Kopfschmerzen beim Heilfasten: Wie es dazu kommen kann
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Kopfschmerzen beim Heilfasten: Wie es dazu kommen kann

Immer wieder berichten vor allem Erstfaster von Kopfschmerzen bei der Heilfastenkur. Während dem Heilfasten soll der Körper gereinigt, Schadstoffe und Stoffwechselprodukte ausgeleitet und die natürliche Funktionalität wieder hergestellt werden. Hierbei kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen, die als Nebenwirkung den Kopfschmerz hervorrufen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, meist jedoch lassen sich die Kopfschmerzen beim Heilfasten durch kleine Korrekturen im Heilfastenverlauf leicht beheben.

Warum Kopfschmerzen beim Heilfasten entstehen können

Die Kopfschmerzen beim Heilfasten können sowohl durch die Entgiftungsprozesse entstehen als auch durch einen suboptimalen Nährstoffhaushalt oder ungeeignete Rahmenbedingungen. In den meisten Fällen gehen die Kopfschmerzen auf die Reduktion von Genussstoffen zurück, wodurch ein Entzug der gewöhnten Inhaltsstoffe entsteht. Hierbei stehen vor allem der Entzug von Zucker, Koffein und Tabak im Vordergrund. 

Beim Heilfasten werden körpereigene Reserven genutzt

Dieser Entzug ist jedoch für die Reinigungsprozesse wichtig und nimmt dem Körper beispielsweise betreffend dem Zucker die schnelle und einfache Verwertung von Kohlenhydraten. Würde der Zucker nicht reduziert, würde die Förderung der Verstoffwechselung körpereigener Nährstoffdepots deutlich länger dauern. Wird der Zucker hingegen vermieden, zeigt der Körper seinen Bedarf durch Kopfschmerzen, aber auch durch Unwohlsein und Unkonzentriertheit. Wird dem Bedürfnis dann nicht nachgegeben, stellt der Organismus seinen Stoffwechsel um und beginnt, sich an den körpereigenen Reserven zu bedienen. 

Ausgeleitete Schadstoffe verursachen Kopfschmerzen beim Heilfasten

Die Nährstoffdepots im Körper befinden sich vorrangig im Fettgewebe, das vom Organismus aufgelöst wird. Hierbei werden nicht nur die Kohlenhydrate herausgelöst, sondern mitunter auch eingelagerte Stoffwechselreststoffe und Schadstoffe, die ausgeleitet werden müssen. Treten diese ihren Weg über den Körper zu den Ausscheidungsorganen an, können sie ebenfalls zu Kopfschmerzen führen. Hängen die Kopfschmerzen beim Fasten mit der Ausleitung zusammen, klingen diese in der Regel nach drei Tagen wieder ab, sobald der größte Anteil an Schadstoffen aus dem Körper ausgeleitet wurde. 

Fördern können Sie das Abklingen der Kopfschmerzen während der Fastenkur nicht nur durch eine Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr, sondern gegebenenfalls auch durch eine Darmentleerung, die durch Abführmittel oder eine Darmspülung mittels Einlauf unterstützt werden kann.

Äußere Einflüsse als Ursache für die Kopfschmerzen beim Heilfasten 

Neben den körperlichen Veränderungen gibt es auch externe Einflüsse, welche die Kopfschmerzen beim Heilfasten hervorrufen können. Dies betrifft beispielsweise den Flüssigkeitshaushalt. Zu wenig zugeführte Flüssigkeit kann den Körper ebenso belasten wie zu viel. Diese Schmerzen lassen sich zumeist durch einen Ausgleich der Flüssigkeitszufuhr auf eine Menge zwischen drei und vier Litern täglich reduzieren. Mitunter fehlt dem Körper auch ein wenig Salz, da dieses für den Elektrolythaushalt vom Organismus benötigt wird. Ein Mineralwasser mit einer guten Mineralstoff-Zusammensetzung hilft, die Mineralspeicher aufzuladen.

Kopfschmerzen beim Heilfasten durch Stress und Verspannungen 

Stress und Verspannungen können im Rahmen der Heilfastenkur ebenfalls zu Kopfschmerzen führen. Schon der gut versorgte Organismus leidet im Alltag häufig unter anspannungsbedingten Kopfschmerzen, die durch psychische Belastungen oder eine verspannte Rücken-, Nacken- und Schultermuskulatur entstehen (Spannungskopfschmerzen). In diesen Fällen können Entspannungsübungen, leichte Bewegung durch Spaziergänge, sanfte Sportübungen (Yoga, Pilates, Walken) und vor allem eine gute Sauerstoffzufuhr die Schmerzen im Kopf lindern. 

Was hilft gegen Kopfschmerzen beim Heilfasten?

Während der Fastenkur sollten Sie keinesfalls zu Kopfschmerztabletten greifen, sondern die natürliche Schmerzbeseitigung durch Hausmittel und Verhaltensänderungen vorziehen. Ein Spaziergang an der frischen Luft bietet Bewegung und Sauerstoff zugleich, während ein Tee mit Mädesüß einen schmerzmittelähnlichen Wirkstoff bereithält. Tee aus Melisse oder Lavendel beruhigt bei innerer Anspannung (zum Beispiel durch Stress), während Minze und Waldmeister wohltuende Frische vermitteln.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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