Welche Suppen darf ich beim Heilfasten essen?
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Welche Suppen darf ich beim Heilfasten essen?

Auf dem Ernährungsplan beim Heilfasten stehen ausschließlich flüssige Nährstofflieferanten. Diese sollen nach Möglichkeit keine Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthalten, damit der Verdauungstrakt durch feste Stoffe weitestgehend unbelastet bleibt. Dennoch benötigt der Körper Vitamine und Mineralstoffe, die über die Flüssigkeit zugeführt werden müssen. Suppen und Brühen stehen dabei an erster Stelle, um die nötigen Inhaltsstoffe zu liefern.

Suppe zum Heilfasten: Diese sind perfekt geeignet

Frisches Gemüse und zahlreiche Kräuter bilden die Basis für eine gesunde Suppe. Dies ist auch für Suppen beim Heilfasten nicht anders, weshalb sich die Vorbereitung einer oder zwei leckerer Suppen schon in den Entlastungstagen der Heilfastenkur bewährt hat. Kochen Sie dabei eine größere Menge, die Sie portionsweise einfrieren, um für die Fastenzeit gut gerüstet zu sein.

Für die Suppe zum Heilfasten können Sie das Gemüse individuell nach Ihrem Geschmack wählen.Hierzu können Sie beispielsweise auf das klassische Suppengemüse wie Kohlrabi, Möhren, Sellerie, Lauch oder Kartoffeln zurückgreifen. Aber auch Paprika, Fenchel, Brokkoli, Süßkartoffeln und Zucchini kommen in Frage. Zudem können Sie rote Rüben oder Pastinaken für Ihre Heilfasten-Suppe verwenden.

Kräuter peppen jede Suppe zum Heilfasten auf 

Auch Kräuter eignen sich, um die Suppe zum Heilfasten zuzubereiten. Als Suppengrundlage sind beispielsweise Wildkräuter wie Brennnesseln und Löwenzahn sehr geeignet, da sie harntreibende Inhaltsstoffe mitbringen und somit die Heilfastenkur unterstützen. Vogelmiere besitzt viel Vitamin C, sogar mehr als eine Zitrone. Zudem bieten unterschiedliche Kräuter eine leckere Würze in den Geschmack, die den Verzicht auf Salz appetitlich erleichtern: Lorbeer und Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Kümmel oder Fenchel sowie Pfefferkörner wirken sich wohltuend auf den Verdauungstrakt aus. 

Zubereitung der Suppe zum Heilfasten

Geeignet sind alle Suppenrezepte, bei denen das Gemüse nicht püriert wird, sondern in Stücken im Wasser für die Brühenbildung ausgekocht wird. Hierfür würfeln Sie das gewünschte Gemüse klein und kochen es mit wenigen oder völlig ohne Gewürzen wie Salz auf. Das Verhältnis von Gemüse und Wasser sollte so gewählt werden, dass das gewürfelte Gemüse vollständig durch das Wasser bedeckt ist. Dies umfasst beispielsweise rund 2 bis 2,5 kg Gemüse auf 3 Liter Wasser. 

Zubereitet wird die Suppe zunächst auf mittlerer Hitze für ca. 30 Minuten, danach kann die Temperatur heruntergeschaltet werden. Das Gemüse sollte dann durchaus ein bis zwei Stunden durchziehen. Ist die Suppe fertig, wird das gewürfelte Gemüse aus der Brühe entfernt, indem Sie das Gericht durch ein passendes Sieb geben. Ein großer Teil der Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe sind somit aus dem Gemüse in die Brühe übergegangen und bieten dem Fastenden eine wertvolle Flüssignahrung.

Frieren Sie anschließend Tagesportionen von 250 bis 500 Milliliter ein - 250 Milliliter, wenn Sie nur eine Tagesmahlzeit mit Brühe bereiten und die zweite mit Obst- oder Gemüsesäften erfüllen, 500 ml wenn Sie auf Säfte verzichten und zwei Mahlzeiten mit der Suppe zum Heilfasten ersetzen. Das Gemüse muss jedoch nicht entsorgt, sondern kann wahlweise für den Genuss nach der Heilfastenkur eingefroren werden. Alternativ können Sie dieses für nichtfastende Familienmitglieder unter Beigabe von frischen Zutaten zubereiten.

Heilfastensuppe: Genuss mit wertvollen Nährstoffen

Bereiten Sie die Gemüsebrühe zum Fasten bevorzugt selbst zu oder wählen Sie fertige Heilfastensuppen von Bioherstellern, die speziell auf die Ergänzung eines Heilfastenplans zugeschnitten sind. Handelsübliche Brühpulver für Gemüsesuppen sind meist mit Salz oder gar unter Ergänzung von Zusatzstoffen hergestellt, die dem Fastenzweck der Ausleitung unerwünschter Stoffe entgegenwirken. 

Experimentieren Sie gerne mit verschiedenen Rezepturen in der Herstellung Ihrer eigenen Heilfastensuppe. Sie werden überrascht sein, wie das veränderte Geschmacksempfinden durch die Heilfastenkur selbst die einfache Gemüsebrühe zu einem echten Genuss werden lässt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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