Gesünder Leben
Welche Tees darf ich trinken?
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Welche Tees darf ich trinken?

Zu den wichtigsten Aspekten beim Heilfasten gehört die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Mindestens 2 Liter, besser sogar 3 Liter, sollten täglich getrunken werden, um das Ausschwemmen von Schlacken, Giften und anderen unerwünschten Stoffen im Körper zu fördern. Besonders Tee gilt als gutes Getränk, da er den Körper je nach Art bei der Reinigung oder in der Nährstoffzufuhr unterstützt. Doch welche Teesorten sind erlaubt, welche eher ungeeignet? Und darf man den Tee nach belieben Süßen?

Welche Teesorten sind für das Heilfasten geeignet?

Grundlegend bieten alle Kräuter und Tees mit entschlackender, appetithemmender oder entwässernder Wirkung die optimale Unterstützung für das Heilfasten. Beliebte Teekräuter für das Fasten finden sich in Brennnesseln, Minzen wie Pfefferminze und Nanaminze, Lavendel, Melisse, Frauenmantel, Salbei, Kamille, Schafgarbe oder Löwenzahn.

Diese Teekräuter unterstützen die Reinigungsprozesse im Körper, enthalten Bitterstoffe für die Leberfunktion, entschlacken und entwässern oder bieten einen beruhigenden Einfluss auf den Verdauungsapparat. Besonders Brennnessel und Löwenzahn fördern mit ihrer harntreibenden Wirkung die Ausleitung, sollten jedoch entsprechend am Abend vermieden werden, damit die Nachtruhe nicht gestört wird. Kamille, Lavendel und Minze wirken zudem ausgleichend auf das Gemüt, wenn beim Fasten Anspannung und innere Unruhe auftritt. Die Teekräuter können zudem nicht nur getrunken werden, sondern auch als Badekräuter zum Einsatz kommen.

Auch Fastentee-Mischungen bieten gute Unterstützung

Teemischungen mit diesen Kräutern haben eine förderliche Wirkung. Bei der eigenen Herstellung von Mischungen können die Blätter von Brombeere, Himbeere und Erdbeere gute Ergänzungen sein. Daneben sind alle wohlschmeckenden Tees geeignet, die auf unnatürliche Zusätze verzichten. Zudem können fertige Fastentee-Mischungen von bewährten Qualitätsherstellern eine geschmackliche Abwechslung bieten, die zudem auf die Bedürfnisse des Körpers beim Fasten abgestimmt sind. Neben den Kräutertees erfreuen sich Tees mit Ingwer, Matetee oder auch Roibusch- und Honeybusch als leckere Zusätze der Teezubereitungen beim Fasten. 

Auf diese Teesorten sollten Sie beim Heilfasten besser verzichten

Nur in kleinen Mengen oder besser gar nicht sollten anregende Tees getrunken werden, die einen starken Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System besitzen. Dies trifft beispielsweise auf schwarzen Tee oder Grüntee mit langer Ziehzeit zu, da sie den gesamten Organismus aktivieren und somit auch auf den Verdauungstrakt wirken. Gegen eine Tasse am Morgen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen, spricht in diesem Zusammenhang jedoch nichts. Im Gegenteil empfiehlt sich diese Vorgehensweise sogar mit Menschen mit einem niedrigen Blutdruck als bekömmlichere Alternative zu Kaffee.

Weitestgehend vermieden werden sollten appetitanregende Kräuter und Gewürze wie Wermut, Koriander, Tausendgüldenkraut, Hopfen oder Kümmel und Fenchel. Zudem sollten Sie auf Teezubereitungen mit Zusatzstoffen verzichten, beispielsweise auf aromatisierte Tees und Instantpulver.

Ich mag Tee nur süß - Ist Zucker auch beim Heilfasten erlaubt?

Da auch Zucker zu den Kohlenhydraten zählt, sollte auf die Süßung des Tees mit raffiniertem Zucker, aber auch auf künstliche Süßstoffe wie Aspartam vollständig verzichtet werden. Beim Heilfasten wird neben den Giftstoffen auch der Zuckerverzicht und die Zuckerentwöhnung als positiver Effekt auf den Körper angesehen. Die neue Zufuhr dieser Stoffe würde den Organismus beim Heilfasten unnötig belasten statt ihn in seiner Entgiftung zu fördern.

Beim Heilfasten Alternativen zum Süßen nutzen

Nutzen Sie statt dessen natürliche Alternativen zu verarbeiteten Süßungsmitteln. Gut geeignet sind beispielsweise Honig, Zuckerrüben- oder Ahornsirup oder einzelne Blättchen Stevia. Geben Sie jedoch besser nur kleine Mengen der natürlichen Süßmittel in Ihren Tee, damit der Blutzuckerspiegel nicht unnötig oder gar zu schnell hochgefahren wird. Dieser würde sonst die Stoffwechselprozesse irritieren, die den positiven Fastenvorgang voranbringen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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