Anämie: Behandlung von Blutarmut
(2)

Anämie: Behandlung von Blutarmut

Anämie kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Nährstoffmangel. Hier erfahren Sie wie eine Anämie-Behandlung aussieht, und wie Sie die Therapie selbst unterstützen können.

Anämie: Behandlung orientiert sich an den Ursachen


Es gibt verschiedene Gründe, warum eine Blutarmut (Anämie) vorliegen kann. Selbst wenn Sie aufgrund der klassischen Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verminderte Leistungsfähigkeit eine Anämie vermuten, lassen Sie die Ursache unbedingt von einem Arzt abklären, denn der Ursprung des Blutmangels ist entscheidend bei der weiteren Behandlung.


Zwar können innere Blutungen, Nierenprobleme oder Erkrankungen des Knochenmarks Ursachen für eine Anämie sein, jedoch sind dies Ausnahmefälle. In über 80 Prozent der Fälle sind die Beschwerden auf einen diagnostizierten Nährstoffmangel zurückzuführen. Die wichtigsten Nährstoffe für die Behandlung einer Anämie sind Eisen, Folsäure und Vitamin B12. Wenn sie fehlen, kommt es zu den Symptomen einer Blutarmut. Schwangerschaft und Menstruationsblutungen erhöhen den Nährstoffbedarf, sodass insbesondere Frauen häufig unter Anämie leiden.


Bei akutem Nährstoffmangel hilft der Arzt


Aufgrund der schleichenden Symptome wird eine Anämie oft erst spät erkannt. Wenn die Nährstoffspeicher leer sind, können Tabletten oder Infusionen helfen, die Anämie schnell zu behandeln. In Extremfällen ist sogar eine Bluttransfusion möglich. Bei einer regulären Anämie und regelmäßiger Einnahme von Präparaten mit den fehlenden Nährstoffen sind die Speicher jedoch in der Regel nach einigen Monaten wieder voll. Auch wenn viele Nahrungsergänzungsmittel frei verkäuflich sind, sollten sie nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, um Wechsel- und Nebenwirkungen auszuschließen.


Anämie-Behandlung durch ausgewogene Ernährung


Sollte der Mangel an wichtigen Nährstoffen noch nicht zu drastisch sein, lässt sich das Defizit nach Rücksprache mit dem Arzt über eine bewusste Ernährung ausgleichen. Und auch nach einem durch Medikamente behandelten, akuten Mangel hilft ausgewogene Ernährung dabei, nicht erneut in einen anämischen Zustand zu kommen.


Eisenmangel ist die mit Abstand häufigste Ursache von Blutarmut. Fisch, Fleisch, grünes Gemüse und rote Früchte sind reich an Eisen und helfen, den Bedarf von ca. 2 Milligramm pro Tag zu decken. Zusätzlich sollte ausreichend Vitamin C zugeführt werden, das die Eisenaufnahme begünstigt.


Seltenere Gründe für Anämie sind der Mangel von Folsäure und Vitamin B12, da diese Stoffe in viel geringerer Dosierung gebraucht werden und die körpereigenen Speicher lange vorhalten. Vitamin B12 kommt vor allem in tierischen Produkten vor, aber in geringen Mengen auch in fermentierten pflanzlichen Lebensmitteln wie Sauerkraut oder Misopaste. Folsäure steckt in grünem Gemüse, Vollkorn, Nüssen und Leber.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
Wie finden Sie diesen Artikel?