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Gallensteine entfernen: Wann operiert werden muss
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Christopher Kiel
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Christopher Kiel
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Gallensteine entfernen: Wann operiert werden muss

Im Prinzip brauchen Sie nur Gallensteine entfernen zu lassen, wenn diese Koliken und andere starke Beschwerden verursachen. In diesem Fall hat sich als Standardbehandlung durchgesetzt, die komplette Gallenblase herauszunehmen. Hier erfahren Sie, wann das nötig ist.

Was sind Gallensteine?

Gallensteine sind unterschiedlich große Ablagerungen aus Cholesterin oder dem Gallenfarbstoff Bilirubin, die sich in der Gallenblase bilden. Die kristallartigen Steine sind manchmal nur wenige Millimeter klein und werden dann auch als “Grieß” oder “Sludge” bezeichnet. Es gibt jedoch auch mehrere Zentimeter große Steine in der Gallenblase. Gelegentlich finden sich aber auch außerhalb der Gallenblase, in den Gallengängen solche Ablagerungen. Das sogenannte Gallegries kann unter Umständen heftige Schmerzen bei den Patienten verursachen.

Ursachen und Risikofaktoren für Gallensteine

In 80 Prozent der Fälle bestehen Gallensteine aus Cholesterin. Sie entstehen, wenn die Gallenflüssigkeit zu viel Cholesterin im Verhältnis zu Gallensäuren und anderen Stoffen enthält. In der Folge verklumpt das Cholesterin und es bilden sich die Steine. Gallensteine aus dem Farbstoff Bilirubin haben ihre Ursache in erblich bedingten Krankheiten, die einen erhöhten Blutabbau bewirken.

Dabei entsteht zu viel Bilirubin als Abbauprodukt des Blutfarbstoffs; dieses kristallisiert aus und die kleinen Kristalle klumpen dann zu Steinen zusammen. Dies kann weitere ernstzunehmende Komplikationen bei Patienten, wie etwa eine Entzündung der Gallenblase, hervorrufen.

Auch für die Cholesterinsteine spielt die familiäre Vorbelastung eine große Rolle. So können zum Beispiel genetisch bedingte Stoffwechselstörungen dahinterstecken. Darüber hinaus sind Frauen über 40, die mehrere Kinder auf die Welt gebracht haben und übergewichtig sind, häufiger betroffen als andere. Vor allem Übergewicht und Adipositas sind starke Risikofaktoren für Gallensteine, ebenso ein erhöhter Cholesterinspiegel, Typ-2-Diabetes und eine Schilddrüsenunterfunktion. Leberzirrhose oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse haben teilweise auch Gallensteine zur Folge.

Ungünstig ist außerdem eine ballaststoffarme und sehr fettreiche Ernährung sowie eine zu rasche Gewichtsabnahme, da diese das Gleichgewicht zwischen Cholesterin, Gallensäure und anderen Stoffen in der Gallenblase durcheinander bringen kann. Bewegungsmangel ist ein weiterer Faktor, der möglicherweise die Entstehung von Gallensteinen begünstigt.

Kranke Gallenblase - zu welchem Arzt soll ich gehen?

Bei Erkrankungen der Gallenblase wie eine Entzündung der Gallenblase oder Gallensteinen ist ein Facharzt für Leber- und Gallenerkrankungen (Hepatologe) der richtige Ansprechpartner. Bei Darmbeschwerden wenden Sie sich an einen Facharzt für Darmerkrankungen (Gastroenterologe). Bei Beschwerden im rechten Oberbauch oder Beschwerden nach dem Essen sind auch ein Facharzt für Innere Medizin (Internist) sowie ein Facharzt für Allgemeinmedizin gute Ansprechpartner. Diese können die Patienten je nach Verdacht zu entsprechenden Ärzten beziehungsweise an eine Klinik zum Gallensteine entfernen überweisen.

Gallensteine entfernen: Nur mit Operation möglich?

