Warum zu viele tierische Fette der Gesundheit schaden
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Warum zu viele tierische Fette der Gesundheit schaden

Tierische Fette sind in Fleisch, Milch, Milchprodukten, Fisch und Meeresfrüchten enthalten, die besonders wohlschmeckende Nahrungsmittel und sehr wichtige Bestandteile in der Ernährung des Menschen sind. Einige tierische Nahrungsmittel enthalten besonders viel Fett und dabei teilweise bestimmte Fettsäuren, die bei einer zu hohen Aufnahme der menschlichen Gesundheit schaden können. Welche sind das, was bewirken diese und gibt es gute tierische Alternativen?

Ungesunde tierische Fette 

In der Ernährung und für die Gesundheit des Menschen sind neben pflanzlichen Ölen auch tierische Fette relevant. Viele Tiere liefern dem Menschen gesunde Milch (z. B. Kühe, Schafe, Ziegen) und wertvolles Fleisch, aus denen verschiedene Nahrungsmittel gewonnen und Produkte hergestellt werden. In allen stecken zahlreiche wichtige gesunde Nährstoffe, zu denen neben hochwertigen Eiweißen, Lecithin, Vitamin B12, Eisen, Kalzium und Zink auch Fettsäuren gehören. 

Einige Tiere liefern reichlich Fett, das überwiegend gesättigte Fettsäuren enthält. Dazu gehört vor allem das Milchfett sowie das Fleisch und das Schmalz vom Schwein, das besonders reich an Fett und gesättigten Fettsäuren ist. Diese sind in allerlei Lebensmitteln enthalten. Milchfett ist in konzentrierter Form in Butter, Sahne, Quark, Joghurt und Käse enthalten. Schweinefett ist in Schweinefleisch und Schweineschmalz sowie in Wurstwaren, wie Schinken, Speck, Salami, Schweineleberwurst oder Würstchen enthalten. 

Diese Lebensmittel stehen oft auf dem täglichen Speiseplan und im Fokus zahlreicher köstlicher Gerichte. Tierische Produkte enthalten zudem auch Cholesterin. Die Aufnahme von "zu viel" gesättigten Fettsäuren und Cholesterin durch die Ernährung kann jedoch zu ernsten gesundheitlichen Problemen und gefährlichen Erkrankungen führen. 

Gesundheitliche Risiken von gesättigten tierischen Fetten

Der häufige und hohe Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln mit reichlich gesättigten Fettsäuren und Cholesterin führt zu einem Anstieg des Gehalts an Fettmolekülen (Triglyzeride) und an Cholesterin im Blut. Damit einher geht auch der Anstieg von den Lipidproteinen, die Fett- und Cholesterinmoleküle an sich binden und für den Weiter- und Abtransport über das Blut verantwortlich sind.

Ein hoher Gehalt an Fett und Cholesterin im Blut kann zu Ablagerungen an den Arterienwänden und in den Blutgefäßen führen. Zunehmende Ablagerungen von Fetten, Cholesterin und anderer Teilchen aus dem Blut verursachen Verengungen und Verstopfungen der Arterien. Cholesterin und Fett sind die größten Bestandteile der arteriosklerotischen Plaques. Dies kann zur Arteriosklerose, Gefäßerkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit) sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Zu den daraus resultierenden Folgen gehören Herzinfarkte und Schlaganfälle. 

Gesunde Fette aus Fisch: Tierische Omega-3-Fettsäuren

Es gibt auch Tiere, die gesundheitsfördernde Fette liefern. Dazu gehört vor allem Fisch. Hier sind es die fettreichen Fische, wie Lachs, Makrele, Hering und andere Kaltwasserfische, die wertvolle tierische Fette liefern. Dabei handelt es sich um die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die das Fett von diesen Fettfischen und anderen Fischarten überwiegend in hoher Qualität enthält. 

Die Omega-3-Fettsäuren senken die Blutfettwerte, den Triglyzeridspiegel sowie die Low-density-Lipoproteine (LDL). Stattdessen fördern sie die High-density-Lipoproteine (LDL), die einer Cholesterinüberladung entgegenwirken, Cholesterin abtransportieren und schließlich den Cholesterinspiegel senken. Omega-3-Fettsäuren steuern der Bildung von Blutgerinnseln entgegen, haben eine entzündungshemmende Wirkung und unterstützen das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem sowie zahlreiche Stoffwechselprozesse. Des Weiteren enthält Fisch nur sehr wenig Cholesterin und Kalorien. Fettfisch liefert darüber hinaus hochwertiges Eiweiß, Niazin, Vitamin B12, Magnesium, Eisen, Zink sowie die Vitamine A und D. 

Ernährungswissenschaftler, Forscher und andere Organisationen, wie die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung" empfehlen, 2 bis 3 Mal pro Woche Fisch zu essen. Wissenschaftliche Forschungen und Studien ergaben zudem, dass bei Bevölkerungsgruppen, die seit Generationen überwiegend Fisch essen, wie zum Beispiel die eingeborene Bevölkerung Grönlands, japanische Fischer oder indigene Völker an der nordwestlichen Pazifikküste, Krankheiten, wie die koronare Herzkrankheit (KHK) so gut wie gar nicht vorkommen.

In Maßen & Alternativen - der Verzehr tierischer Fette

 Tierische Nahrungsmittel liefern viele bedeutende Nährstoffe mit hoher biologischer Wertigkeit, die eine ausgewogene Ernährung vervollständigen und die für die Gesundheit sehr wichtig sind. Geht es um tierische Lebensmittel mit überwiegend gesättigten Fettsäuren (z.B. Käse oder Schweinefleisch), muss auch hier nicht komplett darauf verzichtet werden, jedoch ist ein maßvoller Verzehr sehr ratsam. Es gibt unter den tierischen Nahrungsmitteln zudem viele gesunde Alternativen, die ab und an anstelle von fettreichen Tierprodukten auf den Speiseplan gestellt werden können. Dazu gehört z. B. das fettarme Fleisch von Geflügel und Wildtieren oder das fettarme Muskelfleisch von Rindern und Büffeln. Der regelmäßige Verzehr von fettem Seefisch mit seinen gesunden Fettsäuren ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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