Gesünder Leben
Achtung, Pilzvergiftung! 5 giftige Pilze, die Sie kennen müssen
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Christopher Kiel
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Christopher Kiel
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Achtung, Pilzvergiftung! 5 giftige Pilze, die Sie kennen müssen

Herbst ist Pilzsaison. Doch nicht alles, was auf dem Waldboden wächst, darf auch auf Ihrem Teller landen. Giftige Pilze können ernsthafte Krankheitserscheinungen hervorrufen oder sogar zum Tod führen. Lesen Sie hier, welche fünf Pilzarten Sie auf keinen Fall essen dürfen.

1. Weißer und Grüner Knollenblätterpilz

Der Knollenblätterpilz zählt zu den gefährlichsten Giftpilzen, die in Deutschland wachsen. Die Pilzart aus der Familie der Wulstlinge enthält giftige Amatoxine und Phallotoxine in solchen Mengen, dass bereits ein einziger verspeister Pilz eine tödliche Wirkung haben kann. Eine Knollenblätterpilzvergiftung äußert sich erst durch Übelkeit und Durchfall und kann unbehandelt nach etwa einer Woche zum Tod durch Leberversagen führen.

2. Fliegenpilz

Der Fliegenpilz ist zwar dekorativ bunt, aber leider auch giftig. Die rot-weißen Pilze mit dem charakteristischen Punktmuster enthalten Ibotensäure, die in getrockneten Pilzen zu Muscimol zerfällt, welches starke Halluzinationen verursachen kann. Fliegenpilze können neben diesen Wahnvorstellungen auch Rauschzustände hervorrufen und zur Bewusstlosigkeit führen. Auch Lähmungen, Krampfanfälle, Übelkeit und Erbrechen sind möglich.

3. Pantherpilz

Der braune Pantherpilz, der an seinem mit weißen Flocken besetzten Hut erkennbar ist, ruft ähnliche Vergiftungssymptome hervor wie der Fliegenpilz. Nach dem Verzehr des frischen Pilzes kommt es erst zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen, später kommen Rausch- und Erregungszustände hinzu. Bei großen verzehrten Mengen kann sogar ein Koma oder der Tod die Folge sein.

4. Satans-Röhrling

Nicht immer tragen giftige Pilze auch einen so bedrohlichen Namen wie der Satans-Röhrling. Er erinnert mit seiner braunen Farbe und kompakten Form an einen Steinpilz, unterscheidet sich von diesem jedoch durch seinen von einem roten Netz überzogenem Stiel. Eine Vergiftung durch den Satans-Röhrling äußert sich durch schwere Magen-Darm-Beschwerden.

5. Spitzgebuckelter Rauhkopf

Diese Pilzart ist auch unter der Bezeichnung Spitzbuckeliger Oranger Schleierling bekannt. Bei dieser Sorte handelt es sich um besonders giftige Pilze, die den Wirkstoff Orellanin enthalten. Dieses Gift führt oft erst mehrere Tage nach der Pilzmahlzeit zu den ersten Symptomen. Nach Anzeichen wie Kopfschmerzen, Gelenk- oder Muskelschmerzen treten oft Kältegefühle, Schüttelfrost, starker Durst und übermäßige Urinausscheidung auf. Die Vergiftung kann im schwersten Fall zu Nierenversagen und in letzter Konsequenz zum Tode führen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Der Ernährungswissenschaftler setzt sich mit den täglichen Fragen rund um Ernährung aus.
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