Bettwäsche wechseln: Das passiert, wenn man es zu selten tut
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Bettwäsche wechseln: Das passiert, wenn man es zu selten tut

Bettwäsche wechseln gehört genauso auf die To-Do-Liste der Haushaltspflichten wie Kühlschrank auswischen und Bad reinigen. Denn wenn Laken und Bezüge nicht regelmäßig ausgetauscht werden, kann es sehr schnell sehr unappetitlich werden.

Milben: Ungebetene Untermieter in den Laken

Im Bett liegt man niemals allein. Millionen Milben leisten uns hier Nacht für Nacht Gesellschaft. Die winzigen Spinnentiere haben es sich nicht nur häuslich im Bett eingerichtet, sie hinterlassen auch ihren Kot in Matratze, Bettwäsche und Bettbezug. Keine besonders schöne Vorstellung, oder? Gegen den Milbenzirkus kann man sich aber wehren, wenn man Kissen und Decke täglich ausschüttelt und lüftet, die Matratze häufig absaugt und vor allem die Bettwäsche regelmäßig reinigt. Aber wie oft muss man die Bettwäsche wechseln? Das kommt ganz auf Ihre Schlafgewohnheiten und die Intensität an, mit der Sie Ihr Bett nutzen.

Bettverschmutzer unter der Lupe

Wie jedes andere Tier benötigen auch Milben Nahrung, um überleben zu können. Dabei sind sie nicht sehr wählerisch: Vor allem Hautschuppen stehen auf ihrer Speisekarte. Je weniger sie davon finden, desto schlechter lebt es sich in Ihrem Bett. Doch neben den Milben sammelt sich auch so manch anderes in der Bettwäsche, was dort eigentlich nicht hingehört: Schweiß, Tierhaare, Essensreste, Körpersekrete. Wenn Sie also Ihr Bett mit Ihrem Kater teilen, gern im Bett noch einmal in die Chipstüte greifen, unter Käsefüßen leiden oder ein sehr reges Sexleben führen, sollten Sie häufiger Ihre Bettwäsche wechseln als jemand, der sein Bett weniger intensiv nutzt.

Bei starker Nutzung empfiehlt es sich, einmal in der Woche das Bett frisch zu beziehen. Das gilt vor allem für die heißen Sommermonate, denn dann sammelt sich vermehrt Schweiß in den Stoffen. Gehören Sie hingegen zu denjenigen, die das Bett nur im moderaten Ausmaße und lediglich zum Schlafen nutzen, reicht es, wenn Sie im 14-Tage-Rhythmus die Bettwäsche wechseln.

Tipps zur effektiven Reinigung

Am besten wäscht sich Bettzeug mit einem Universal- oder Vollwaschmittel und bei 60 Grad Waschtemperatur. Hierbei müssen Sie natürlich berücksichtigen, ob das Bettzeug für eine heiße Wäsche geeignet ist. Ob das der Fall ist, verrät das Wäscheetikett. Bei empfindlichen Laken, die nur eine 40-Grad-Wäsche vertragen, können Sie zusätzlich einen Hygienespüler einsetzen, um Bakterien und Viren loszuwerden. Da Hygienespüler die Umwelt belasten, sollten Sie diese nur bei Bedarf anwenden - etwa nach einer überstandenen Magen-Darm-Grippe

Wenn Sie in kurzen Abständen die Bettwäsche wechseln und richtig waschen, schlafen Sie sehr hygienisch. Allerdings ist es auch wichtig, Kopfkissen und Bettdecke hin und wieder zu reinigen. Hier reicht es allerdings aus, das Bettzeug ein- bis zweimal im Jahr in die Waschmaschine zu stecken.

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Autor/-in
Franziska Studtfeld
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