Welche Säfte darf ich trinken?
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Welche Säfte darf ich trinken?

Die Tagemenge der Flüssigkeitszufuhr beim Fasten sollte zwei bis drei Liter ergeben. Während die meisten auf Wasser, Brühe und Tee schwören, bevorzugen andere leckere und gesunde Säfte, um die anvisierte Menge zu vollbringen. Doch ist Saft überhaupt als Flüssigkeitsspender ideal? Welche Säfte passen zum Heilfasten und welche bergen gegenteilige Effekte?

Welche Säfte sind zum Heilfasten geeignet?

Beim Fasten wird grundlegend die Nährstoffzufuhr reduziert. Obst- und Gemüsesäfte besitzen jedoch Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien, die der Körper auch während der Fastenzeit benötigt. Doch der Saft bietet eben nicht nur Vitalstoffe, sondern je nach Sorte auch Ballaststoffe und Kohlenhydrate, welche beim Fasten eigentlich ausgeleitet werden sollen. 

Vorneweg sei gesagt, dass Säfte bei richtiger Auswahl durchaus eine gute und vor allem geschmackvolle Ergänzung bei der Flüssigkeitsaufnahme sein können. Wichtig ist dabei jedoch die Menge und die Herstellungsweise der Säfte. Von 3 Litern Flüssigkeit am Tag sollte die Saftmenge bei maximal 0,5 Litern liegen. Diese kann als Alternative zur Gemüsebrühe an Stelle einer, besser zwei, Mahlzeiten stehen (z.B. morgens und abends jeweils 250 Milliliter) oder als Schorle verdünnt mit Wasser über den Tag verteilt getrunken werden.

Frische Säfte sind optimal beim Heilfasten

Optimal sind frische Säfte aus saftigen Früchten. Hierzu zählen beispielsweise ausgepresste Zitrusfrüchte, Trauben, Äpfel, Birnen, Melonen, Kirschen oder Beeren. Maßgeblich ist dabei der persönliche Geschmack ebenso wie die individuelle Verträglichkeit. 

Etwas schwieriger ist die Herstellung von Gemüsesäften, die jedoch aufgrund der Inhaltsstoffe durchaus gut für das Heilfasten geeignet sind. Möhren- und Tomatensaft, der Saft von Zwiebeln oder roter Beete sowie Sauerkrautsaft und Pflanzensäfte aus Brennnesseln, Löwenzahn oder Artischocke sind jedoch für den Geschmack der meisten eine neue Erfahrung.

Bei gekauften Säften genau auf den Inhalt achten

Ein Entsafter kann für die Zubereitung der frischen Säfte eine interessante Investition sein. Nutzen Sie ihn, wenn er bereits im Haushalt befindlich ist. Die Anschaffung eines neuen Entsafters ist insbesondere von Erstfastern gut zu überlegen. Sie sollte nur umgesetzt werden, wenn Sie sich sicher sind, das moderne Küchengerät auch nach dem Fasten oder bei späteren Fastenkuren erneut zum Einsatz zu bringen. 

Möchten Sie die Säfte nicht selbst zubereiten, sollten Sie bei der Wahl gekaufter Säfte genau aufpassen. Verwenden Sie ausschließlich 100%ige Fruchtsäfte, im optimalen Fall frische Säfte aus unbehandelter Pressung und Direktsaft-Produkte. 

Welche Säfte eignen sich nicht zum Heilfasten?

Bei der Auswahl der handelsüblichen Säfte verliert man schnell den Überblick. Greifen Sie für das Heilfasten ausschließlich zu Säften, die keine Zusatzstoffe enthalten (z.B. Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Zuckerzusatz). Verzichten Sie auf Konzentrate und Fruchtsaftgetränke, die auf den ersten Blick einen gesunden Eindruck machen, jedoch meist durch die Behandlung wertvolle Inhaltsstoffe verlieren oder durch Zusätze für das Heilfasten unbrauchbar werden. Ebenso sollten Sie auf Fruchtsäfte verzichten, die Fruchtfleisch mit ins Glas bringen.

In Smoothies verstecken sich oft Kohlenhydrate und Ballaststoffe 

Smoothies gelten heute ebenfalls als leckere und gesunde Saftvariante. In diesen sind jedoch nicht nur der Saft von Obst und Gemüse enthalten, sondern auch grundlegend wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe und Kohlenhydrate, die im Fruchtfleisch enthalten sind und bei normaler Ernährung die Darmtätigkeit fördern. Da das Heilfasten jedoch dazu dient, den Körper bestmöglich von allen Lebensmittelresten zu befreien, um ihn bei der Entlastung und der Verstoffwechselung eingelagerter Nährstoffe zu unterstützen, ist die Zufuhr von festen Nährstoffen über Frucht- und Gemüsesmoothies als kontraproduktiv zu erachten.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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