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arzt hält röntgenbild mit lunge welche einen fleck hat
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Nach dem Röntgen: Fleck auf der Lunge - was kann das sein?

Zeigt das Röntgenbild einen Fleck auf der Lunge, sind Patienten besorgt: „Habe ich Lungenkrebs?“ Zuerst einmal: Nicht hinter jeder Auffälligkeit auf dem Röntgenbild steckt ein Tumor. Fleck auf der Lunge: Was sich hinter dem Schatten verbergen kann.

Fleck auf der Lunge = Krebs?

Zeigt das Röntgenbild einen Fleck auf der Lunge, macht das Angst: "Ich habe Krebs!" - so der erschreckende Gedanken vieler Patienten. Doch hinter einem Schatten auf der Lunge steckt nicht immer ein Tumor. Und wenn es ein Tumor ist: Das Röntgenbild reicht nicht aus, um eine Aussage über eine Gut- oder Bösartigkeit machen zu können. 

Was steckt hinter dem Schatten auf der Lunge auf dem Röntgenbild?

Zeigt das Röntgenbild einen Fleck auf der Lunge, medizinisch Lungenrundherd genannt, kommen verschiedene Ursachen infrage:

  • eine Lungenentzündung
  • eine Tuberkulose
  • rheumatologische Erkrankungen
  • die Lungenkrankheit Sarkoidose
  • gutartige Tumoren
  • Erkrankungen des Rippenfells
  • Blutansammlungen im Gewebe
  • Lungenverletzungen
  • Lungenkrebs (Lungenkarzinom)
Was ist ein Lungenherd?

Unter einem Lungenrundherd verstehen Mediziner eine Gewebeverdichtung in den unteren Atemwegen. Deren Durchmesser beträgt weniger als drei Zentimeter. Sie geht nicht mit geschwollenen Lymphknoten oder kollabierten Lungenabschnitten einher. Ein einzelner Lungenrundherd erweist sich in etwa vier von zehn Fällen als bösartiger Lungentumor.

Tumoren auf dem Röntgenbild: Unterschiede der Gewebestruktur

Tumorgewebe wird im Röntgenbild deshalb sichtbar, weil es eine höhere Dichte als gesundes Lungengewebe hat. Gesundes Lungengewebe ist auf dem Röntgenbild dunkel, Tumorgewebe hell abgebildet.

Handelt es sich beim Fleck auf der Lunge tatsächlich um einen Tumor, kann dieser anhand seiner Struktur nochmal zwischen gutartig und bösartig unterschieden werden. Gutartige Tumoren haben eine eher runde Form und glatte Ränder. Bösartige Tumoren hingegen dringen eher strahlenförmig in das umliegende Gewebe ein und wirken an den Rändern „zerfetzt“. Zudem wuchern bösartige Lungentumoren häufig über einen Lungenlappen hinaus – manchmal bis über das Brustbein.

Röntgenbild kann Fleck auf der Lunge nicht sicher deuten

Durch das Röntgenbild der Lunge allein lässt sich der Schatten auf der Lunge nicht sicher deuten. Der Arzt bekommt über das bildgebende Verfahren zwar wichtige Hinweise zum Fleck auf der Lunge, allerdings kann er nicht sicher beurteilen, ob es sich bei Gewebeveränderungen um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt. Hierzu sind weitere Untersuchungen notwendig.

Fleck auf der Lunge: Ist es Lungenkrebs?

Um herauszufinden, ob es sich bei dem Fleck auf der Lunge tatsächlich um Lungenkrebs handelt, sind ergänzend zum Röntgenbild weitere Untersuchungen notwendig – oft in speziellen Lungenkrebszentren: allen voran die Lungenspiegelung (Bronchoskopie). Um den Fleck auf der Lunge genauer zu untersuchen, wird ein biegsamer Schlauch in die Atemwege eingeführt. Am Ende des Schlauchs sind eine kleine Kamera sowie medizinische Instrumente angebracht. Über eine kleine Zange, eine Nadel oder ein Bürstchen kann der Arzt Gewebe entnehmen. Da die äußeren Bereiche der Lunge mit dem Bronchoskop nicht immer gut zu erreichen sind, kann für die Gewebeentnahme (Biopsie) eine Lungenpunktion notwendig sein.

Bei der Lungenpunktion wird unter örtlicher Betäubung eine Hohlnadel von außen über die Brustwand in die Lunge eingeführt und Gewebe entnommen (Feinnadelaspiration). Damit der Arzt die zu punktierende Stelle zielsicher trifft, ergänzt eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomografie die Biopsie.

Ultraschalluntersuchungen, Computertomografie (CT) und Kernspintomografie (MRT) helfen, den Verdacht weiter einzugrenzen. Auch die Blutwerte geben wichtige Hinweise.

Lungenkrebs gehört zu einer der häufigeren Krebsarten: So sind im Jahr 2016 21.500 Frauen und 36.000 Männer an einem bösartigen Lungenkarzinom erkrankt.
Bei der Lungenkrankheit Sarkoidose handelt es sich um eine Bindegewebserkrankung der Lunge, bei der sich kleine Knötchen auf dem Lungengewebe bilden. Meist ist die Krankheit allerdings gut behandelbar, vor allem in einem frühen Stadium. Je früher die Lungenerkrankung erkannt wird, desto besser stehen die Behandlungschancen.
Die Chance, an der Infektionskrankheit Tuberkulose zu erkranken, ist in Deutschland deutlich geringer als beispielsweise in Ländern wie Indien, die stark von der Krankheit betroffen sind. Im Jahr 2019 wurden in Deutschland laut RKI 4791 Tuberkulose-Infektionen gemeldet.
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Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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