Periode bleibt aus: Ursachen für die fehlende Menstruation
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Periode bleibt aus: Ursachen für die fehlende Menstruation

Die Periode bleibt aus: Ursachen dafür können vielfältig sein und bereiten vielen Frauen Sorgen. Immerhin handelt es sich nach den wechselhaften Jahren der Pubertät um eine so regelmäßige Erscheinung, dass ihr gewöhnlich kaum Beachtung geschenkt wird. Anders, wenn sie plötzlich ausbleibt. Dabei stecken in den meisten Fällen eher harmlose Ursachen hinter der Unregelmäßigkeit. Welche Gründe infrage kommen, wenn die Menstruation plötzlich versiegt, erfahren Sie hier.

Periode bleibt aus: Ursache könnte eine Schwangerschaft sein

Die Periode bleibt aus: Ursache Nummer eins, auf welche betroffene Frauen meist zuerst schließen ist eine Schwangerschaft. Zwar treten in den ersten Wochen einer Schwangerschaft gelegentlich leichte Blutungen auf, die mit einer Periode verwechselt werden können, abgesehen davon schließen sich Schwangerschaft und Menstruation aber aus.

Daher ist es sinnvoll, im Falle des Ausbleibens einer oder mehrerer Perioden kurz nachzurechnen, ob Geschlechtsverkehr in zeitlich passendem Abstand zu einer Schwangerschaft geführt haben könnte und in der Folge einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Auch in der Stillzeit tritt die Periode oft nur unregelmäßig auf oder kann ganz ausbleiben.

Medikamente beeinflussen Hormonspiegel

Ihre Periode bleibt aus - Ursachen könnten medikamentöser Herkunft sein, da einige Medikamente den Hormonspiegel verändern. Dieser wiederum hat Einfluss auf den Menstruationsrythmus. Zu den Präparaten gehören beispielsweise viele Antidepressiva, Medikamente gegen Bluthochdruck sowie Antiallergika - in diesen Fällen lohnt ein Blick auf den Beipackzettel in die Liste der Nebenwirkungen.

Periode bleibt aus: Ursachen in der Psyche

Schließen Sie psychische Belastungen nicht aus wenn Sie merken, Ihre Periode bleibt aus: Ursachen wie Stress sind denkbar. Vor allem intensiver oder lang andauernder, wirkt sich auch auf die hormonelle Balance des Körpers aus.

Besonders in hochbelastenden Phasen wie bei Todesfällen, Trennungen oder akuten Traumata verändert sich die Ausschüttung der Geschlechtshormone, die teilweise vom Hypothalamus (Hirnanhangsdrüse) geregelt wird. Dieser reagiert sensibel auf Stress, in der Folge kann es zum Ausbleiben der Periode kommen. Nach Bewältigung der schwierigen Lebensphase regelt sich der Hormonspiegel zumeist von selbst wieder.

Periode bleibt aus: Ursache der Wechseljahre?

Bereits in der Prämenopause kann die Periode schwächer werden oder gelegentlich ausbleiben. Gleichzeitig treten Symptome wie Scheidentrockenheit, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen auf. Zu erwarten ist der Beginn der Wechseljahre zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr. In Ausnahmefällen - etwa jede 100. Frau ist betroffen - kann es jedoch auch zu frühzeitigen Wechseljahren kommen, die beispielsweise Anfang bis Ende 30 beginnen, seltener auch noch früher.

Eine ursächliche Behandlung existiert nicht, allerdings können die Beschwerden gelindert werden. Sollten Sie also mehrere Anzeichen der Wechseljahre bei sich bemerken, sollten Sie Ihre Hormonwerte dahingehend überprüfen lassen.

Sport und plötzlicher Gewichtsverlust

Die Periode bleibt aus: Ursachen bei vielen Frauen sind auch exzessiver Sport und Radikaldiäten. Dies ist eine Reaktion auf die Belastung und den erhöhten Kalorienbedarf beziehungsweise die extrem geringe Kalorienzufuhr. Der Körper passt sich auf diese Art einerseits an den erhöhten physischen Stress an, andererseits wirkt er der Missbalance zwischen Energiezufuhr und -bedarf entgegen.

Dies hat zur Folge, dass mehr Reserven für lebensnotwendige Prozesse bereitstehen. Wer also feststellt, dass die Tage ausbleiben, kann dies als guten Hinweise darauf betrachten, dass Sport oder Diät übertrieben wurden und es in Zukunft etwas ruhiger angehen lassen. Einen besonders schweren Fall stellen hier jedoch Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht dar, die auf Dauer zu einer gefährlichen Mangelernährung führen können.

Periode bleibt aus: Ursachen sind oft hormonell

Die Periode bleibt aus: Bleibt die Periode aus, sind die Gründe häufig in Veränderungen der hormonproduzierenden Organe und Strukturen zu suchen. Dazu zählt beispielsweise die Schilddrüse - sowohl eine Über- als auch Unterfunktion kann für die Störung verantwortlich sein.

Da in diesem Fall auch weitere gesundheitliche Probleme auftreten, ist eine Überprüfung der Schilddrüsenwerte im Rahmen einer Blutuntersuchung ein sinnvolles Vorgehen. Aber auch Hypophysenstörungen oder Erkrankungen der Nebennierenrinde haben Einfluss auf die Hormonproduktion. Im Falle von Erkrankungen der Eierstöcke oder Gebärmutter wie Tumoren oder Entzündungen kann daraus ein Anstieg oder Absinken der verschiedenen Geschlechtshormone resultieren.

Eine Besonderheit stellt das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) dar, das mit einem erhöhten Androgenspiegel (männliche Hormone) einhergeht. Bleibt das Syndrom unbehandelt, führt es zu unterschiedlichen Beschwerden, von denen Unfruchtbarkeit für viele Betroffene die gravierendste ist.

Entzündliche Vorgänge

Vor allem chronische Entzündungen beeinflussen das gesamte körperliche Gleichgewicht negativ und können sich somit auch auf die Periode auswirken. Zu den problematischen Erkrankungen gehören vor allem Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit), Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung), Psoriasis (Schuppenflechte) und Leiden aus dem rheumatischen Spektrum.

Das gilt insbesondere dann, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt und der Spiegel verschiedener entzündungsbedingter Stoffe im Körper deshalb dauerhaft hoch ist. Hier hilft nur eine Behandlung der ursächlichen Erkrankung. Auch wenn die meisten Gründe für ein Ausbleiben der Periode harmlos und reversibel sind: Sollte die Monatsblutung länger aussetzen oder weitere Symptome hinzukommen, sollte dringend ein Arzt zurate gezogen werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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