Augengrippe: Symptome und Verlauf der Virusinfektion
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Augengrippe: Symptome und Verlauf der Virusinfektion

Die Zahl derer, die an Augengrippe leiden, steigt an. Die Symptome sind extrem lästig und auch mit Medikamenten lässt sich der Verlauf der Krankheit kaum beeinflussen. Hier erfahren Sie, was Sie über die ansteckende Viruserkrankung wissen müssen.

Was ist eine Augengrippe?

Die Augengrippe ist eine Sonderform der Bindehautentzündung und wird von den sogenannten Adenoviren ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt über Schmierinfektionen und innerhalb einer Inkubationszeit von rund zwölf Tagen. Um eine Augengrippe von einer normalen Bindehautentzündung zu unterscheiden, ist ein Abstrich bei Arzt notwendig.

Symptome der Augengrippe

Eine Augengrippe kündigt sich nicht an, sondern beginnt ganz plötzlich. Sie bringt eine Menge unangenehmer Symptome mit sich:

  • Augenjucken
  • gerötete Augen
  • starker Tränenfluss
  • Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben
  • Lichtempfindlichkeit
  • geschwollene Augenlider

Im Falle einer Augengrippe schwillt zuerst das obere Augenlid an, im späteren Verlauf oft auch das untere. Die Augen sind stark gerötet und reagieren empfindlich auf Licht.

In den meisten Fällen treten die Symptome der Augengrippe erst auf einer Seite auf, ehe sie auch auf der anderen Seite einsetzen.

 Eine Bindehautentzündung ist oft schon von weitem zu erkennen. Für den Nachweis einer Virusinfektion im Auge braucht es aber eine Laboruntersuchung.
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Eine Bindehautentzündung ist oft schon von weitem zu erkennen. Für den Nachweis einer Virusinfektion im Auge braucht es aber eine Laboruntersuchung.

In schweren Fällen können – unter anderem wegen der starken Immunreaktion – auch folgende Symptome auftreten:

  • geschwollene Lymphknoten hinter den Ohren
  • verklebte Augen in der Nacht

Mit der Augengrippe treten neben den Problemen am Auge oft weitere grippeartige Symptome ein: 

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Gliederschmerzen

Krankschreibung bei Augengrippe

Wenn Sie die Symptome einer Augengrippe bei sich feststellen, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen. Zwar kann der Ihnen mit Medikamenten auch nicht viel weiterhelfen, aber er wird Sie krankschreiben. Es ist wichtig, dass Sie die Augengrippe komplett ausheilen lassen, denn sie ist sehr ansteckend. Am besten ist es daher, wenn Sie Ihrer Arbeitsstelle drei Wochen lang fernbleiben.

Ursache der Augengrippe: Adenoviren

Die Auslöser für eine Augengrippe sind die hochinfektiösen Adenoviren. Eine Ansteckung geht leider sehr schnell: Die Erreger befinden sich in der Tränenflüssigkeit. Da Betroffene sich oft unwillkürlich die Augen reiben, haben sie die Erreger auch an den Fingern und übertragen sie zum Beispiel beim Händeschütteln oder über Türklinken.

Krankheitsverlauf der Augengrippe

Ist das Virus im Auge gelandet, treten etwa sechs bis neun Tage nach der Infektion die ersten Symptome der Augengrippe auf. Jetzt ist der Gang zum Arzt angebracht, der die Erkrankung  im Gegensatz zu einer normalen Bindehautentzündung auch dem Gesundheitsamt melden muss.

Es dauert in der Regel etwa zwei Wochen, bis die Symptome der Augengrippe wieder ganz verschwunden sind. Manche Patienten brauchen allerdings auch vier bis sechs Wochen, bis sie nach der Adenovireninfektion wieder normal sehen.

Ist die Augengrippe gefährlich?

Eine Augengrippe ist oft lästig und unangenehm, aber für sich genommen nicht gefährlich.

Allerdings treten in einem Viertel aller Fälle Folgeschäden in Form von Hornhauttrübungen auf. Ist Ihr Sehvermögen nach etwa 14 Tagen noch nicht wiederhergestellt, sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt darüber.

Therapie bei Augengrippe

Sind Sie von einer Augengrippe betroffen, verschreiben Ärzte oftmals Augentropfen und in besonders schweren Fällen Cortison gegen die Schwellung. Gerade im Bereich der Augen ist das aber nicht ohne Risiko, daher ist es besser, die Erkrankung ohne Cortison zu überstehen. Antibiotika helfen nicht weiter, da sie gegen Viren nichts ausrichten können.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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