Wer sollte nicht heilfasten?
© SbytovaMN/iStock / Getty Images Plus
(0)

Wer sollte nicht heilfasten?

Wenngleich das Heilfasten bei vielen Beschwerden und Krankheitsbildern Linderung verschaffen kann, ist eine Kur nicht für jeden geeignet. Möchten Sie gerne fasten, kann das Gespräch mit dem versierten Arzt eine Hilfestellung für Alternativen bieten, wenn Sie aufgrund persönlicher Umstände nicht heilfasten dürfen. Wir erläutern Ihnen, welche Personengruppen nicht oder nur mit Einschränkungen eine Heilfastenkur umsetzen dürfen.

Kinder und Jugendliche sollten nicht heilfasten

Der Nachwuchs hat in der Regel noch keinen Bedarf zu fasten - sollte es aufgrund der komplexen Entwicklung und der damit wichtigen Zufuhr von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen jedoch auch nicht.

Unterbrechungen in der ausgewogenen Nährstoffzufuhr können in Wachstums- und Entwicklungsphasen zu schwerwiegenden Problemen führen. Hierzu zählen unter anderem Stoffwechselprobleme sowie damit verbundene Erkrankungen.

Schwangere und Stillende sollten auf das Fasten verzichten 

In der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit birgt das Heilfasten Risiken für die Mutter und das Kind. Die Nährstoffversorgung sollte für das Baby entsprechend wie in der Kindheit nicht unterbrochen werden, um die gesunde Entwicklung nicht zu gefährden. Auch können während dem Heilfasten Giftstoffe aus dem Gewebe gelöst werden. Diese können über die Blutbahn oder die Muttermilch in den Kindesorganismus gelangen und dort schädliche Effekte verursachen. 

Heilfasten für Senioren (als Erstfaster)? 

Die Entscheidung im Für und Wider einer Heilfastenkur bei Senioren sollte im Einzelfall getroffen werden. Ältere Menschen, die schon früher oft gefastet haben und sich einer guten Konstitution erfreuen, können gegebenenfalls nach Absprache und Untersuchung durch den Arzt eine Fastenkur durchführen. Wer jedoch im Alter bis 65 Jahren noch nicht gefastet hat, sollte nur sehr bedingt und unter fachkundiger Anleitung eine Fastenkur umsetzen, im Zweifelsfall jedoch besser verzichten. 

Für Menschen mit Vorerkrankungen kann Heilfasten zur Gefahr werden 

Während zahlreiche Erkrankungen durch eine Heilfastenkur Linderung erfahren, gibt es zahlreiche Vorerkrankungen, die eine Fastenkur zu einer Gefahr werden lassen können. So sollten Menschen mit einer Essstörung (z.B. Bulimie, Magersucht, Esssucht) ebenso wenig Fasten wie Personen mit Niereninsuffizienz, Herzproblemen, Lebererkrankungen, Anämien oder Krebserkrankungen.

Bei Diabetes kommt es auf den Typus an: Typ 1 wird in der Regel vom Fasten dringend abgeraten, während der Typus 2 über die gut begleitete Fastenkur von den Vorzügen profitieren kann. Da das Fasten mitunter mental sehr anstrengend sein kann, wird auch Menschen mit psychischen Erkrankungen von Fastenkuren abgeraten.

Gesunde Menschen, die sich beim Fasten nicht wohlfühlen

Vielleicht sind Sie rundum gesund, können sich jedoch mental nicht auf das Heilfasten einlassen. Wer sich mit dem Gedanken an die Fastenkur nicht anfreunden kann, sollte sich auch bei entsprechender Empfehlung nicht dazu zwingen. Der körperliche Nutzen kann nur dann zum Tragen kommen, wenn die mentale Belastung durch den Zwang nicht das seelische Wohlbefinden beeinträchtigt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?