Hirse
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Hirse

Die Hirse gilt als das älteste von Menschen als Nahrung genutzte Getreide auf der Welt. Schon vor über 8.000 Jahren stellte man aus den rundlichen Körnern mit Flüssigkeiten Teige her, die zu Fladenbroten gebacken werden. Besonders reich an Kieselsäure und Fluor ist das glutenfreie, leicht verdauliche Getreide nicht nur für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine gesunde Speise, sondern für alle, die abwechslungsreiche Getreidekost in der ausgewogenen Ernährung mögen.

Was ist Hirse? 

Hirse zählt als Getreide zur Familie der Süßgräser und umfasst zwischen zehn und zwölf Gattungen. Hauptsächlich werden diese in zwei Gruppen unterschieden: Die Sorghum-Hirsen mit vergleichsweisen großen Körnern und die Millethirsen. Schon namentlich leitet sich die Bezeichnung vom altgermanischen Begriff hirsa ab, der für Sättigung und Nahrhaftigkeit steht. Die Mohrenhirse kann dabei beispielsweise Höhen von bis zu 5 Metern erreichen, an deren oberen Pflanzenteil eine lockere Rispe von 10 bis 60 cm sitzt.

Der Ackerbau und die Nutzung der Hirse als Zutat für ungesäuerte Fladenbrote geht bis in eine Zeit vor 8.000 Jahren zurück. Bis heute wird die Hirse als Nahrungs- und Futtermittel genutzt, da seine wertvollen Nährstoffe den Speiseplan von Mensch und Tier gleichermaßen bereichern.

Welche Nährstoffe enthält Hirse? 

Im rohen Zustand bietet Hirse je 100 g Getreide rund 360 Kalorien und ist somit sehr nahrhaft sowie durch die enthaltenen Ballaststoffe gut sättigend. Im Vergleich zu anderen Getreidearten enthält Hirse viel Silicium (Kieselsäure), neben Eisen und Vitamin B6. Die Kieselsäure ist ein wichtiger Vitalstoff für die Gesundheit von Haaren, Haut und Nägeln.

Des weiteren sind fast alle anderen B-Vitamine und Vitamin E in der Hirse enthalten, zu denen sich die MineralstoffeMagnesium, Kalium, Fluor, Phosphor und Schwefel ergänzen. Auch essentielle Aminosäure und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind in den unscheinbaren, kleinen Körnern enthalten. 

Wie bereitet man Hirse zu? 

Die kleinen Körner der Hirse lassen sich äußerst einfach zubereiten. Sie benötigen zum Garen lediglich das Waschen in heißem Wasser sowie das leichte Anbraten in einer Pfanne. Anschließend können Sie mit etwas Wasser aufgegossen quellen gelassen werden. Alternativ können die Körner auch generell durch das Zubereiten in etwas Flüssigkeit gegart werden. 

Nach und während dem Garen lassen sich vielfältige Zutaten wie Gemüse, Gewürze und Kräuter ergänzen, um aus der Hirse eine leckere Mahlzeit zuzubereiten. Auch kann man die gegarte Hirse zu einem Teig verarbeiten, um sie als Fladen, Getreidebratlinge, Pfannkuchen, Kuchen oder Klößen zu genießen. Einen festen Platz hat die Hirse in der afrikanischen Küche, kann jedoch auch in allen Gerichten zum Einsatz kommen, in denen Grieß, Couscous oder Bulgur auf der Zutatenliste stehen.

Worauf sollte man beim Kauf und der Lagerung von Hirse achten? 

Hirse enthält wertvolle Fettsäuren, die bei der Lagerung des Getreides jedoch besondere Ansprüche geltend machen. Hirse ist somit vergleichsweise empfindlich und kann bei falscher Lagerung schnell ranzig werden. Kaufen Sie Hirse entsprechend in gebrauchsüblichen Mengen und lagern Sie diese in einem kühlen, dunklen und luftdichten Gefäß, sobald die Verkaufsverpackung geöffnet ist. Für die langfristige Lagerung ist Hirse nur sehr eingeschränkt geeignet, sollte gut getrocknet und ebenfalls trocken und luftdicht gelagert werden. Regelmäßige Bewegung im Gefäß, zum Beispiel durch ein leichtes Schütteln, verhindert die Ansammlung von Restfeuchte und mindert die Gefahr von Schädlingsbefall.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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