Reis
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Reis

Während viele Getreidesorten auf der Pflanzenfamilie der Süßgräser basieren, stellt die Kulturreispflanze Oryza sativa eine eigene Pflanzengruppe dar. Der Reis zählt im asiatischen Raum zu den Grundnahrungsmitteln und hat sich auch in unseren Breiten fest auf dem täglichen Speiseplan etabliert. Im gut sortierten Handel findet sich eine große Auswahl an Reissorten, die für jeden Geschmack nährstoffreiche Varianten aufweist. Besonders beliebt sind der Basmati- oder Duftreis, Milchreis, Parboiledreis neben Naturreis und aromatischen Vollkornreissorten.

Was ist Reis?

Die unterschiedlichen Reissorten gehören zur Pflanzenfamilie Oryza. Diese in Asien beheimatete und auch als Kulturreis bezeichnete Pflanze wird zwischen 50 und 160 cm hoch. Sie kann je Pflanze bis zu 30 Halme ausbilden, die eine schmale Rispe mit bis zu 100 Ährchen an der überhängenden Spitze trägt. Wie auch andere Getreidearten besteht die Frucht aus einem Keimling, einem Mehlkörper, die von einem feinen Silberhäutchen aus einer Aleuronschicht, einer Samenschale und der Fruchtwand umgeben wird. 

Die vielzähligen Unterarten und Gruppen der Reissorten entstand verschiedenen Züchtungen und Kreuzungen, bei denen vorrangig zwischen Langkornreis und Rundkornreis unterschieden wird. Der häufig ebenfalls zu den Reissorten gezählte Wildreis mit dunklen Körnern stammt hingegen nicht von der Pflanzenfamilie Oryza ab, sondern zählt zur Süßgräserfamilie der Wasserreis-Sorten mit dem Gattungsnamen Zizania. 

Welche Nährstoffe enthält Reis?

Mit rund 350 Kalorien je 100 Gramm bietet Reis einen reichhaltigen Nährstoffhaushalt, in dem die Vitamine E sowie hochwertige B-Vitamine enthalten sind. Arm an Natrium und Calcium bietet das asiatische Getreide jedoch Kalium, Phosphor, Schwefel sowie etwas Magnesium und Chlorid. Zudem enthält Reis die Spurenelemente Zink, Eisen und Mangan neben Kupfer und Fluorid. Zudem sind Aminosäuren und ungesättigte Fettsäuren enthalten. 

Da der meiste Gehalt an Vitalstoffen im Silberhäutchen zu finden ist, gilt ungeschälter Vollkornreis als die gesündeste Variante des Getreides an, das durch den geringen Gehalt an Natrium die Entwässerung des Körpers fördern kann. In der ausgewogenen Ernährung bietet sich Reis als gesunde Sättigungsgrundlage an, die sich vielfältig mit süßen und herzhaften Komponenten ergänzen lässt. 

Wie bereitet man Reis zu?

Reis ist ein flexibles Grundnahrungsmittel, das sich durch Kochen einfach zubereiten lässt. Der vorrangige Unterschied in der Zubereitung liegt dabei schon in der Reisart verborgen. Während vorgekochter Reis im Kochbeutel zwischen 10 und 20 Minuten im Wasser kochen sollte, wird Körnerreis zwischen 40 und 50 Minuten gekocht, um einen guten Garzustand zu erreichen. Beim Kochen von Körnerreis sollte die 6fache Menge Wasser zum Reis gegeben und das Kochwasser mit ein bis zwei Teelöffeln Salz versehen werden. Zum Schluss wird der Reis in einem feinen Sieb vom Kochwasser befreit und kann nun für die Zubereitung von Reispfannen, Butterreis, Risotto, Paella und Asia-Gerichte genutzt werden.

Feinheiten entstehen auch bei der Zubereitung besonderer Reisgerichte: Sushi-Reis muss für die optimale Zubereitung durch das Garen leicht klebrig werden, während Milchreis statt in Wasser in Milch aufgekocht wird. In der glutenfreien Ernährung spielt Reis zudem eine wichtige Rolle als Alternative zu klassischen Getreidesorten.

Wie kauft und lagert man Reis am besten?

Beim Einkauf und bei der Lagerung von Reis ist Sorgfalt gefragt, da sich im Rahmen der vielfältigen Sorten auch unterschiedliche Bedürfnisse ergeben. Der Einkauf sollte somit bereits nach den Hintergründen erfolgen, welche für den Genuss des Reisgetreides angedacht ist. Möchten Sie frischen Vollkornreis für die Zubereitung einer Gemüse-Reispfanne kaufen, besitzt dieser viele Nährstoffe, ist je nach Verpackung jedoch nur eingeschränkt lange haltbar. Handelsübliche Verpackungen zeigen eine Mindesthaltbarkeit von ein bis zwei Jahren für den trockenen Vollkornreis auf, der dennoch kühl, dunkel und trocken gelagert werden muss, da die enthaltenen Öle sonst ranzig werden können. 

Weißer Reis ist hingegen geschält und bei richtiger Lagerung, beispielsweise in luftdichten Kunststoffbehältnissen und unter trockenen und kühlen Raumbedingungen bis zu 10 Jahre haltbar. Er ist jedoch nicht so nahrhaft, da sich der Hauptanteil der Nährstoffe in der Schale befindet. Kaufen Sie entsprechend hochwertige Bio-Reissorten und Vollkornvarianten für den zeitnahen Gebrauch, während Sie zum Einlagern von Reis eher auf helle Reissorten zurückgreifen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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