Kopfschmerzen was tun? Die 5 besten Tipps gegen Kopfschmerzen
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Kopfschmerzen was tun? Die 5 besten Tipps gegen Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind unangenehm und Betroffene suchen eine rasche Lösung. Der Griff zu Schmerzmitteln ist bei leichtem Kopfweh oft unnötig. Vielen Kopfschmerzgeplagten helfen kleine Sofort-Tipps ohne Chemie. Kopfschmerzen - was tun? Die fünf besten Tipps gegen Kopfschmerzen.

Kopfschmerzen - wann zum Arzt?

Kopfschmerz hat viele Gesichter. Über 200 verschiedene Kopfschmerzarten sind bekannt. Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Kopfschmerzform. Treten Kopfschmerzen plötzlich sehr stark auf, dauern sie länger an oder handelt es sich um einen Kopfschmerz, den Sie so noch nicht kennen, sollten Sie immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Ein Allgemeinmediziner oder Arzt für Innere Medizin ist ein guter erster Ansprechpartner.

Bei leichten Kopfschmerzen hingegen können Sie es mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln probieren. Doch bevor Sie zur Schmerztablette greifen, sollten Sie die folgenden fünf Tipps versuchen. Oftmals ist die Einnahme von Schmerzmitteln dann nicht mehr notwendig.

Kopfschmerzen - was tun? Ein großes Glas Wasser trinken

Kopfschmerzen haben häufig ihren Ursprung in einem Flüssigkeitsmangel. Bekommt der Körper über den Tag hinweg zu wenig Flüssigkeit zugeführt, wird das Blut dickflüssiger. Die Sauerstoffversorgung im Gehirn ist nicht mehr optimal und Kopfschmerzen drohen. Wer Kopfschmerzen hat, sollte daher zuerst ein großes Glas Wasser oder Saftschorle trinken.

Generell sollten Sie nicht erst trinken, wenn Sie durstig sind. Trinken Sie zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser. Das erste am besten direkt nach dem Aufstehen. Wer das Trinken öfter vergisst, dem kann eine Trink-App helfen oder ein Bildschirmschoner, der an das Trinken erinnert. Tipp: Dunkler Urin zeigt Ihnen an, dass Sie zu wenig getrunken haben. Ist Ihr Urin klar, sind Sie gut versorgt. 1,5 bis 2 Liter sollten es pro Tag sein, bei Sport und Schwitzen mehr.

Achtung: Herz-Kreislauf-Patienten und Patienten mit Nierenerkrankungen sollten die täglich benötigte Flüssigkeitsmenge mit Ihrem Arzt abstimmen.

Planen Sie regelmäßige Pausen an der frischen Luft ein. So können Sie Kopfschmerzen vorbeugen.
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Planen Sie regelmäßige Pausen an der frischen Luft ein. So können Sie Kopfschmerzen vorbeugen.

Kopfschmerz-Tipp: Raus an die frische Luft

Häufig pocht der Kopf nach langer Bildschirmarbeit. Die Augen sind angestrengt, die Luft im Büro oft schlecht und der Kreislauf durch das Sitzen am Schreibtisch manchmal niedrig. Häufig ist auch eine verspannte Nackenmuskulatur schuld an den Kopfschmerzen. Verspüren Sie Kopfschmerzen, machen Sie eine Pause. Gehen Sie eine Runde um den Block, atmen Sie tief die frische Luft (Sauerstoff) ein und machen Sie ein paar Streck- und Dehnübungen. Nach der kurzen Pause fühlen Sie sich wieder frischer und meist lassen auch die Kopfschmerzen nach. Tipp: Regelmäßige Frischluft-Pausen helfen zudem, Kopfweh vorzubeugen. 

Tipp gegen Kopfschmerzen: Bei niedrigem Blutdruck eine Tasse Kaffee

Wer mit einem eher niedrigen Blutdruck zu kämpfen hat, kennt Kopfschmerzen. Um die Durchblutung in Schwung zu bringen und den Kreislauf zu aktivieren, kann eine Tasse Kaffee helfen. Auch ein Glas Cola gilt als Tipp gegen Kopfschmerzen. Das in Kaffee und Cola enthaltene Koffein aktiviert und hilft, den Kopfschmerz zu lindern. Manche Kopfschmerz-Patienten schwören auf eine Tasse Schwarztee mit einer Scheibe Zitrone drin. Auch eine Tasse Grüntee beziehungsweise Macha wirkt anregend. Probieren Sie aus, welches Getränk Ihnen am besten bekommt. 

Kopfschmerzen - was tun? Wärme und Kälte nutzen

Bei Kopfschmerzen kann Wärme helfen, da sie die Muskulatur entspannt. Ein warmes Kirschkernkissen im Nacken oder ein Wärmepflaster ist vor allem dann effektiv, wenn eine verspannte Nacken- und Schulterpartie am Kopfschmerz mit schuld ist. Bei stressbedingten Kopfschmerzen hingegen werden meist kühle Umschläge auf der Stirn als angenehm empfunden. Sie verringern die Schmerzwahrnehmung. Auch etwas kaltes Wasser über die Unterarme laufen zu lassen, kann helfen, da es den Kreislauf aktiviert. Hören Sie auf Ihr Gefühl und entscheiden Sie, ob Sie sich mit Wärme oder Kälte besser fühlen.

Achtung: Ein heißes Vollbad ist bei Kopfschmerzen nicht zu empfehlen. Es kann das Herz-Kreislauf-System belasten und den Blutdruck abfallen lassen - was die Kopfschmerzen verstärkt. Besser sind warme Fußbäder oder Wechselduschen.

Kopfschmerz-Tipp: Ätherisches Pfefferminzöl für die Schläfen

Mehrere Studien konnten den schmerzlindernden Effekt von Pfefferminzöl nachweisen. In manchen Untersuchungen war der Effekt sogar so gut wie der einer Schmerztablette. Forscher vermuten, dass die Schmerzlinderung durch die Aktivierung der Kälterezeptoren auf der Haut erreicht wird. Verdünnen Sie das ätherische Öl und massieren Sie es sanft in die Stirn- und Schläfenpartie ein. Achten Sie darauf, nicht zu nah an die Augen zu kommen, um Reizungen zu vermeiden.

Achtung: Asthma-Patienten sollten vor der Anwendung mit Ihrem Arzt sprechen. Für Kleinkinder sind ätherische Öle nicht geeignet. Es kann zu Atemproblemen bis hin zum Ersticken kommen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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