Demenz: Diese Faktoren verringern das Risiko einer Erkrankung
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Demenz: Diese Faktoren verringern das Risiko einer Erkrankung

In den meisten Fällen tritt Demenz erst nach dem 65. Lebensjahr auf: Erkrankte werden vergesslich, das Kurzzeitgedächtnis leidet, Kommunikationsfähigkeit und Motorik gehen zurück. Durch einen verantwortungsbewussten und abwechslungsreichen Lebensstil kann das Risiko einer Erkrankung jedoch gemindert werden.

Demenz vorbeugen – durch Bewegung und eine gesunde Ernährung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen Demenz begünstigen, berichtet der Verein Alzheimer Forschung. Übergewicht, Bluthochdruck sowie hohe Blutzucker- und Cholesterinwerte sind somit Risikofaktoren, die nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, sondern auch einer Demenzerkrankung erhöhen. Um Herz-Kreislauf-Problemen und damit auch der Demenz schon in jungen Jahren vorzubeugen, sollten Sie sich ausreichend bewegen und auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung achten. Regelmäßige körperliche Betätigung kann das Demenz-Risiko um bis zu 60 Prozent senken; das hat eine Studie der New Yorker Columbia-Universität ergeben. Am besten für den Kreislauf und auch die geistige Frische sind Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Walken. Versuchen Sie zudem, kleine Phasen der Bewegung und Aktivität in Ihren Alltag einzubauen, indem Sie zum Beispiel Ihr Auto möglichst weit vom Supermarkteingang parken und statt des Aufzugs öfter die Treppe benutzen. Gesunde Ernährung spielt für den Körper eine gleichfalls bedeutende Rolle.

Der Demenz-Wegweiser des Familienministeriums empfiehlt zur Vorbeugung eine mediterrane Ernährungsweise mit viel Fisch, Gemüse, Obst, Vollkornbrot und Olivenöl.  Über die optimale Ernährung für Ihren Lebenswandel klärt Sie Ihr Hausarzt auf.

Gehirntraining und ein erfülltes Sozialleben

Wie die Muskulatur muss auch das Gehirn ständig gefordert werden, sonst lässt seine Leistungsfähigkeit nach. Je häufiger Sie die kleinen grauen Zellen bemühen, desto besser wird deren Verknüpfung untereinander – neue Synapsen entstehen. Probieren Sie öfter etwas Neues, seien Sie kreativ und fordern Sie Ihr Gehirn durch unbekannte Eindrücke. Scheuen Sie sich nicht, auch im fortgeschrittenen Alter tanzen zu gehen, ein Instrument zu erlernen – oder eine neue Sprache. Unterhaltungen in einer anderen Sprache gelten laut Familienministerium als besonders förderlich für die Nervenzellen im Gehirn.

Soziale Verbindungen sind insgesamt sehr zuträglich für die geistige Gesundheit – durch den Austausch mit Gleichgesinnten entsteht ein wohltuendes Gemeinschaftsgefühl, Gespräche mit Andersdenkenden regen die Kapazitäten des Gehirns an. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse aus Finnland deuten zudem an, dass das Risiko der Demenz auch mit der Grundeinstellung eines Menschen zusammenwirkt. Den skandinavischen Neurologen zufolge ist die Gefahr für Zyniker und Pessimisten höher, an Demenz zu erkranken als bei optimistischen, vertrauensvollen Naturen. Sie haben einen Angehörigen, der von Demenz betroffen ist? Über Gelbe Seiten finden Sie eine zuverlässige Demenzbetreuung in Ihrer Nähe.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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