Wurzelgemüse: Diese Arten sind lecker und gesund!
© RenoMark/ iStock/Thinkstock
Letztes Update am: 

Wurzelgemüse: Diese Arten sind lecker und gesund!

Möhren, Kartoffeln und andere Wurzelgemüse-Arten werden in der Küche eher stiefmütterlich behandelt. Dabei sind die Rüben und Knollen wahre Gesundbrunnen und helfen teilweise sogar gegen Krankheiten. In ihnen speichern die Pflanzen schließlich alle wichtigen Inhaltsstoffe.

Wunderknolle Rote Bete

Vor allem im Winter schlägt die Stunde der bunten Vielfalt der Wurzelgemüse-Arten. Denn dann haben die tollen Knollen Hauptsaison. Die Rote Bete zum Beispiel beinhaltet viele wichtige Spurenelemente und Mineralien, etwa

Frische Rote Beete ist außerdem ein wunderbarer Folsäure-Lieferant. Darüber hinaus aber birgt der rote Farbstoff eine Menge Antioxidantien – also Stoffe, die im Körper freie Radikale abfangen, ehe sie Schaden anrichten können. Außerdem ist Nitrat enthalten, das den Blutdruck senkt. Und wer eine Erkältung und Kopfschmerzen nahen fühlt, sollte sich die Knolle zubereiten: Sie lindert die Beschwerden. Ein vielseitiges Talent!

Obwohl Rote Beete Kalzium und Eisen enthält, sollten Sie bei Kalzium- oder Eisenmangel nur sparsam davon essen. Was paradox klingt, hat einen Grund: Das Wurzelgemüse enthält Oxalsäure, die die Eisen- und Kalziumaufnahme des Körpers hemmt.

Karotten fürs Anti-Aging

Karotten enthalten sehr viel Beta Carotin, auch als Provitamin A bekannt. Mit ein wenig Fett wird daraus Vitamin A, das nicht nur gut für die Augen ist, sondern auch der Haut und den Knochen dabei hilft, sich zu regenerieren. Mit dem Wurzelgemüse können Sie daher vorzeitigen Alterserscheinungen vorbeugen. Darüber hinaus enthalten Möhren Eisen, Natrium und Vitamin B sowie Pektin, das zu einem gesunden Cholesterinspiegel beitragen kann.

Pikanter Rettich, Radieschen und Meerrettich gegen Erkältung

Er ist scharf und äußerlich eher unansehnlich, aber er hat es in sich! Der Rettich wirkt verdauungsfördernd, weshalb er auch mit schweren Speisen zusammen genossen werden kann. Außerdem regt er den Appetit an.

Gegen Blähungen, Verstopfung und Durchfall sind noch andere Wurzelgemüse-Arten ein wirksames Mittel. Neben Rettich lindern auch Radieschen Verdauungsbeschwerden. Dazu helfen sie bei einer Erkältung durch ihre schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. Der scharfe Meerrettich stärkt die Abwehrkräfte und bekämpft dank seiner ätherischen Öle Bakterien und Pilze. Auch Rettich wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt.

Pastinaken wie bei Oma

Die Pastinake gehört zu den Wurzelgemüse-Arten, die durch die Kartoffel ein wenig verdrängt wurden. Dabei gibt es keinen Grund, die Wurzeln von Ihrem Speiseplan zu verbannen. Sie bringen nämlich neben vielen wichtigen Mineralien auch ein hohes Maß an Folsäure mit sich. Und die braucht unser Körper, um die Zellen zu erneuern. Außerdem ist sie notwendig zur Blutbildung. Vor allem Schwangere müssen auf eine ausreichende Folsäure-Versorgung achten.

Wenn Sie des Öfteren mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen haben – etwa bei einem Reizdarm oder Reizmagen – ist die Pastinake wunderbar für Sie geeignet. Ihre ätherischen Öle fördern die Verdauung und wirken antibakteriell. Pastinaken sind auch eine tolle Zutat für Babynahrung.

Topinambur für eine gesunde Leberfunktion

Die Topinambur wird auch Indianerkartoffel genannt. Sie stammt aus Nordamerika, sollte aber auch auf den hiesigen Tischen Platz finden. Sie ist vor allem für Diabetiker interessant, da sie kaum Zucker, dafür aber das Ersatzkohlenhydrat Inulin enthält. Dies kann ohne Insulin verdaut werden und hilft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Und ganz nebenbei steckt die Knolle auch noch voller Vitamine.

Topinambur können Sie entweder roh verzehren oder ähnlich wie Kartoffeln verarbeiten. Die Knollen sollen überdies einer gesunden Funktion verschiedener Organe zuträglich sein, darunter:

  • Bauchspeicheldrüse
  • Galle
  • Magen
  • Leber

Gesund durch den Winter mit der Steckrübe

Manch einen Vertreter der älteren Generation erinnert die Steckrübe an harte Winter. Aber genau diese Jahreszeit lässt sich mit der Wurzelknolle besser überstehen, denn kaum ein anderes Gemüse bringt eine so exzellente Balance aller wichtigen Vitamine und Mineralstoffe mit sich.

Steckrüben sind reich an Vitamin C und anderen gesunden Nährstoffen, die zu einem kräftigen Immunsystem beitragen. Des Weiteren wird dem Wurzelgemüse nachgesagt, das Krebsrisiko dank enthaltener Antioxidantien zu senken.

Knollensellerie als Aphrodisiakum?

Knollensellerie kann nicht nur schädliche Bakterien und Pilze im Mundraum und Magen bekämpfen, sondern wirkt angeblich sogar aphrodisierend. Das ätherische Öl Apiin soll die Produktion von Sexualhormonen anregen. So oder so ist Knollensellerie aber sehr gesund und es schadet nicht, wenn er häufiger auf den Teller kommt.

Wurzelgemüse zubereiten: Tipps für die heimische Küche

Sie können Wurzelgemüse kochen, zu Salat verarbeiten oder einen leckeren Auflauf daraus backen – die Zubereitungsmöglichkeiten sind schier grenzenlos. Auch Suppen, Eintöpfe und Pürees mit verschiedenen Wurzelgemüse-Arten bringen Sie gesund durch die kalte Jahreszeit.

Die meisten Sorten können Sie roh essen. Nur Kartoffeln und Steckrüben sollten Sie gut durchgaren und nicht ungekocht verzehren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
GS
Gisèle Schneider
Autor/-in
Gesunde Ernährung und Sport sind für Gisèle Schneider nicht nur im Alltag wichtige Themen. Seit Jahren behandelt Sie in Ihren Artikeln Fragen rund um Sport, Ernährung und Medizin.
Gisèle Schneider
Wie finden Sie diesen Artikel?