Wie lange maximal ohne Essen?
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Wie lange maximal ohne Essen?

Das Heilfasten verzichtet während den Fastentagen vollständig auf feste Nahrung. Nur Wasser, Flüssigkeit in Form von Brühen, Tees und Säften oder Smoothies werden dem Körper zugeführt, um den Nährstoffbedarf minimal und doch bestmöglich zu decken. Doch wie lange sollte der Körper beim Fasten ohne feste Speisen bleiben? Und wie lange darf gefastet werden, ohne dass der Organismus Schaden nimmt?

Fastenzeit variiert nach Form der Fastenkur

Der gesunde Mensch kann lange Zeit ohne feste Nahrung auskommen, sofern die Zufuhr von Nährstoffen und Flüssigkeit optimal angepasst wird. Dennoch sollten die positiven Effekte der Heilfastenkur nicht durch zu lange Fastenzeiten ins Gegenteil gewendet werden. Menschen mit Vorerkrankungen sollten ausschließlich in Begleitung versierter Ärzte und / oder Ernährungstherapeuten fasten. Deren Vorgaben zur Länge der Fastenkur sollten nicht überschritten werden, da diese Vorgaben individuell auf den Fastenden zugeschnitten werden. Meist wird auch in diesen Fällen eine Fastenkur mit einer Planlänge zwischen fünf und zehn Tagen ausgearbeitet.

Optimale Ergebnisse nach zehn Tagen fasten 

Der gesunde Mensch mit Fastenerfahrung kann optimale Ergebnisse erzielen, wenn rund zehn Tage gefastet wird. Fastenanfängern wird je nach Art der Heilfastenkur ein ebensolcher Zeitraum empfohlen, alternativ sollten wenigstens fünf bis sieben Tage eingehalten werden. Doch auch bei Fastenerfahrung und guter Verträglichkeit sollte das Fasten nicht länger als vier Wochen umgesetzt werden. In diesem Zeitraum sind beim normal gesunden Menschen sämtliche Nährstoffdepots aufgebraucht, weshalb es dann zu Mangelerscheinungen und Mangelerkrankungen kommen kann. 

Nach der Umstellung: Wohlbefinden als Indikator für die gute Fastenlänge

In den ersten Tagen der Fastenkur wird der Körper von Schlacken und Schadstoffen befreit. Auch die Ausleitung von Stoffen aus Genussmitteln wie Kaffee, Zucker und andere oft verwendete Stoffe kann bei der Fastenkur erfolgen. Entsprechend können in den ersten Tagen der Fastenkur Befindlichkeitsstörungen auftreten. Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Müdigkeit und Schüttelfrost können ebenso dazu gehören wie Übelkeit und nagendes Hungergefühl. In der Regel lassen sich diese Begleiterscheinungen des Ausleitungsprozesses durch viel Flüssigkeit, frische Luft und Bewegung lindern. Diese Phase dauert bis zu fünf Tage an, weshalb eine Fastenkur mit 10 Tagen als besonders zielführend angesehen wird. 

Fasten vorzeitig abbrechen kann zu Beschwerden führen 

Nach dieser Phase beginnt der Körper ein neues Wohlbefinden zu entwickeln. Wird das Fasten vor diesem Zeitraum abgebrochen, kann es zu Verdauungsstörungen und neuerlichen Beschwerden kommen, was sich insbesondere verstärkt, wenn zu schnell zu den alten Ernährungsgewohnheiten zurückgekehrt wird. Hält der Fastende hingegen durch, folgt nun meist die besonders geschätzte Hochstimmung. Der von den Schlacken befreite Körper beginnt sich zu regenerieren, viele Fastende fühlen sich nun leicht und angenehm frisch. Hält dieses Wohlgefühl an, kann das Fasten problemlos weitergeführt werden. 

Fastenbrechen mit Aufbautagen 

Beginnen sich die Vorzüge ins Gegenteil zu verkehren, ist es an der Zeit, die Fastenkur zu beenden. Die nun folgenden Aufbautage sollten genutzt werden, um den Körper und den Verdauungstrakt mit leicht verdaulichen Speisen wieder an die feste Speisenzufuhr zu gewöhnen. Je länger gefastet wurde, desto mehr Aufbautage sollten einhalten werden - je angebrochener Woche kann ein Fastenaufbautag eingeplant werden, um zu einer im besten Fall gesunden und ausgewogenen Ernährung zurückzukehren.

Nach fünf Tagen sind Schadstoffe aus dem Körper ausgeleitet

Der förderliche Effekt der Fastenkur beginnt im Grunde erst dann, wenn alle Schadstoffe und Schlacken aus dem Körper ausgeleitet sind. Dies ist nach ungefähr fünf Tagen der Fall, wenn sich auch das Wohlbefinden durch das Heilfasten einstellt. Entsprechend kann ein Verzicht auf Speisen für ein oder zwei Tage noch nicht als klassischen Fasten verstanden werden. Zwar können solche Fastentage den Körper entlasten, doch sie können nicht die Vorzüge einer Heilfastenkur erzielen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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