Intervallfasten: Anleitung für das Fasten mit Pausen
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Intervallfasten: Anleitung für das Fasten mit Pausen

Wenn Sie ein paar Kilos abnehmen oder sich gesünder ernähren wollen, probieren Sie es doch mit Intervallfasten. Anleitung und Umsetzung dieser Fastenvariante sind recht unkompliziert – auch der Stoffwechsel gewöhnt sich relativ schnell an die neue Ernährungsform. Hier bekommen Sie erste Tipps.

Intervallfasten-Anleitung: Tipps zur Umsetzung

Das Prinzip von Intervallfasten ist einfach: Sie wechseln Phasen, in denen Sie normal essen dürfen, mit Zeiträumen ab, in denen Sie weniger bis gar nichts essen. Dabei gibt es verschiedene Formen dieser Fastenvariante. Beim 16:8-Intervall fasten Sie 16 Stunden und haben dann ein Zeitfenster von acht Stunden, in denen Sie so essen wie sonst. Es empfiehlt sich dabei, die lange Pause auf die Nacht zu legen, dann können Sie zum Beispiel um 17 Uhr Abendbrot essen und morgens um 9 Uhr frühstücken.

Beim 1:1-Prinzip essen Sie immer einen Tag wie gewohnt und einen Tag fasten Sie. Allerdings müssen Sie am Fastentag nicht 24 Stunden hungern, Sie können als Frau 500 Kilokalorien und als Mann 600 Kilokalorien zu sich nehmen. Eine Portion Magerquark oder Magerjoghurt mit frischen Früchten zum Frühstück und ein gedünstetes Hähnchenbrustfilet mit Gemüse zu Mittag ist also erlaubt. Das 5:2-Prinzip funktioniert ähnlich, nur dass Sie nicht jeden zweiten Tag fasten, sondern nur zwei Tage pro Woche. Dabei ist es sinnvoll, die beiden Tage auszuwählen, die für Sie möglichst entspannt sind, zum Beispiel am Wochenende. Unter Stress ist es schwieriger, auf die Ernährung zu achten.

Wie gesund ist Intervallfasten?

Wird der Körper ständig mit Essen versorgt, nutzt er vor allem Kohlenhydrate und Zucker aus der Nahrung als Energiequellen. Überschüssige Kohlenhydrate wandelt er in Fett um und lagert sie als Energiereserven ein. Das Intervallfasten kann – wenn Sie sich an die oben beschriebene Anleitung halten – dazu beitragen, dass der Körper die Fettpolster als Energiereserven erkennt und diese auflöst. Dadurch normalisiert sich der Stoffwechsel, es schmelzen überflüssige Pfunde und Sie fühlen sich insgesamt fitter.

Wichtig ist, dass Sie die Phasen, in denen Sie normal essen dürfen, sinnvoll nutzen. Das heißt, dass Sie auf eine ausreichende Proteinzufuhr achten und genug Vitamine sowie andere Nährstoffe zu sich nehmen. Wenn Sie hingegen große Portionen Fastfood essen und zwischendurch Chips und Kekse knabbern, hält sich der positive Effekt des Fastens in Grenzen. Außerdem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unabhängig von der Phase wichtig, am besten über Wasser und ungesüßten Tee sowie schwarzen Kaffee ohne Zucker. Limonaden und fetthaltige Getränke können den gesunden Auswirkungen der Essenspausen entgegenstehen.

Wer sollte das Intervallfasten lieber lassen?

Wer Untergewicht hat oder an einer Essstörung wie Magersucht oder Bulimie leidet, sollte nicht fasten. Auch für Menschen mit niedrigem Blutdruck, in der Schwangerschaft und Stillzeit ist das Intervallfasten nicht zu empfehlen. Wer eine chronische Krankheit hat, sollte sich vor dem Fasten mit seinem Arzt besprechen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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