Eisen, Calcium und Co.: Das haben Mineralstoffe so in sich •

Warum Mineralstoffe so wichtig für unseren Körper sind

Wenn es um Ernährung geht, ist neben Vitaminen oft von Mineralstoffen oder fälschlicherweise Mineralien die Rede. Sie gelten als wichtiger Bestandteil unserer täglichen Nährstoffzufuhr. Doch welche Mineralstoffen gibt es und wie können Sie diese aufnehmen? Welche Funktionen erfüllen sie im Körper? Hier finden Sie eine Übersicht über diese Fragen und ihre Antworten.

Was sind Mineralstoffe?

Bei Mineralstoffen handelt es sich um anorganische Bestandteile von pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln, die für den Körper essenziell, also lebenswichtig sind. Mineralien hingegen sind ebenfalls anorganische Stoffe, allerdings nicht unbedingt Bestandteil der Ernährung, sondern beispielsweise an der Gesteinsbildung beteiligt. Mineralstoffe können als Ionen oder Verbindungen im menschlichen Körper vorliegen. Da sie anorganisch sind, sind sie gegen viele äußere Einflüsse unempfindlich und verändern sich nicht - wie die meisten Vitamine oder Eiweiße -, wenn sie Licht oder starker Hitze ausgesetzt werden. Sie können lediglich beim Kochen aus den Nahrungsmitteln herausgelöst werden und so mit dem Kochwasser verloren gehen.

Welche Mineralstoffe gibt es?

Es existieren ganze 26 Mineralstoffe, deren Wichtigkeit für den menschlichen Körper sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Sieben davon (Kalzium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel) zählen zu den sogenannten Mengenelementen. Das bedeutet, dass sie in nicht geringen Mengen wichtig zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen notwendig sind. Weitere sieben (Eisen, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink) werden als Spurenelemente bezeichnet.

Sie sind zwar ebenfalls lebenswichtig, allerdings werden nur sehr geringe Mengen benötigt. Die Grenze wird bei circa 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht gesetzt. Bei den übrigen Mineralstoffen ist noch unklar, ob und in welcher Größenordnung sie benötigt werden - es wird jedoch angenommen, dass sie ebenfalls notwendig sind. Viele der Elemente kommen im Körper in gelöster Form vor.

Warum sind Mineralstoffe wichtig?

Ohne Mineralstoffe ist keine der Körperfunktionen denkbar. Am auffälligsten ist das bei Eisen, das die Rotfärbung des Blutes verursacht und den Sauerstofftransport durch Hämoglobin ermöglicht. Auch die Rolle von Kalzium bei der Knochenbildung und der Erhaltung der Zahngesundheit ist bekannt. Doch auch die Aufrechterhaltung der Elektroneutralität und des osmotischen Gleichgewichts hängt von Mineralstoffen wie Kalium und Natrium ab.

Für die Weiterleitung von Nervenimpulsen sind ebenfalls Kalium, Chlor und Natrium unabdingbar. Nicht zuletzt bilden Mineralstoffe wie Jod notwendige Bestandteile vieler Hormone und anderer Botenstoffe. Aufgrund der Vielfalt der Funktionen wird ein Mangel oft erst spät erkannt und korrekt zugeordnet. Manchmal ist er allerdings auch offensichtlich: Beispielsweise führt Magnesiummangel oft zu Wadenkrämpfen, besonders bei sportlich aktiven Personen. 

Wie nehmen wir Mineralstoffe auf?

Menschen nehmen Mineralstoffe über die Nahrung auf. Sie können in sehr unterschiedlichen Formen vorliegen - nicht alle sind für den menschlichen Körper verwertbar. Mineralstoffe, die in tierischen Produkten zu finden sind, können zumeist am einfachsten aufgenommen werden, da sie in relativ ähnlicher Form wie im menschlichen Organismus vorhanden sind. Fleisch, Milch, Eier und Käse sind zudem reich an unterschiedlichen Mineralstoffen.

Aber auch viele Obst- und Gemüsesorten enthalten Mineralstoffe, zum Beispiel Kalium in Spinat und Beeren oder Magnesium in Bananen und Hülsenfrüchten. Ausgezeichnete Lieferanten sind auch viele Kerne und Nüsse, wie Kürbiskerne oder Cashewnüsse. Am besten füllen Sie Ihre Depots daher mit einer möglichst abwechslungsreichen Ernährung, die viele unverarbeitete Bestandteile enthält.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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