Couperose behandeln: Was hilft gegen die ewig rote Nase?
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Couperose behandeln: Was hilft gegen die ewig rote Nase?

Eine ständig rote Nase und gerötete Wangen sind typische Symptome einer Couperose. Behandeln können Sie die Hautkrankheit mit speziellen Cremes. Außerdem können Sie den Hautrötungen vorbeugen, indem Sie bestimmte Auslöser meiden. Wie das gelingt, erfahren Sie im Folgenden.

Rote Nase und Wangen: Was ist Couperose?

Couperose bezeichnet eine meist erblich bedingte Hautkrankheit, bei der kleine oberflächliche Blutgefäße erweitert sind (“Teleangiektasien” lautet der Fachbegriff). Ähnlich wie bei Besenreisern scheinen diese erweiterten Äderchen durch die Haut hindurch und lassen sie gerötet erscheinen. Meistens macht sich die Couperose rund um die Nase und auf den Wangen bemerkbar. Couperose kann eine Vorstufe zu Rosacea sein, die sich ebenfalls durch eine rote Nase und gerötete Wangen auszeichnet. Bei Rosacea sind die Hautrötungen allerdings stärker ausgeprägt.

Creme gegen Couperose: Welche Hautpflege eignet sich?

Am besten können Sie Couperose behandeln, wenn Sie spezielle Pflegeprodukte für die Haut verwenden. Eine gute Creme gegen Couperose kühlt und beruhigt die Haut und spendet Feuchtigkeit, ohne sie mit Fett, Mineral- und Silikonölen zu belasten. Ätherische Öle, Duftstoffe, Konservierungsstoffe wie Parabene und Alkohol sind auch kontraproduktiv. Besser ist es, wenn die Hautpflege eine entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkung hat, sowie für besonders empfindliche Haut geeignet ist. Folgende Wirkstoffe kommen dafür infrage:

  • Vitamin K1
  • Aloe vera
  • Leinöl
  • Nachtkerzenöl

Sollten sich die Symptome verschlimmern oder befürchten Sie, dass Ihre rote Nase auf eine Krankheit wie Rosacea hindeuten könnte, gehen Sie zum Hautarzt. Er kann Ihnen eine Creme gegen Couperose verschreiben, die Antibiotika, Metronidazol oder Azelainsäure enthält.

Couperose behandeln: Erste Hilfe gegen Hautrötungen

Wird die empfindliche Haut bei Couperose zusätzlich gereizt oder belastet, kann sie regelrecht glühen. Solche akuten Schübe können Sie mit feuchten Umschlägen behandeln. Kompressen mit Arnika, Zinnkraut, Rosskastanie oder schwarzem Tee können zusätzlich für Linderung sorgen, da sie das Bindegewebe stärken und den Äderchen helfen, sich zu verengen. Ein paar Sprühstöße mit Thermalwasser sind ebenfalls wohltuend.

Rote Nase: Was tun? So können Sie Couperose vorbeugen

Wer unter Couperose leidet, sollte typische Auslöser akuter Schübe – sogenannte Trigger – vermeiden. Bestimmte Lebensmittel und Genussmittel können zum Beispiel eine rote Nase verursachen. Alkohol etwa weitet die Gefäße, sodass die Äderchen noch deutlicher durch die Haut durchschimmern. Beschränken Sie Ihren Genuss daher auf das Nötigste oder verzichten Sie ganz. Ebenfalls vermeiden sollten Sie die folgenden Trigger:

  • Nikotin
  • Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke
  • Scharfes Essen
  • Peelings
  • Temperaturschwankungen, etwa durch Saunabesuche oder Dampfbäder
  • Starke Sonnenstrahlung

Für den letzten Punkt gilt: Verwenden Sie stets einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 50), der für empfindliche Haut geeignet ist. Halten Sie sich draußen möglichst im Schatten auf und schützen Sie Ihr Gesicht zusätzlich durch einen Sonnenhut.

Make-up-Tipps: Couperose überschminken

Außerdem können Sie die Hautrötungen mit grünem Make-up verdecken. Die Komplementärfarbe zu Rot kaschiert die Äderchen. Darüber kommt ein Camouflage-Produkt in Ihrem exakten Hautton. Wenn Sie sich wieder abschminken, verwenden Sie sehr milde Make-up-Entferner ohne Alkohol und ohne Duftstoffe.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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