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Haare waschen mit Roggenmehl: Das bringt es wirklich

Statt klassischem Shampoo vertrauen immer mehr Menschen auf die Haarwäsche mit Roggenmehl. Das fein gemahlene Getreide soll die natürliche Funktionalität von Haut und Haar unterstützen und dabei für natürlich schöne Pflege sorgen. Doch was ist dran an der Haarpflege mit Roggen und Co? Und worauf sollte man achten, damit die Freude am natürlichen Pflegeprodukt nicht in Frust umschlägt?

Wer sollte auf Mehl zum Haare waschen zurückgreifen? 

Grundlegend kann jeder Mann und jede Frau Roggenmehl als Alternative zu herkömmlichen Haarpflegeprodukten nutzen, sofern keine problematische Hauterkrankung die Kopfhaut und den Haarwuchs beeinflusst. Häufig bedarf es jedoch einiger Gewöhnungszeit, bis das Ergebnis der Roggenmehl-Haarwäsche überzeugt. Der Grund hierfür ist jedoch nicht die fehlende Wirksamkeit des Mehlshampoos, sondern die Störung der natürlichen Körperregulation.

Die meist langjährige Nutzung von handelsüblichen Haarpflegeprodukten sorgt dafür, dass Tenside und andere Inhaltsstoffe die natürliche Haut- und Haarstruktur beeinflussten. Je nach Inhaltsstoffen der Haarpflegeprodukte und den daraus resultierenden Körperreaktionen kann das Gleichgewicht der Kopfhaut gestört sein.

Häufig reagiert die Kopfhaut auf die regelmäßige Haarwäsche mit entfettenden Tensiden im Shampoo mit einer schnellen Nachfettung, weshalb viele Menschen sich gezwungen sehen, häufiges Haarewaschen als Gegenmaßnahme einzusetzen. Das Auswaschen der natürlichen Fette regt wiederum die Talgdrüsen an - ein Kreislauf beginnt, bei dem die Hautstruktur und das Haar gleichermaßen leiden.

Was macht Roggenmehl mit den Haaren?

Durch den Verzicht auf klassische Haarpflegeprodukte kann die natürliche Funktionalität der Kopfhaut meist binnen weniger Wochen wieder reguliert werden. Die Haarwäsche mit Roggenmehl unterstützt diesen Prozess durch milde Reinigung und sanfte Pflege, die Sie durch die Zubereitungsart des Roggenmehlshampoos unkompliziert anpassen können.

Roggenmehl enthält im Gegensatz zu anderen Getreidemehlen vergleichsweise wenig Gluten, jedoch viel Stärke. Durch den Mangel an Gluten (Klebereiweiß) verklebt das mit Wasser angereicherte Roggenmehl nicht so stark, sondern bildet eine dünnflüssige Masse. Die enthaltene Stärke bindet sich an Fett und Schmutz im Haar und sorgt beim Auswaschen mit klarem Wasser dafür, dass alle unerwünschten Stoffe sanft entfernt werden. Zudem enthält das Roggenmehl zahlreiche Nährstoffe, die über die Einwirkzeit von wenigen Minuten aus dem Roggenmehlshampoo in die Kopfhaut und das Haar übergehen. 

Wie sollte man mit Roggenmehl die Haare waschen und wie oft?

Die Haarwäsche mit Roggenmehl erfolgt nach Bedarf. Zumeist wird die Haarwäsche anfangs zweimal in der Woche nötig (je nach Fett-Entwicklung), mit der Zeit pendelt sich der Bedarf jedoch oft auf einen Zeitraum von einmal wöchtentlich bis 14tägig ein. Klassisch wird das Roggenmehl zeitnah vor dem Haare waschen im Verhältnis 1:4 mit Wasser angemischt. Bei mittellangen Haaren reichen zumeist zwei Esslöffel Mehl und 7 bis 8 Esslöffel Wasser aus, um die Haare von normalen Verschmutzungen zu befreien. Je nach Haarstruktur können Sie das Gemisch ein wenig variieren und entweder mehr Mehl oder mehr Wasser für Ihr Shampoo einsetzen.

Je länger das Shampoo vor der Verwendung angemischt und ziehen gelassen wird, desto mehr Pflegesubstanzen werden aus dem Mehl herausgelöst. Steht hingegen die Reinigung der Haare von Fett und Schmutz im Vordergrund, sollte die Ziehzeit kurz gehalten werden (ca. 10 Minuten), damit die für die Reinigung verantwortliche Stärke ihre Wirkungskraft nicht verliert. 

Am besten als Shampoo eignet sich Bio-Roggenmehl vom Mehltyp 1150

Das Roggenmehlshampoo wird dann gleichmäßig nah der Kopfhaut verteilt und von dort ausgehend in die Haarlänge eingearbeitet. Einige Minuten Einwirkzeit verbessern das Ergebnis, dass sich nach dem gründlichen Ausspülen mit lauwarmem Wasser optimal zeigt. Haben Sie das Gefühl, dass Ihrem Haar nach der Wäsche mit Roggenmehl der Glanz fehlt, können Sie mit einer sauren Rinse eine Spülung machen: Ein Liter kühles Wasser wird hierfür mit zwei Esslöffeln Apfelessig gemischt und als Spülung über den Haaren verteilt. Die Rinse sollte jedoch nicht ausgewaschen werden, der Essiggeruch verfliegt zudem nach dem Trocknen. 

Am besten eignet sich für die Haarwäsche mit Roggenmehl ein feines Bio-Roggenmehl vom Mehltyp 1150, da dieses dem Haar und der Kopfhaut viele Nährstoffe liefert. Auch Vollkornmehl kann geeignet sein, gegebenenfalls das Haar durch die vielen Nährstoffe auch beschweren.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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