene Nasenschleimhäute.

Die häufigsten Ursachen für eine trockene Nase

Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten werden die Nasenschleimhäute trocken. Das liegt mitunter an der trockenen Heizungsluft und den kalten Temperaturen. Im Sommer trocknet die Klimaanlage die Atemluft aus. Partikel in der Luft, darunter Feinstaub, Abgase und Tabakrauch entziehen der Nase ebenfalls Feuchtigkeit. Eine unzureichende Trinkmenge über den Tag begünstigt die trockene Nase zusätzlich. Auch Allergien wie Heuschnupfen oder eine Hausstaubmilbenallergie sind häufige Ursachen einer zu trockenen Nasenschleimhaut.

Eine trockene Nase ist auch im Flugzeug ein häufiger Begleiter. Die klimatisierte Luft ist meist kühl und trocken – manchmal sogar so stark, dass das Atmen durch die Nase unangenehm wird. In dem engen Raum verteilen sich Erreger zudem besonders leicht. Kein Wunder also, dass viele Reisende im Anschluss an ihre Flugreise eine Erkältung bekommen.

Schnupfen trocknet die Nase aus

Schnupfen geht zwar mit einer vermehrten Sekretbildung einher, kann die Nasenschleimhäute aber dennoch austrocknen. Häufiges Naseputzen sowie abschwellende Nasensprays erschweren die Regeneration der Schleimhäute. Sie sind gereizt und trocken. Nasenbluten ist bei Schnupfen daher ein häufiges Symptom. 

Trockenen Nase erkennen: sechs Symptome

Eine trockene Nase zeigt sich durch verschiedene Symptome, darunter:

  • geschwollenen Nasenschleimhäute/ verstopfte Nase
  • Kitzeln, Juckreiz und Niesen
  • Brennen
  • das Gefühl von Wundsein
  • Verkrustungen in der Nase (getrocknetes Nasensekret)
  • Nasenbluten
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Viel trinken kann einer trockenen Nase entgegenwirken.

 Was hilft bei trockener Nase?

Um die Beschwerden einer trockenen Nase zu lindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Maßnahme ist, ausreichend zu trinken. Zwischen 1,5 bis 2 Liter pro Tag sollten es sein. Für unterwegs eigenen sich Meerwasser-Nasensprays zur Befeuchtung der Nase. Meersalz wirkt zudem leicht desinfizierend. Außerdem unterstützt das Spray den Abtransport von eingeatmeten Erregern und Partikeln. Zuhause sind Inhalationen und die Verwendung einer Nasendusche gute Hausmittel gegen eine trockene Nase. Beide wirken befeuchtend, reizlindernd und helfen, verkrustetes Nasensekret zu lösen und Fremdsubstanzen aus der Nase zu befördern.

In Wohnräumen sollte Sie regelmäßig lüften. Stoßlüften von wenigen Minuten reicht bereits aus, um das Raumklima zu verbessern. Eine Schale mit Wasser auf der Heizung befeuchtet die Luft und unterstützt die Funktion der trockenen Nasenschleimhäute. Im Schlafzimmer sollten etwa 20 Grad sein. Je wärmer die Raumtemperatur ist, desto mehr Feuchtigkeit verdunstet und desto trockener wird die Luft.

Darüber hinaus entlasten Nasenspülungen die angegriffenen Zellen der Nasenschleimhaut, so dass sie sich wieder regenerieren und in ihrer Abwehrfunktion unterstützt werden. Regelmäßige Nasenspülungen sind nicht von ungefähr eine wirksame Maßnahme zur Vorbeugung von Nebenhöhlenentzündungen und anderen Erkrankungen im Bereich von Nase und Ohren.

— Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

Nasensalben und Nasenöle zur Nasenpflege

Nasensalben und Nasenöle, die Sie auf die äußere Nase und den inneren Naseneingang auftragen, lindern Wundsein und Brennen. Der Wirkstoff Dexpanthenol wirkt hautpflegend, hautberuhigend und wundheilend. Nasensalben sollten frei von Konservierungsstoffen und anderen reizenden Substanzen sein. 

Trockene Nasen sollten grundsätzlich nicht mit normaler Feuchtigkeitscreme behandelt werden. Die Cremes verkleben die Flimmerhärchen in der Nase, so dass der natürliche Transport des Nasensekrets nicht mehr richtig funktioniert", warnt Dr. Michael Deeg, Vorsitzender des Landesverbandes Baden vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

— Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.

Wann mit trockener Nase zum Arzt?

Zum Arzt sollten Sie mit einer trockenen Nase dann gehen, wenn:

  • Sie unter wiederkehrendem Nasenbluten leiden.
  • Sie das Gefühl einer dauerhaft verstopften Nase haben.
  • eine Erkältung nicht abklingt.
  • Sie bereits länger als zehn Tage abschwellende Nasensprays oder -tropfen verwenden, um gut atmen zu können.
  • Sie den Verdacht haben, dass eine Allergie Ursache der trockenen Nase ist.
  • eine Erkältung von Begleitsymptomen wie starkem Kopfschmerzen, Schwindel, starkem Krankheitsgefühl, Nackensteifigkeit und/ oder anhaltendem Husten begleitet ist.
  • grünliches Sekret aus Ihrer Nase kommt (Hinweis auf eine bakterielle Infektion).

Trockene Nase: Welcher Arzt hilft?

Eine trockene Nase behandelt ein Hals-Nasen-Ohrenarzt. Der HNO-Arzt untersucht, warum die Nasenschleimhäute trocken sind und stellt abhängig von der Diagnose eine passende Behandlung zusammen. Bleibt eine trockene Nase über einen langen Zeitraum hinweg unbehandelt, können die Nasenschleimhäute Schaden nehmen und Erreger haben dann leichtes Spiel. Neben dem Erkältungsrisiko ist auch das Risiko für bakterielle Infektionen erhöht.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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