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Stirn, Nase oder Kinn? Was ein Pickel im Gesicht über Ihre Gesundheit aussagt
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Gisèle Schneider
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Gisèle Schneider
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Stirn, Nase oder Kinn? Was ein Pickel im Gesicht über Ihre Gesundheit aussagt

Pickel ist nicht gleich Pickel! Wo ein Pickel im Gesicht auftaucht, lässt tatsächlich Rückschlüsse auf seine Ursache zu. Was die Lage von Hautunreinheiten über Ihre Gesundheit aussagt, erfahren Sie hier.

Pickel im Gesicht als Indikator für Prozesse im Körper

Pickel im Gesicht siedeln sich bei Ihnen vor allem auf Nase und Stirn an? Dann haben Sie womöglich einfach zu viel Stress. Stresshormone wie Adrenalin sorgen dafür, dass die Haut ihre Talgproduktion hochfährt. Und die sensible T-Zone reagiert darauf besonders empfindlich. Als Sofortmaßnahme empfiehlt es sich, das Gesicht mit geeigneten Produkten zu reinigen und zu pflegen. Kamille, Zink oder Teebaumöl beruhigen die betroffenen Stellen und desinfizieren zudem. Langfristig sollte aber die Ursache behoben werden. So können beispielsweise Entspannungstechniken helfen, den Stress zu reduzieren und damit Pickel im Gesicht zu verhindern.

Hormonzirkus im Körper – Pickel im Gesicht

Tauchen Pickel an Kinn, Hals und der Kieferpartie auf, dreht wahrscheinlich der Hormonhaushalt gerade auf und produziert mehr männliche Hormone. Das ist besonders vor Einsetzen der Periode der Fall. Die männlichen Hormone regen die Talgdrüsen zu Höchstleistungen an. Östrogene können die Talgproduktion theoretisch reduzieren, in dieser Zyklusphase besteht allerdings ein Mangel an dem weiblichen Sexualhormon. Gegen diese Pickel im Gesicht sind Frauen mehr oder weniger machtlos. Zwar kann eine gründliche Reinigung verhindern, dass sich die verstopften Talgdrüsen entzünden – die Ursache lässt sich jedoch nicht bekämpfen.

Äußere Ursachen für Pickel im Gesicht: Bakterien und Kosmetika

Nicht immer entscheidet die Gesundheit über das Entstehen von Pickeln. Es können auch externe Faktoren für Pickel im Gesicht verantwortlich sein. Hautunreinheiten, die am Haaransatz auftauchen, können eine Reaktion auf Kosmetika sein, die nicht gründlich genug von der Haut gespült wurden. Stets abschminken lautet daher die Devise. Doch in manchen Fällen kann neben Haarpflege- und Stylingprodukten auch die Gesichtsreinigung empfindliche Haut am Haaransatz reizen und so Pickel begünstigen. Dann sollte dieser Part beim Reinigen und Abschminken im Zweifelsfall lieber ausgespart werden. Zudem sollten Hairstylingprodukte bei Pickeln in diesem Bereich besser nicht am Haaransatz angewendet werden.

Sprießen Pickel vor allem auf den Wangen, haben dort möglicherweise Bakterien vom Handy oder Bürotelefon ihr Unwesen getrieben. Beide sind, genau wie Tastaturen echte Keimschleudern. Ein Großteil der Bakterien verbleibt an den Händen, daher gilt grundsätzlich: Finger aus dem Gesicht! Händewaschen hilft zwar nur bedingt, dennoch empfehlen Mikrobiologen, die Hände mindestens 20 Sekunden lang zu waschen und anschließend gründlich abzutrocknen.

Hinweise auf die Gesundheit durch Pickel am Mund

Zwar ist der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung von Hautunreinheiten noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist allerdings, dass bei einem plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels nicht nur Insulin, sondern auch männliche Hormone ausgeschüttet werden. Und die sorgen wie eingangs erwähnt für eine verstärkte Talgproduktion. Direkt am Mund können Pickel allerdings auch eine Reaktion der Haut auf Rückstände säurehaltige Lebensmittel sein. Tauchen Hautunreinheiten regelmäßig an dieser Stelle auf, sollten Sie Ihre Ernährung beobachten und gegebenenfalls einige Lebensmittel von Ihrem Speiseplan streichen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Gesunde Ernährung und Sport sind für Gisèle Schneider nicht nur im Alltag wichtige Themen. Seit Jahren behandelt Sie in Ihren Artikeln Fragen rund um Sport, Ernährung und Medizin.
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