5 gesunde alte Gemüsesorten, die Sie kennen sollten
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5 gesunde alte Gemüsesorten, die Sie kennen sollten

Alte Gemüsesorten erleben ein Comeback, denn Mangold, Pastinake und Co. sind gesund und bringen Abwechslung auf den Teller. Hier bekommen Sie ein paar Ideen zur Inspiration in der heimischen Küche.

Öfter mal was Altes: Traditionelles Gemüse liegt im Trend

Egal, ob Kartoffeln, Tomaten oder Salat: Im Supermarkt finden sich nur wenige unterschiedliche Sorten. Dabei hat Gemüse so viel mehr zu bieten! Aktuell entdecken immer mehr Menschen alte Gemüsesorten neu. Rüben und Salate, die schon zu Großmutters Zeiten beliebt waren, haben auch heute ihre Berechtigung, denn sie enthalten oftmals deutlich mehr Nährstoffe als ihre konventionellen Kollegen und bringen intensive, neue Geschmacksrichtungen auf den Tisch.

1. Topinambur

Die aromatischen Knollen der Topinambur schmecken wie eine Mischung aus Kartoffeln und Artischocken. Sie sind sehr ballaststoffreich, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Noch besser: Der größte Teil der Ballaststoffe ist Inulin, das durch seine präbiotischen Eigenschaften aktiv eine gesunde Darmflora unterstützt.

Präbiotika sind unverdauliche Lebensmittelbestandteile, welche Wachstum und Aktivität gesunder Bakterienarten im Dickdarm anregen. Auch Diabetiker profitieren vom hohen Anteil an Inulin, da es sich kaum auf den Blutzucker auswirkt.

Topinambur müssen nur geschält werden und können dann roh verzehrt werden. Doch auch im gegarten Zustand schmecken sie hervorragend. In dünnen Scheiben frittiert oder gebacken sind sie zum Beispiel eine gesunde Alternative zu Kartoffelchips.

2. Portulak

Portulak schmeckt mild-würzig und leicht nussig, vergleichbar mit Spinat. Die Blätter sind allerdings weniger zart, sondern eher dick und fleischig.

Das grüne Blattgemüse liefert viele gesunde Nährstoffe, die unter anderem die Blutbildung und das Immunsystem unterstützen. Dazu gehören:

  • Vitamin C
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Zink
  • Eisen
  • Kalium

Portulak kann als Salat zubereitet werden oder als Gewürz in Suppen und Soßen verwendet werden. Die dicken Blütenknospen dieser alten Gemüseart können Sie wie Kapern einsetzen.

3. Mangold

Mangold ist mit seinen bunten Stielen ein echter Hingucker im Garten und macht auch in Sachen Nährstoffe einiges her: 400 Mikrogramm Vitamin K pro 100 Gramm sind beeindruckend und leisten einen Beitrag zum gesunden Zellwachstum. Darüber hinaus enthält Mangold große Mengen an Magnesium, Eisen und Proteinen.

Mangold kann ähnlich wie Spinat zubereitet werden und eignet sich für Salate, zum Kochen oder auch zum Braten. Wie übrigens viele alte Sorten lässt sich auch dieses Gemüse ganz einfach im eigenen Garten anbauen.

 Der bunte Mangold bringt auch optisch Abwechslung auf den Tisch.
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Der bunte Mangold bringt auch optisch Abwechslung auf den Tisch.

4. Pastinaken

Geschmacklich sind Pastinaken eine leicht süßliche Mischung aus Möhren und Sellerie. Sie duften intensiv und leicht nach Fenchel.

Die weißen, karottenähnlichen Gewächse haben deutlich mehr Vitamin C als ihre orangefarbenen Verwandten. Sie liefern auch Kalium, Magnesium, Zink und Folsäure. Letztere ist vor allem für Schwangere wichtig.

Pastinaken lassen sich wunderbar zu cremigen Suppen oder Pürees verarbeiten In England und den USA gilt diese alte Gemüsesorte sogar als Delikatesse.

 Lecker-würzig und ganz einfach: Pastinakencremesuppe
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Lecker-würzig und ganz einfach: Pastinakencremesuppe

5. Steckrüben

Steckrüben gehören zu den alten deutschen Gemüsesorten. Vor allem zu Kriegszeiten haben sie ihre Vielfältigkeit bewiesen: Von Suppe über Brotaufstrich bis hin zum Kaffee machten unsere Großmütter so einiges aus den kugeligen Rüben. Sie haben nicht besonders viel Eigengeschmack und können deshalb fast allen Gerichten beigemischt werden.

Warum sich das auch heute noch lohnt? Die kalorienarmen Rüben sind mit ihrem hohen Wasseranteil ein perfektes Diätgemüse. Sie machen aber nicht nur schlank, sondern sind auch noch gesund. Denn in ihnen steckt viel Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin C – das sind Stoffe, die für die reibungslose Funktion der Nerven und des Immunsystems gebraucht werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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