Woran Sie erkennen können, dass Ihr Kind Drogen nimmt
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Woran Sie erkennen können, dass Ihr Kind Drogen nimmt

Vermuten Sie, dass Ihr Kind Drogen nimmt, ist dies Anlass zur Sorge. Überstürzen sollten Sie trotzdem nichts. Beobachten Sie es auf verschiedene Anzeichen hin, und suchen Sie das Gespräch, wenn Sie denken, dass Ihr Verdacht begründet ist. Wir erklären Ihnen, was auf einen Drogenkonsum hindeuten kann.

Alle Teenager verändern sich

Grundsätzlich müssen Sie nicht sofort davon ausgehen, dass Ihr Kind Drogen nimmt, wenn es sich seltsam verhält: In der Pubertät verändern sich Heranwachsende stark und müssen sich mit den neuen Begebenheiten ihrer Umwelt erst einmal zurechtfinden. Sie entwickeln ein ausgeprägtes Schamgefühl, brauchen viel Privatsphäre. Schnell sind ihnen Dinge peinlich, sie fühlen sich unverstanden und sind besonders emotional. Das sind allerdings nur die ganz normalen Regungen, die der neu gemischte Hormoncocktail in ihren Köpfen anrichtet. Stimmungsschwankungen und Desinteresse in der Schule müssen ebenfalls keine schwerwiegenden Gründe haben.

Mögliche körperliche Anzeichen für Drogen

Ist Ihr Kind plötzlich dauernd müde, hat es einen fahlen Teint und stumpfe oder gerötete Augen, kann das darauf hindeuten, dass es unerlaubte Substanzen zu sich nimmt. Auch plötzliches Zittern oder Schweißausbrüche können Anzeichen sein, ebenso wie eine auffallende Appetitlosigkeit, wenn es in diesem Bereich nie Probleme gab. Diese Tatsachen allein reichen aber für einen begründeten Verdacht nicht aus, denn auch Liebeskummer oder Infektionen können solche Auswirkungen haben.

Verhaltensänderung beim Kind unter Drogen

Besonders oft geht der Konsum unerlaubter Rauschmittel mit einem Nachlassen der schulischen Leistungen in sämtlichen Fächern einher. Hat Ihr Nachwuchs plötzlich einen anderen Freundeskreis oder wechselt er die Freunde häufig, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass er seine Zeit mit dem Genuss illegaler Substanzen verbringt. Auch ein Nachlassen von sozialen oder sportlichen Aktivitäten kann unter Umständen mit dem Genuss von Rauschmitteln zusammenhängen.

Wenn das Kind Drogen nimmt: Gespräch suchen

Es ist extrem schwierig für Eltern, richtig zu reagieren, wenn ihr Kind Drogen nimmt. Im Teenageralter wissen Jugendliche grundsätzlich alles besser und lassen sich ungern etwas sagen. Haben Sie das Gefühl, zu wenig Fachwissen zu haben, sollten Sie sich an eine Beratungsstelle wenden – entsprechende Anlaufstellen finden Sie unter diesem Artikel gelistet. Sie bekommen hier Material, anhand dessen Sie Ihrem Kind die möglichen Auswirkungen des Konsums klarmachen können. Sprechen Sie keine direkten Verbote aus – das wirkt eher verlockend als abschreckend. Erklären Sie Ihre Missbilligung, verzichten Sie aber auf Vorwürfe und Schuldzuweisungen. Und nicht zuletzt sollten Sie dem Kind auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen wie Alkohol vorleben: Übertreiben Sie es nicht und verzichten Sie auf härtere Genussmittel.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

S H
Autor/-in
Svenja Hauke
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