Eisenmangel und seine Ursachen: Das sind die Auslöser
© gstockstudio/fotolia.com
(3)

Eisenmangel und seine Ursachen: Das sind die Auslöser

Sie sind chronisch müde oder leiden ständig unter Kopfschmerzen? Grund hierfür könnte eine Unterversorgung mit Eisen sein. Welche Ursachen Eisenmangel hat und wer zu den Risikogruppen zählt, erfahren Sie hier.

Eisen: Ein wichtiges Mineral

Das Spurenelement Eisen ist an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt – unter anderem ist es wichtig für den Sauerstofftransport im Blut, die Energiegewinnung und das Immunsystem. In der Regel kann der Körper ein Eisendepot von etwa 3 bis 5 Gramm anlegen. Davon werden circa 1 bis 2 Milligramm täglich über Körperausscheidungen wieder abgegeben – ein normaler Vorgang. Werden die Speicher im Knochenmark jedoch nicht regelmäßig wieder aufgefüllt, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Eisenmangel Ursachen sind vielfältig

Eisenmangel entsteht entweder dadurch, dass dem Körper zu wenig Eisen über die Nahrung zugeführt wird, oder weil er eine größere Menge an Eisen verliert – zum Beispiel durch eine Blutung. Gefährlich für die Gesundheit wird es. wenn diese Verluste durch die Eisenaufnahme nicht mehr ausgeglichen werden können.

Folgende Gründe können zu einer unzureichenden Eisenaufnahme führen:

  • Mangelhafte Ernährung – zum Beispiel durch strenge vegetarisch/vegane Ernährung oder strenge Diäten
  • Erkrankungen des Darms (zum Beispiel Tumore) oder der Darmschleimhaut (zum Beispiel Zöliakie)
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente (zum Beispiel Kalziumtabletten)
  • Zu wenig Magensäure
  • Häufige Infekte
  • In seltenen Fällen: Genetische Faktoren

Eisenmangel-Ursachen können sein:

  • Chronische Blutungen im Magen-Darm-Trakt (zum Beispiel durch ein Magengeschwür)
  • Schwere Regelblutungen oder häufige Zwischenblutungen bei Frauen
  • Aufbrauchen der körpereigenen Nährstoffreserven nach langer schwerer Krankheit
  • Regelmäßige Blutspenden
  • Blutungen infolge eines Unfalls oder einer Verletzung

Wann liegt ein erhöhter Eisenbedarf vor?

Ein Mehr an Eisen wird in verschiedenen Lebensphasen benötigt: Bei Kindern während des Wachstums, aber auch bei Schwangeren sowie stillenden Müttern steigt der Eisenbedarf. Ebenso verhält es sich bei Sportlern, die ein erhöhter Energie- und Sauerstoffumsatz auszeichnet. Bei Menschen, die intensiv Sport treiben, ist der gesteigerte Eisenbedarf der vermehrten Schweißbildung geschuldet – über einen Liter Schweiß können immerhin bis zu 1,2 Milligramm Eisen ausgestoßen werden.

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, zählt nicht automatisch zum für Eisenmangel anfälligen Personenkreis. Das Nein zu Fleisch (besonders zu rotem) bedeutet zwar den Verzicht auf eine sehr gut verwertbare und ergiebige Eisenquelle, jedoch lässt sich der Eisenbedarf auch pflanzlich decken. Je nach persönlichen Essensvorlieben erfordert das nur möglicherweise etwas mehr Aufmerksamkeit in Sachen Nährstoffaufnahme.

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente wie etwa Salicylate, Magenentsäuerungsmittel, Mittel zur Cholesterinsenkung oder Medizin zur Behandlung von Harnsteinen ein? Auch das kann die Aufnahme von Eisen durch die Nahrung beeinträchtigen und somit zu Mangelerscheinungen führen.

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Eisenaufnahme beeinträchtigen.
© photophonie/fotolia.com

Die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Eisenaufnahme beeinträchtigen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
Wie finden Sie diesen Artikel?