Mais
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Mais

Was Weizen, Roggen und Gerste für Europa in der historischen Ernährung bedeuten, verkörpert der Mais für weite Teile Amerikas: Die Urform der Maiskolben lässt sich bis auf das fünfte Jahrtausend vor Christus auf dem Speiseplan der Menschen zurückverfolgen. Die wertvollen Körner sind dabei in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, ohne dass der Mais als solcher wahrgenommen wird. Zudem wird die Pflanze heute nicht nur als Lebensmittel und Futterpflanze, sondern auch als Rohstoff für nachhaltige Produkte wie Biotreibstoff und Wegwerfartikel genutzt.

Was ist Mais?

Als Vertreter der Süßgräser wird der Mais grundlegend zu den Getreidearten gezählt, der frische Maiskolben bzw. seine Kerne jedoch auch als Gemüse geschätzt. Die einjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von bis zu drei Metern, an denen im Schutz der wechselständigen Blätter große Kolben in Hüllblättern heranwachsen. Die Kerne können je nach Sorte verschiedene Farben entwickeln. Neben dem klassischen gelben Mais können die Körner auch weiß, orange-rot oder sogar schwarz-violett gefärbt sein. 

In unseren Breiten steht der Mais erst seit dem 16. Jahrhundert auf dem Speiseplan, da er vor der Entdeckung Amerikas in Europa unbekannt war. Bei den amerikanischen Ureinwohnern wurde der Mais als Grundnahrungsmittel hoch geschätzt, das Maisöl für die Körperpflege und die Grannen an den Kolben für heilkundliche Zwecke eingesetzt. Über 300 verschiedene Maissorten stehen heute zur Verfügung.

Welche Nährstoffe enthält Mais?

Der Nährwert von ganzen, rohen Maiskörnern liegt bei rund Rund 330 Kalorien auf je 100 Gramm. Darin enthalten sind vor allem das Provitamin A, Vitamin E und Vitamine der B-Gruppe. Zudem bringt Mais viele Ballaststoffe und Eiweiß neben wertvollen Mineralstoffen und Spurenelementen mit: Kalium und Phosphor finden sich neben Magnesium, Schwefel und Chlorid und etwas Natrium und Schwefel. Auch enthält Mais die Spurenelemente Eisen, Zink und Mangan neben Kupfer, Fluorid und wenig Iodid. 

Passend für die ausgewogene Ernährung ist der Mais auch durch die enthaltenen Aminosäuren und Fettsäuren. Gluten ist in Mais hingegen nicht enthalten, weshalb Maismehl und andere Maisprodukte als wertvolle Alternative bei Glutenunverträglichkeiten wie Zöliakie gilt. 

Wie kommt Mais zum Einsatz?

Die Einsatzmöglichkeiten von Mais sind in der Küche äußerst vielfältig: Die Kolben und die Körner werden für die Zubereitung von kalten und warmen Speisen genutzt. Abhängig von der Art und der Erntezeit lassen sich im Handel kleine und große Kolben erstehen, die gekocht, gegrillt oder roh verspeist werden. Auch die Körner finden sich in diversen Varianten direkt für den Verzehr und die Zubereitung in leckeren Gerichten. So finden Sie beispielsweise die Körner als Gemüsemais oder als getrocknete Rohware für die Zubereitung von Popcorn. 

Zudem können die zerkleinerten Körner als Maisgrieß (Polenta) oder Maismehl im gut sortierten Lebensmittelhandel finden. Maismehl hat bindende Eigenschaften, die in Eintöpfen, Pfannengerichten und anderen Speisen ihre Vorzüge entfalten. 

Mais richtig einkaufen und lagern

Bevorzugen Sie beim Einkauf von Mais vor allem Frischware in Bioqualität, die jedoch zeitig verzehrt werden sollte. Frischer Mais verliert vergleichsweise schnell an Aroma und ist durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt nur als vorgekochte und vakuumierte oder eingekochte Ware gut lagerfähig. Beliebt sind daher für die Vorratshaltung vor allem Maiskörner in Dosen oder Gläsern (z.B. auch kleine Kolben).

Möchten Sie langfristig Mais lagern, können Sie Bio-Maismehl, Maisgrieß oder getrocknete Maiskörner kaufen. Die getrockneten Körner (Restkornfeuchte unter 15%) bieten dabei die beste Lagerfähigkeit, die bei konstant geringer Raumluftfeuchte von bis zu 60% und niedrigen Temperaturen bei rund drei Jahren liegt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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