Beim Gallensteine entfernen gibt es für die betroffenen Patienten verschiedene Therapien. Theoretisch können Sie Gallensteinen mit Medikamenten oder einer Stoßwellentherapie beikommen. Die Medikamente zum Gallensteine entfernen besitzen jedoch starke Nebenwirkungen und verhindern nicht die Neubildung von Gallensteinen, daher wird diese Behandlungsmethode nur sehr selten eingesetzt. Die Stoßwellentherapie kann zwar die vorhandenen Gallensteine entfernen, doch wird das Problem damit meist nur vorübergehend gelöst. Oft bilden sich nach dem Gallensteine entfernen neue Steine und die Behandlung muss wiederholt werden. Wenn Sie dauerhaft die Gallensteine entfernen möchten, empfiehlt sich daher eine Operation, bei der die Gallenblase zusammen mit den Steinen entfernt wird.

Die Entfernung der Gallenblase wird minimalinvasiv, per Schlüssellochverfahren, während einer Bauchspiegelung vorgenommen. Die Risiken dieser Therapie beim Gallensteine entfernen sind relativ gering, es bleiben kaum bis keine sichtbare Narben zurück und das Problem mit Gallensteinen in der Gallenblase hat sich ein für allemal erledigt.

Aber: Mit einer Neigung zu Gallensteinen und einer sehr cholesterin- und fetthaltigen Ernährung ist es möglich, dass sich Gallensteine in den kleinen Gallenkanälchen der Leber bilden. Haben Sie durch eine Operation die Gallenblase entfernt bekommen, ist es daher ratsam, auch weiterhin auf eine gallenfreundliche Ernährung zu achten.

Wann Sie Gallensteine entfernen lassen sollten

Allerdings ist es nicht sinnvoll, die Gallenblase vorsorglich zu entfernen. Auch müssen Sie nicht zwingend Gallensteine entfernen lassen, wenn sie keine Beschwerden verursachen. Schließlich bergen auch risikoarme Eingriffe noch Gefahren, selbst, wenn diese sehr gering sind. Sobald Sie jedoch starke Bauchschmerzen bis hin zu Koliken bekommen oder Fieber aufkommt, sollten Sie damit zum Arzt gehen. Stellen sich Gallensteine als Verursacher heraus, ist eine Gallenblasenentfernung ratsam.

Gallensteine im Gallengang: Was tun?

Manchmal wandern kleinere Steine in den Gallengang und drohen, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auszulösen. Bevor es dazu kommt, müssen sie unbedingt entfernt werden. Krampfartige Bauchschmerzen machen Betroffene auch in diesem Fall auf die Gallensteine aufmerksam. Das Gallensteine entfernen erfolgt per Spiegelung: So wird der feine Grieß aus dem Gallengang herausgenommen. Wichtig ist, dass Sie nicht zu lange warten, wenn Sie häufiger Bauchschmerzen haben oder plötzlich sehr starke Beschwerden verspüren. Lassen Sie auf jeden Fall ärztlich abklären, was dahintersteckt.

Leben ohne Gallenblase: Tipps

Wenn das Gallenstein entfernen nur durch die Entfernung einer Gallenblase möglich ist, sollten Sie in jedem Fall auf eine gewissenhafte Ernährung achten: Im Grunde brauchen Sie ohne Gallenblase keine spezielle Diät einzuhalten. Allerdings ist es gut möglich, dass Sie sehr fettreiche Mahlzeiten nicht mehr gut vertragen. Versuchen Sie daher, vorsorglich auf Frittiertes zu verzichten, lieber magere als fette Fleischsorten zu wählen, und die Portionsgrößen zu verkleinern. Dies hat den weiteren Vorteil, dass Sie auf diese Weise Kalorien sparen und eventuelles Übergewicht allmählich reduzieren können.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Christopher Kiel
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Der Ernährungswissenschaftler setzt sich mit den täglichen Fragen rund um Ernährung aus.
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