Bart rasieren und trimmen: Tipps für die perfekte Gesichtsfrisur
© cherryandbees/fotolia.com
(1)

Bart rasieren und trimmen: Tipps für die perfekte Gesichtsfrisur

Bei den einen soll er ganz weg, die anderen möchten ihn einfach stutzen und wieder andere lassen richtige Kunstwerke daraus entstehen. Der Umgang mit dem Bart ist so individuell wie der mit der eigenen Frisur. Doch einige grundsätzliche Dinge gibt es beim Rasieren und Trimmen zu beachten.

Bart rasieren: Lieber nass oder trocken?

Die Nassrasur ist der Klassiker, wenn es darum geht Bartstoppeln loszuwerden. Doch die Gesichtshaare mit dem Rasiermesser oder dem Systemrasierer zu kürzen, strapaziert die Haut deutlich, sorgt häufig für Irritationen oder auch Schnitte und braucht vergleichsweise viel Zeit. Dafür ist die Nassrasur besonders gründlich.

Das trockene Rasieren hingegen punktet mit Schnelligkeit und setzt selbst empfindlicher Haut kaum zu. Doch unter Umständen bleiben einzelne Stoppeln ganz stehen oder werden nur teilweise abrasiert. Da der Trockenrasierer zudem grundsätzlich die Haare höher abschneidet als die Nassrasur, müssen Sie trocken öfter an den Bart ran.

Die Nassrasur braucht mehr Zeit, aber Sie haben auch länger etwas davon.
© Ezio Gutzemberg/fotolia.com

Die Nassrasur braucht mehr Zeit, aber Sie haben auch länger etwas davon.

Gesichtsreinigung vor der Rasur

Egal, ob Sie nass oder trocken rasieren: Um es richtig zu machen, sollten Sie den Bart und das Gesicht vorab immer kurz mit Wasser und Seife waschen. Den Bart können Sie auch mit einem speziellen Shampoo reinigen. Dann geht es an die Rasur: beim Trockenrasierer direkt, beim Nassrasierer nach dem Auftragen und Einwirken des Schaums.

Gespannte Haut für entspanntes Rasieren

Beim Rasieren selbst gilt es darauf zu achten, dass sämtliche zu entfernenden Stoppeln auch wirklich unter den Rasierer geraten und dabei die Haut möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird. Am besten spannen Sie während der Rasur die Haut an. Gerade an Stellen an denen die Haut flexibler ist, wie etwa am Hals, lassen sich dadurch Wunden vermeiden und mehr Stoppeln erwischen.

Gegen den Strich oder mit der Wuchsrichtung?

Beim Nassrasieren bewegen Sie den Rasierer am besten erstmal in Richtung des Haarwuchses, weil das die Belastung für die Haut reduziert. Reicht das nicht aus, probieren Sie das Rasieren anschließend leicht schräg gegen den Strich. 

Mit dem Trockenrasierer geht es von Anfang an gegen die Wuchsrichtung. Beginnen Sie außen an den Wangen und gehen Sie immer weiter hin zur Gesichtsmitte.

Auch ein Dreitagebart will gestutzt und gepflegt werden.
© deagreez/fotolia.com

Auch ein Dreitagebart will gestutzt und gepflegt werden.

Konturen: Klare Kante für den persönlichen Look

Beim Bartrasieren ist weiterhin wichtig, dass die Konturen sorgfältig herausgearbeitet werden. Und das kann, je nach Bartwuchs, sowohl für den lässigen Dreitagebart als auch für den kernigen Vollbart oder den stilsicheren Kinnbart gelten. 

Die passenden Konturen sind dabei ebenso individuell wie jedes Gesicht. Probieren Sie aus, welche Form Ihnen am besten gefällt. Grundsätzlich gilt hier: Nicht zu viel wegnehmen und eine klare Form festlegen. 

