Warum Körperzellen altern

Jede einzelne Zelle im Körper ist ein kompliziertes Gebilde mit begrenzter Lebenszeit. Manche Zellen im Darm leben nur wenige Tage, andere viele Jahre. Die abgestorbenen Zellen werden so gut es geht ersetzt. Dazu teilt sich eine gesunde Zelle und gibt die Erbinformation an die neue Zelle weiter. In jungen Jahren, bis etwa zum 20. Lebensjahr, funktioniert das einwandfrei. Mit zunehmendem Alter geht die Fähigkeit sich zu vermehren, allmählich verloren. Abgestorbene Zellen werden immer seltener ersetzt. Die Haut verliert ihre Spannkraft, Muskeln, Knochen und Nerven bauen langsam ab und es kann zu Funktionsstörungen an den Organen kommen.

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass sogenannte freie Radikale den Alterungsprozess beschleunigen können. Dies sind spezielle Sauerstoffmoleküle, die sich im Körper bilden und die Körperzellen angreifen können. Man vermutet, dass UV-Licht, Zigarettenrauch und verschiedene Umweltgifte die Bildung von freien Radikalen und somit den Alterungsprozess beschleunigen können.

Rauchstopp, Entspannung und wenig Alkohol

Eine der wichtigsten Anti-Aging-Maßnahmen ist der Verzicht aufs Rauchen. Nichtraucher behalten erwiesenermaßen länger glatte, frische Haut und erkranken seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Auch wer lange geraucht hat, kann durch einen Rauchstopp den Alterungsprozess verlangsamen. Alkohol sollten Sie nicht täglich und nur in Maßen trinken.

Stress und Schlafmangel erhöhen den Blutdruck, setzen das Nervensystem in Alarmbereitschaft und können die Bildung freier Radikale ebenfalls fördern. Daher ist es spätestens ab dem 40. Lebensjahr wichtig, Stress abzubauen und Methoden zur Entspannung zu finden. Auch eine gelassene Grundhaltung kann helfen, den Stresspegel zu verringern und das Nervensystem zu schonen. 

Gesunde Ernährung als Anti-Aging-Maßnahme

Was wir essen, hat ebenfalls Einfluss auf den Alterungsprozess. Eine besondere Rolle spielen dabei die Antioxidantien im Essen. Dies sind Stoffe, die freie Radikale unschädlich machen und damit das Altern verlangsamen können. Antioxidativ wirken beispielsweise die Vitamine A, C und E sowie zahlreiche Pflanzenstoffe, die vor allem in Gemüse, Obst und Pflanzenölen reichlich vorhanden sind. Folgende Anti-Aging-Tipps sollten Sie beim Essen beachten: 

  • Essen Sie reichlich Gemüse und Obst. Fünf Portionen täglich sind das Minimum.
  • Grünes Gemüse wie Grünkohl und Brokkoli ist vitaminreich und gilt als Superfood.
  • Beeren und violettes Gemüse wie Rotkohl liefern nicht nur reichlich Vitamine, sondern auch Flavonoide, die antioxidativ wirken.
  • Pflanzenöle und Nüsse sind reich an Vitamin E sowie gesunden Fettsäuren und sollten regelmäßig auf den Tisch kommen.
  • Vermeiden Sie möglichst Zucker, süße Getränke und Fertiggerichte.
  • Essen Sie fettarm und lieber zu wenig als zu viel. Studien weisen daraufhin, dass eine geringe Kalorienaufnahme den Alterungsprozess bremst.

Mit Sport länger jung bleiben

Sportlich aktive Menschen wirken oft deutlich jünger als Bewegungsmuffel. Das hat mehrere Gründe: Zum einen haben Sportler oft eine bessere Körperhaltung, mehr Muskeln und weniger Körperfett. Häufig ist die Haut von Sportlern besser durchblutet und wirkt dadurch frischer. Es gibt sogar wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass regelmäßige Bewegung länger jung hält. Beispielsweise werden die Körperzellen besser mit Sauerstoff versorgt. Zudem gibt es Hinweise, dass die Zellteilung besser funktioniert.  

So bremsen Sie die Hautalterung

Um die Haut möglichst lange gesund zu halten, sollten Sie sie vor allem vor der Sonne schützen. Halten Sie sich im Frühjahr und im Sommer möglichst nicht über Mittag in der Sonne auf. Schützen Sie Ihre Haut durch Kleidung und Sonnencreme. Der Lichtschutzfaktor richtet sich nach Ihrem Hauttyp und der Intensität der Sonnenstrahlung, sollte aber mindestens 20 betragen.

Eine gute Hautpflege beugt ebenfalls Falten vor und lässt die Haut frischer und straffer erscheinen. Reinigen Sie Gesicht, Hals und Dekolletée jeden Abend und gönnen Sie sich einmal pro Woche ein Peeling, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Tragen Sie nach der Reinigung eine Feuchtigkeitscreme auf. Im Winter und bei sehr trockener Haut sollte die Creme etwas fetthaltiger sein. 

Hautpflege: Cremes gegen Falten helfen nur bedingt

Spezielle, oft teure Anti-Aging-Cremes sollen Falten vorbeugen und die Haut länger jung halten. Tests zeigen allerdings, dass der Effekt in der Regel nur gering ist. Beispielsweise ist unklar, ob Vitamine und Antioxidantien überhaupt über die Haut aufgenommen werden. Kollagen und Hyaluronsäure können die Haut zwar minimal aufpolstern und kleine Fältchen mildern. Ein langfristiger Effekt ist allerdings eher nicht zu erwarten.  

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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