Achtsamkeit lernen: 5 Tipps für den Einstieg
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Achtsamkeit lernen: 5 Tipps für den Einstieg

Sie bewundern die Gelassenheit buddhistischer Mönche? Mit etwas Training können Sie selbst diese sogenannte Achtsamkeit lernen, mit der Buddhisten häufig durchs Leben gehen. Warum das sinnvoll ist und mit welchen einfachen Übungen Sie achtsamer durch den Tag gehen, erfahren Sie hier.

Achtsamkeit ist kein Zauberwerk

Achtsamkeit, oder im Englischen “mindfulness”, beschreibt eine nicht-wertende, beobachtende Geisteshaltung. Dafür brauchen Sie Ihren Alltag nicht zu verändern, Sie müssen ihn nur bewusster wahrnehmen. Auf Dauer werden Sie so gelassener, psychisch stabiler, konzentrierter und selbstbewusster. Was zunächst esoterisch klingen mag, ist in Amerika seit Jahrzehnten wissenschaftlich erprobt.

Sie müssen nicht gleich einen Kurs für MBSR (mindfulness based stress reduction = Stressreduktion durch Achtsamkeit) besuchen, um auszuprobieren, ob ein Achtsamkeitstraining zu Ihnen passt. Die folgenden Übungen lassen sich wunderbar in Ihren Alltag integrieren und helfen Ihnen dabei, Achtsamkeit zu lernen.

1. Achtsam duschen

Haben Sie schon einmal ganz genau hingehört, wie es klingt, wenn Sie den Deckel Ihres Duschgels öffnen? Hören Sie hin! Auch auf die Geräusche des Wassers und der Duschbrause. Fühlen Sie ganz bewusst die Temperatur des Wassers und nehmen Sie den Geruch Ihrer frisch geduschten Haut wahr.

2. Gehen Sie im Sommer barfuß

Im Sommer auf der Wiese oder am Strand können Sie einfach mal Schuhe und Socken ausziehen und fühlen, worauf Ihre Füße eigentlich laufen. Achten Sie dabei auf die Bewegungen Ihres Fußes und Ihrer Zehen. Konzentrieren Sie sich darauf, den Boden mit den Füßen zu erkunden, und setzen Sie jeden Schritt bewusst.

3. Genießen Sie bewusst

Selbst während der Arbeit können Sie ein kleines Achtsamkeitstraining ausprobieren. Trinken Sie Ihren Kaffee nicht einfach nebenbei. Gehen Sie ganz bewusst zur Kaffeekanne, erkunden Sie das Gefäß mit Augen und Händen, wählen Sie eine ganz bestimmte Tasse und beobachten Sie die Form des Strahls, wenn Sie den Kaffee in Ihre Tasse gießen. Achten Sie beim Trinken genau auf alle Aromen und das Gefühl in Ihrem Mund. Versuchen Sie, den Geschmack so intensiv wie möglich zu erleben.

4. Achtsamkeit lernen Sie mit jedem Atemzug

Es mag simpel klingen, ist in Zusammenhang mit Achtsamkeit aber enorm wichtig: Atmen Sie! Beobachten Sie, wie sich Ihr Brustkorb hebt und senkt, spüren Sie, wie die Luft Ihre Nase kitzelt und wie der Sauerstoff in Ihre Lungen strömt. Achtsamkeit lernen heißt, die Dinge bewusst wahrzunehmen, die Sie für selbstverständlich halten.

5. Beobachten Sie Ihre Mitmenschen

Ob beim Shopping in der Innenstadt oder auf der Heimfahrt mit der Bahn: Beobachten Sie nicht nur Ihre Umgebung, sondern auch Ihre Mitmenschen aufmerksam. Nicht alle sind schön oder riechen gut, aber das ist die Herausforderung auf Ihrem Weg in ein achtsameres Leben: Nehmen Sie andere Menschen einfach wahr, ohne sie sofort zu bewerten.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Svenja Hauke
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