Tipp: Lassen sie sich wenigstens einmal vom Barbier den Bart rasieren, um ein Muster für die Konturen zu erhalten, die Sie dann nur noch nachrasieren müssen.

Bart schneiden: Darauf sollten Sie achten

Erst kämmen, dann kürzen:Ansonsten liegen die Haare nicht richtig und der Schnitt wird unregelmäßig. Beim nächsten Mal zurechtzupfen oder einfach nach dem Duschen und Abtrocknen haben Sie dann unter Umständen eine Gesichtsfrisur, die gar nicht mehr so chic aussieht wie beim ersten Zurechtstutzen. 

Behutsam trimmen: Etwas mehr an den Koteletten gestutzt, eine Ecke zu viel am Hals wegrasiert. Wer plant, den Bart mutig zu kürzen, sollte sich das genau überlegen. Was weg ist, ist weg. Überlegen Sie daher vor dem Schneiden, Trimmen und Rasieren, wie Ihre Gesichtsfrisur am Ende aussehen soll – und fangen Sie dann erst an.

3 Goldene Regeln für die neue Gesichtsfrisur
  • Der Bart muss zu Gesicht und Wuchs passen. Ein Vollbart ist nicht schön, wenn am Kinn nur wenige Stoppeln wachsen. Und auch die best konturierten Koteletten vertragen keine Lücken.
  • Die Einstellung muss zum Bart passen: Es gibt so viele Bartformen wie Gesichtsformen. Haben Sie für sich das richtige Muster gefunden, stehen Sie dazu. Erst der Stolz darauf lässt einen Bart zum richtigen Hingucker werden. 
  • Die Pflege muss zur Haut passen: Mit Gesichtsbehaarung ist es die Bartpflege, ohne ist es die Pflege nach der Rasur. In jedem Fall empfiehlt es sich nach dem Stutzen auf die richtigen Cremes oder Öle zu setzen, damit Haut und Bart noch schöner werden.

Bart trocken schneiden:Waschen, Schneiden, Föhnen heißt es beim Friseur – und zwar nur da. Was für die Haare auf dem Kopf gut ist, muss es für den Bart noch lange nicht sein. Denn Haare verändern ihre Struktur und fallen daher anders, wenn sie nass sind. Deshalb schneiden Friseure häufig nach dem Trocknen auch noch mal nach. Beim Bart sollten Sie direkt im trockenen Zustand loslegen, damit er optimal getrimmt wird.

Besser gut vom Fachmann als schlecht selbst gemacht:Ihnen kommen Zweifel, ob Sie sich wirklich selbst daran versuchen sollten, aus den Haaren in Ihrem Gesicht eine Frisur zu zaubern? Ein Barbier kann das auf jeden Fall. Sind Sie unsicher und liegt Ihnen dabei noch viel an Ihrem Bart, lassen Sie besser den Fachmann ran.

Wenn es zu Hause mit dem Bart schneiden nicht klappt, hilft der Profi.
© Syda Productions/fotolia.com

Wenn es zu Hause mit dem Bart schneiden nicht klappt, hilft der Profi.

Bartpflege nicht vergessen

Nach dem Rasieren und Trimmen ist vor dem Cremen und Ölen. Gerade, wer seinen Bart gern nass rasiert, sollte auf die passende Pflege achten, um die belastete Haut danach wieder zu entspannen. Aber auch für alle Trockenrasierer und Vollbartstutzer gibt es sinnvolle Pflegeprodukte.

Zuerst sollten Sie nach der Rasur aber das Gesicht noch einmal abwaschen, um restliche Haare oder auch den verwendeten Schaum von der Haut zu spülen. Danach ist eine Lotion, ein Aftershave oder Rasieröl empfehlenswert, um die Haut zu entspannen und zu glätten. Für die Bartpflege lässt sich zudem bestens ein spezielles Bartöl verwenden.

Öl kann für die Haut- und Bartpflege genutzt werden.
© Parilov/fotolia.com

Öl kann für die Haut- und Bartpflege genutzt werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?