Willkommen im Club: So funktionieren Investmentclubs
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Willkommen im Club: So funktionieren Investmentclubs

An der Börse mit Aktien Gewinn zu erzielen, ist ein verlockender Gedanke. Doch viele kennt sich mit den Regeln und Abläufen an der Börse nicht gut genug aus, um vor Verlusten sicher zu sein. Für sie können Investmentclubs eine Alternative darstellen. Wir verraten, wie das gemeinsame Spekulieren genau funktioniert.

Geteiltes Risiko ist halbes Risiko

Immer wenn eine Aktie klettert, kommt der Gedanke: Hätte ich die doch gekauft! Fällt der Kurs eines anderen Wertpapiers, ist man froh, es nicht zu besitzen. Ohne genaue Kenntnisse der Trends und wichtigsten Papiere zögern viele Interessierte, ihr Geld beim Aktienkauf aufs Spiel zu setzen. Und jeder kennt jemanden, der im Rahmen der Börsenbegeisterung in den Neunzigern anfangs Geld gewonnen, aber dann alles wieder verloren hat.

An der Börse aktiv sein, aber dabei kein unabsehbares Risiko eingehen: Das ist die Idee der Investmentclubs, eine Art geselliger Kreise mit moderaten Gewinnerzielungsabsichten. Es sind lockere Zusammenschlüsse von Menschen, die gemeinsam überschaubare Summen an der Börse investieren wollen. Alle bringen ihr Wissen ein, diskutieren kritisch Trends und kurzlebige Phänomene und fachsimpeln, welches Wertpapier vielleicht Gewinn und welches eher Verlust Verlust machen wird.

Moderates Investment, überschaubare Gewinne

Mitglieder von Investmentclubs fühlen sich zumeist sicher, weil die Entscheidung für oder gegen den Kauf bestimmter Papiere demokratisch getroffen wird. Die Mehrheitsmeinung entscheidet. Gibt es mal einen Verlust, tragen ihn alle zu gleichen Teilen. Das persönliche monatliche Investment beträgt oft nur zwischen 50 und 100 Euro. Man zahlt auf ein gemeinsames Konto ein, von dem aus die Aktien gekauft werden. Das insgesamt angelegte Vermögen des Clubs kann dabei in die Hunderttausende gehen und sogar die Millionengrenze überschreiten. Laut Schätzungen gibt es in Deutschland mehrere Hundert solcher Anlegergemeinschaften.

Clubs meist mit kleinem, vertrautem Mitgliederkreis

Fast alle Investmentclubs bleiben bewusst eine kleine Runde. Oft kennt man sich schon länger und möchte im vertrauten Kreis aktiv sein. Ab einem Investitionsvolumen von 500.000 Euro und mit mehr als 50 Mitgliedern unterliegt ein Club allerdings auch der Börsenaufsicht und muss viele formale Auflagen erfüllen. Da bevorzugen es die meisten, ihre Investments als nettes und hoffentlich lukratives Hobby zu betreiben.

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