Aussaat: 5 Tipps zum Säen von Gemüse im Frühjahr
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Aussaat: 5 Tipps zum Säen von Gemüse im Frühjahr

Die Aussaat und Anzucht von Gemüse- und Blumenpflanzen im Frühjahr lohnt sich – nicht zuletzt, weil Saatgut deutlich günstiger ist als Jungpflanzen und Sie die volle Kontrolle über Ihre eigene Zucht im Garten haben. Hier finden Sie fünf Tipps zum Gemüsesäen.

1. Aussaat auf der Fensterbank erst ab März

Eine Faustregel besagt, dass Sie mit der Aussaat von Gemüse im Haus bis zum 1. März warten sollen, da das Sonnenlicht vorher noch nicht ausreicht. Zwar kann die Heizung unter der Fensterbank für Wärme sorgen, doch das Licht der Sonne fehlt trotzdem. Wer sich nicht gedulden mag, kann bei einer früheren Aussaat mit einer Pflanzenleuchte für das nötige Licht sorgen. Im Gewächshaus herrschen bessere Lichtverhältnisse, sodass Sie hier auch schon früher aussäen können.

2. Spezielle Aussaat-Erde benutzen

Für die erfolgreiche Aussaat von Gemüse und Blumen sollten Sie Aussaat-Erde verwenden. Sie hat weniger Nährstoffe als herkömmliche Pflanzerde, sodass die Sämlinge am Anfang nicht “überfüttert” werden. Dank der Aussaat-Erde bilden die Sämlinge kräftige Wurzeln aus. Hochwertige Erde zum Aussäen wird bei der Herstellung mit Wasserdampf sterilisiert, sodass Krankheitserreger und Pilzsporen von vornherein abgetötet werden.

3. Zwei Erdschichten im Aussaat-Gefäß verwenden

Viele Hobbygärtner schwören darauf, zwei Sorten von Erde im Pflanzgefäß aufeinander zu schichten. Füllen Sie Ihr Aussaat-Behältnis zur Hälfte mit herkömmlicher Pflanzerde und verteilen Sie darauf eine ebenso dicke Schicht Aussaat-Erde. Die Sämlinge bilden so zunächst viele kräftige Wurzeln und wachsen anschließend in die nährstoffreichere Erdschicht hinein, die sie mit allem versorgt, was sie brauchen.

4. So säen Sie Licht- und Dunkelkeimer aus

Einige Samen brauchen mehr, andere weniger Licht, um zu keimen. Lichtkeimer, darunter etwa Sellerie, Kresse, Dill und Fingerhut, legen Sie auf die Aussaat-Erde, drücken sie etwas an und sieben anschließend etwas Sand darauf. Dunkelkeimer wie Kürbis, Zuckermais oder Steckrosen hingegen müssen deutlich tiefer gesät und gut mit Erde bedeckt werden.

Kennen Sie die Keimbedingungen Ihrer Pflanzen nicht genau, können Sie guten Gewissens diese Faustregel anwenden: Bedecken Sie grundsätzlich alle Samen mit einer Erd- oder Sandschicht. Ganz feines (staubfeines) Saatgut wird mit einer Schicht bedeckt, die dem einfachen bis doppelten Korndurchmesser entspricht, bei gröberen Samenkörner darf es das Dreifache bis Vierfache des Korndurchmessers sein.

5. So pikieren Sie richtig

Wenn aus den Samen Sämlinge werden, beengen sie sich im Pflanzgefäß irgendwann und wachsen zu schnell in die Höhe, um genügend Licht abzubekommen. Wenn sich die Keimblätter und die ersten richtigen Blätter entfaltet haben, sollten Sie Ihre Sämlinge mit einem Pikierstab vorsichtig in ein neues Gefäß umsiedeln, wo sie einzeln weiterwachsen können. Es gilt: Je eher Sie Sämlinge pikieren, desto kleiner ist die Wachstumsunterbrechung. Im Video sehen Sie, wie das Pikieren gelingt:

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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