Adipositas: Ursachen von krankhafter Fettleibigkeit
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Adipositas: Ursachen von krankhafter Fettleibigkeit

Etwa zwei Drittel der Männer sowie die Hälfte der Frauen über 18 Jahren wiegen zu viel oder leiden unter Adipositas. Die Ursachen sind verschieden, doch feststeht, dass Übergewicht in Deutschland immer mehr Menschen betrifft. Wird Fettleibigkeit nicht behandelt, drohen ernste gesundheitliche Folgen.

Zu viel Essen, zu wenig Bewegung


Das ständige Überangebot von meist ungesunden, fettigen Snacks, aber auch die mangelnde Bewegung durch langes Sitzen im Job und fehlenden Sport in der Freizeit gehören zu den häufigsten Ursachen von Adipositas. Zusätzlich begünstigen Zeitdruck und Stress die Entstehung einer Fettleibigkeit. Oft essen die Menschen gegen Unwohlsein und Kummer an, statt das eigentliche Problem anzugehen. Um Zeit zu sparen, wird auf Fertigkost, Fast Food oder andere Sattmacher mit hohem Kalorien- und Fettanteil zurückgegriffen.


Erziehung spielt bei Fettleibigkeit ebenfalls eine große Rolle, denn häufig übernehmen Kinder die ungesunde Lebensweise ihrer Eltern. Rolltreppe und Aufzug statt Treppensteigen, Freizeit vor dem Fernseher oder dem Computer statt Bewegung im Freien – all das führt dazu, dass vielen Menschen immer dicker werden. Wissenschaftler fanden allerdings heraus, dass Adipositas ihre Ursache auch im genetischen Code des Einzelnen haben kann. Es ist also möglich, dass sie vererbt wird. Eine Studie zeigt zum Beispiel, dass Adoptivkinder öfter einen Body-Mass-Index (BMI) haben, der sich teilweise stark von dem der Eltern unterscheidet – während die BMIs von Eltern und ihren leiblichen Kindern häufig sehr ähnlich sind.


Krankheiten als Auslöser von Fettleibigkeit


Während falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und die genetischen Anlagen häufige Ursachen von Adipositas sind, kommen Medikamente oder Krankheiten seltener als Grund für eine Fettleibigkeit in Betracht. Eine Unterfunktion der Schilddrüse oder das Cushing-Syndrom, bei dem zu viel Cortisol im Blut vorhanden ist, sind zwei Beispiele für Erkrankungen, die mit starkem Übergewicht einhergehen können.


Ab wann ist man fettleibig und was kann man dagegen tun?


Da die Adipositas-Ursachen so unterschiedlich sind, ist es wichtig, dass Sie sich bei starkem Übergewicht an einen Arzt wenden. Der kann ggf. mögliche Erkrankungen ausschließen und Sie an einen Experten wie beispielsweise einen Ernährungsberater oder Therapeuten weitervermitteln, der mit Ihnen zusammen die Ursachen behandelt. Ob Sie fettleibig sind oder Tendenzen zur Fettleibigkeit aufweisen, lässt sich ganz einfach anhand des BMIs ermitteln. Der wird wie folgt berechnet: Körpergewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Ist eine Frau beispielsweise 1,69 Meter groß und 85 Kilo schwer, hat sie einen BMI von 85 ÷ (1,69 x 1,69) = 29,8. Ab einem BMI von 25 spricht man von leichter Fettleibigkeit, ab einem Wert von 30 von Adipositas.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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