Wie viele U-Untersuchungen gibt es und wann finden sie statt?

Die U-Untersuchungen sind durchnummeriert von U1 bis U11. Insgesamt sind es 12 Stück, da es eine U7 und U7a gibt. Zu den Früherkennungsuntersuchungen gehören allerdings nur die Checks bis einschließlich der U9.

Die U-Untersuchungen sind zeitlich gestaffelt. Das ist wichtig, weil bestimmte Entwicklungsschritte nur innerhalb relativ enger Zeitgrenzen wirklich gut beobachtet werden können. Deshalb sollten Sie den angegebenen Untersuchungszeitraum nach Möglichkeit einhalten und nicht unnötig lange warten.

Hier finden Sie den Zeitplan für die U-Untersuchungen im Überblick:

U-Untersuchung

     

Zeitraum

     

Toleranzgrenzen


 


U1

     

direkt nach der Geburt

     

-

U 2

     

3. bis 10. Lebenstag

     

3. bis 14. Lebenstag

U 3

     

4. bis 5. Lebenswoche

     

3. bis 8. Lebenswoche

U4

     

3. bis 4. Lebensmonat

     

2. bis 4,5. Lebensmonat

U5

     

6. bis 7. Lebensmonat

     

5. bis 8. Lebensmonat

U6

     

10. bis 12. Lebensmonat


(etwa 1 Jahr)


     

9. bis 14. Lebensmonat

U7

     

21. bis 24. Lebensmonat


(etwa 2 Jahre)


     

20. bis 27. Lebensmonat

U7a

     

34. bis 36. Lebensmonat


(etwa 3 Jahre)


     

33. bis 38. Lebensmonat

U8

     

46. bis 48. Lebensmonat


(etwa 4 Jahre)


     

43. bis 50. Lebensmonat

U9

     

60. bis 64. Lebensmonat


(etwas 5 Jahre)


     

58. bis 66. Lebensmonat

Um den Überblick über die Termine für die U2 bis U9 zu behalten, sind die Termine als Übersicht vorn auf Ihrem gelben Kinderuntersuchungsheft aufgedruckt. Außerdem finden Sie im Netz praktische Rechner für die U-Untersuchungen: Einfach das Geburtsdatum eingeben und Sie erhalten eine Datumsanzeige, wann welche U-Untersuchungen anstehen.

Die U10 (im Alter sieben bis acht Jahren) und U11 (im Alter 9 bis 10 Jahren) gehören nicht mehr zum Früherkennungsprogramm und werden nur teilweise von der Krankenkasse bezahlt. Mit 12 bis 14 Jahren findet dann die J1-Untersuchung statt.

Sind die U-Untersuchungen Pflicht?

Die Frühuntersuchungen erleichtern Ihrem Kind das Leben, da Krankheiten oder ein möglicher Förderbedarf rechtzeitig erkannt werden. Deshalb sind die U-Untersuchungen in einigen Bundesländern Pflicht: In NRW beispielsweise kommt ein Erinnerungsbrief, wenn Sie einen Termin für die U-Untersuchung verpasst haben. Reagieren Sie nicht, wird drei Wochen später das Jugendamt informiert.

Was kostet eine U-Untersuchung?

Bis zur U9 werden alle Frühuntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen getragen – sofern Sie die Termine innerhalb der vorgegebenen Zeiten wahrnehmen. Überschreiten Sie die Toleranzgrenze, müssen Sie womöglich selbst zahlen. Das kostet dann etwa 60 bis 150 Euro pro Untersuchung.

 

Welche Impfungen werden für Kinder empfohlen?

Teil der U-Untersuchungen ist auch eine Impfberatung, die ab der U3 stattfindet. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Kinder Impfungen gegen verschiedene gefährliche Infektionskrankheiten. Ziel ist der sogenannte Herdenschutz: Sind ausreichend Menschen gegen eine Krankheit geimpft, können sie den Erreger nicht weiterverbreiten. So sind dann auch diejenigen geschützt, die zum Beispiel aufgrund eines schwachen Immunsystems nicht geimpft werden können.

Zu den Impfungen, die die STIKO für Kinder von 0 bis 12 Jahren empfiehlt, gehören:

  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Keuchhusten
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Windpocken

Auch die Immunisierungen gegen Diphterie, Hepatitis B und Pneumokokken werden empfohlen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Impfungen.

 

Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es beim Zahnarzt?

Im Rahmen der U-Untersuchungen schaut sich der Kinderarzt auch die Zähne Ihres Kindes an und gibt Ihnen Tipps zur Vorsorge gegen Karies und andere Zahnprobleme. Während der U2 berät der Arzt Sie zum Beispiel zur Fluoridversorgung. Ansonsten erfahren Sie alles rund um die richtige Mundhygiene und Ernährung für gesunde Zähne.

Sie haben mit Ihrem Kind darüber hinaus aber noch Anspruch auf drei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt. Die erste Untersuchung sollte im Alter zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren erfolgen, die letzte im Alter zwischen fünf und sechs Jahren. Zwischen den Untersuchungen sollten mindestens zwölf Monate Abstand liegen.

Dabei berät der Zahnarzt Sie noch einmal ausführlicher zur richtigen Zahnpflege mit allem, was dazu gehört. Vor allem, wenn Ihr Kind bereits Zahnprobleme hat, sind diese Untersuchungen hilfreich. Der Zahnarzt kann zum Beispiel auch Fluoridlack auf die Zähne auftragen, sodass sie besser vor Karies geschützt sind.

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