Ekzem vorbeugen: Was kann ich tun?
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Ekzem vorbeugen: Was kann ich tun?

In wieweit sich Ekzeme vorbeugen lassen, ist vom Ekzem-Typ abhängig. Die Neigung, ein Ekzem zu entwickeln, lässt sich nur bedingt beeinflussen. Leichter ist es, einen erneuten Ekzem-Schub zu verhindern. Mit der richtigen Hautpflege und den richtigen Schutzmaßnahmen kann jeder Betroffene etwas für sich tun.

Exogene Ekzeme vorbeugen: Kritische Substanzen meiden

Eine Kontaktallergie kann bei jedem Menschen auftreten, denn es gibt eine Vielzahl verschiedener Stoffe, auf die die Haut mit Abwehr reagiert. Zeigt sich ein Kontaktekzem auf der Haut, sollten die Betroffenen folgendes berücksichtigen:

  • Ist der ekzemauslösende Stoff (toxisch oder allergisch) bekannt, sollten Sie ihn meiden.
  • Sind Sie nicht sicher, welcher Auslöser hinter der Hautentzündung steckt, sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt.
  • Schutzmaßnahmen wie Handschuhe und Hautschutzsalben können Ihnen helfen, die kritischen Substanzen zu umgehen – auch im beruflichen Umfeld.
  • Achten Sie auf eine geeignete Hautreinigung und -pflege. Lassen Sie sich von einem Arzt beraten.
  • Vermeiden Sie alles, was Ihre Haut unnötig reizt: heißes Wasser, aggressive Reinigungsmittel, Duftstoffe, Desinfektionsmittel, Weichspüler und Ähnliches.

Endogene Ekzeme vorbeugen: Stillen Sie Ihr Kind bis zu einem halben Jahr

Bei einem endogenen Ekzem beziehungsweise Neurodermitis ist die genetische Veranlagung der Auslöser. In wieweit Sie Neurodermitis vorbeugen können, ist bislang nicht geklärt. Es gibt Hinweise, dass Kinder, die gestillt werden, ein geringeres Neurodermitis-Risiko haben als Kinder, die nicht gestillt werden. Experten raten, Kinder bis zu einem halben Jahr zu stillen. Zu viel Hygiene im Kindesalter steht als Ursache ebenso in der Diskussion: Sie soll die Entwicklung des Immunsystems stören.

Um bei einer bestehenden Neurodermitis erneuten Schüben vorzubeugen, sollten Sie bei einer Veranlagung zu Allergien Allergene wie Hausstaubmilben, Tierhaare & Co. vermeiden. Achten Sie zudem auf eine möglichst entspannte Lebensweise ohne zu viel Stress. Guter Schlaf tut dem Körper ebenfalls gut. Verzichten Sie zudem auf raue Kleidung, zu viel Kosmetik und Parfum. Ihre Hautpflege sollte frei sein von Seife, Parfum, Alkohol, Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen. Auch scharfe und saure Lebensmittel vertragen viele Betroffene nicht.

Seborrhoisches Ekzem vorbeugen:

Die Entstehung eines seborrhoischen Ekzems lässt sich kaum beeinflussen. Produziert die Haut viel Talg, befinden sich reichlich männliche Sexualhormone im Körper oder besiedeln Pilze die Haut im Übermaß, kann das seborrhoische Ekzem ausbrechen. Eine erbliche Veranlagung ist bekannt.

Damit das Ekzem schnell abklingt, verzichten Betroffene am besten auf fetthaltige Pflegeprodukte. Eine Ernährungsumstellung kann möglicherwiese die verstärke Fettproduktion der Haut eindämmen. Hilfe finden Betroffene bei einer Ernährungsberatung. Spezielle Salben und Shampoos können einen erneuten Ausbruch des Ekzems hinauszögern. Fragen Sie Ihren Hautarzt, welche Pflegeprodukte für Ihre Haut geeignet sind.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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