Fristen einhalten

Nicht immer können Sie bei einem Wohnungswechsel sicherstellen, dass sich Ihre Mietverhältnisse nicht überschneiden. Müssen Sie etwa die neue Wohnung schon zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb der Kündigungsfrist der alten Wohnung beziehen, müssen Sie zumeist in den sauren Apfel beißen und für die entsprechende Zeit doppelte Miete zahlen. Allein dadurch summieren sich die Kosten für den Umzug. Haben Sie das Glück, dass Ihr erstes Mietverhältnis exakt mit dem Beginn des zweiten endet, sparen Sie schon eine nicht geringe Summe ein.

Wissen Sie schon, dass Sie demnächst umziehen möchten, sollten Sie außerdem auch Ihre Verträge für Strom, Wasser und Telefon überprüfen: Stellen Sie fest, wie lange hier Ihre Kündigungsfristen laufen, und kündigen Sie termingerecht. So kommen Sie nicht in die Verlegenheit, hier noch Gebühren zahlen zu müssen, obwohl Ihr Mietverhältnis schon beendet ist.

Die Kautionssumme

Leider gehört die Kaution zu den Posten, die bei einem Umzug die Kosten unweigerlich in die Höhe treiben. Der Vermieter erhebt die Kaution in Höhe von zwei Kaltmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer, um damit gegebenenfalls nach Beendigung des Mietverhältnisses anfallende Schäden auszugleichen oder sie im Falle eines Mietverzugs einzubehalten. Zahlen Sie pünktlich Ihre Miete und hinterlassen die Wohnung ordentlich und mit allen vereinbarten Reparaturen und Renovierungen, bekommen Sie das Geld später zurück.

Umzug: Kosten durch Renovierungen

In fast jedem Mietvertrag ist festgehalten, dass der Mieter nach einer gewissen Zeit bestimmte Schönheitsreparaturen vornehmen muss. Dazu gehören zum Beispiel Tapezieren oder Streichen. Haben Sie nur sehr kurz in der Wohnung gelebt, müssen Sie die Arbeiten möglicherweise noch nicht durchführen. Beachten Sie also genau die Fristen, damit Sie gegebenenfalls die Kosten für Tapeten, Farben oder auch den Maler sparen können. Auch in der neuen Wohnung müssen Sie manchmal noch etwas tun, etwa, wenn Ihnen die Wandfarbe nicht gefällt oder wenn Sie einen anderen Bodenbelag wünschen. Auch hier sollten Sie sorgfältige Vergleiche bei den Preisen für Materialien und Handwerker anstellen.

Lohnt sich ein Umzugsunternehmen?

Je nachdem, wie viele Möbel Sie haben, wie groß die Wohnungen sind und welche Strecke Sie zurücklegen müssen, kann es sich für Sie lohnen, ein Umzugsunternehmen zu engagieren – entsprechende Adressen in Ihrer Umgebung finden Sie, wenn Sie unter diesen Artikel scrollen. Die meisten Unternehmen bieten unterschiedliche Pakete an: Wenn für Ihren Umzug die Kosten egal sind, Sie aber Zeit sparen möchten, können Sie die Fachleute alle anfallenden Arbeiten erledigen lassen: Das Umzugsunternehmen stellt und befüllt die Kartons, baut Ihre Möbel ab, verstaut fachgerecht und sorgfältig alles im Umzugswagen, fährt Ihre Habseligkeiten zur neuen Wohnung, trägt sie hinein und baut die Möbel wieder auf. Erfragen Sie auf jeden Fall, inwieweit das Umzugsunternehmen versichert ist, denn bei aller Vorsicht kann im Eifer des Gefechts etwas zu Bruch gehen.

Sie können mit dem Umzugsunternehmen auch vereinbaren, dass Sie einen Teil der Arbeiten selbst erledigen. Möchten Sie die Möbel zum Beispiel selbst ab- und aufbauen oder haben Sie genügend Kartons, die Sie frühzeitig befüllen können, buchen Sie beim Unternehmen nur den Transport Ihrer Möbel. Holen Sie ruhig von mehreren Umzugsunternehmen Kostenvoranschläge ein: Die Kosten für den Umzug können sich stark unterscheiden.

Sparen dank Freunden

Haben Sie geschickte Freunde, die Ihnen zur Hand gehen, können Sie sich das Umzugsunternehmen sparen. Allerdings müssen Sie hier andere Kostenpunkte bedenken. Zum Beispiel ist es Ehrensache, dass Sie genügend Getränke und ein stärkendes Essen für Ihre fleißigen Helfer zur Verfügung stellen. Außerdem müssen Sie sich selbst um einen Wagen kümmern, der eine ausreichende Größe für Ihre Habseligkeiten hat. Vermessen Sie also Ihre Möbel und überschlagen Sie, wie viele Kartons Sie brauchen. Dann informieren Sie sich über die Preise für einen entsprechend großen Mietwagen. Rechnen Sie auch die Preise für die Strecke und das Benzin mit ein. Unter der Woche zahlen Sie für einen Sprinter oder Lkw weniger als am Wochenende.

Entrümpeln Sie Keller, Schränke und Regale sorgfältig, um Platz im Transporter zu sparen. Zu den Kosten für den Umzug kommen gegebenenfalls noch Reservierungsgebühren für einen Parkplatz vor dem Haus und die Anschaffungskosten für die Umzugskartons hinzu. Letztere finden Sie oft relativ günstig in Kleinanzeigen online.

Simon Meyer
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