So verhalten Sie sich richtig in der Verkehrskontrolle

Die meisten Autofahrer geraten nur selten in eine Verkehrskontrolle. Genau das ist das Heikle daran – denn gerade das Ungewohnte führt zu einer gewissen Anspannung und verleitet zu Fehlern. Dabei gilt: Bleiben Sie ruhig und machen Sie Ihre Rechte geltend.

Beim „Ruhigbleiben“ geht es aus juristischer Sicht vor allem um die eigenen Aussagen. Wer zum Beispiel betont, nur aufgrund des drängenden Termins so schnell gewesen zu sein, hat den Vorsatz schon eingeräumt. Schweigen ist Ihr Recht und der sicherste Weg.

Muss ich der Aufforderung zum Halten Folge leisten?

Wenn Sie die Polizei zum Anhalten auffordert, haben Sie keine Wahl. Fahren Sie rechts heran und schalten Sie den Motor aus. Bleiben Sie im Fahrzeug, bis Sie die Beamten zum Aussteigen auffordern.

Welche Aussagen sind verpflichtend?

Sie müssen Ihren Namen nennen und den Führerschein und die Fahrzeugpapiere vorlegen. Bei allen anderen Fragen (Wo fahren Sie denn hin? Wissen Sie, warum wir Sie angehalten haben?) können und sollten Sie freundlich mitteilen, dass Sie keine Angaben machen werden. Sie sind zu keinerlei Aussagen verpflichtet – schon gar nicht, wenn Sie sich damit selbst belasten könnten.   

Muss ich einem Alkohol- oder Drogenschnelltest zustimmen?

Der Test des Atemalkohols und auch ein Drogenschnelltest sind freiwillig. Lehnen Sie ab, gerade wenn die Gefahr auf ein positives Ergebnis besteht. Hegen die Beamten zum Beispiel aufgrund von Alkoholgeruch einen begründeten Verdacht, können sie Sie allerdings mit zum Bluttest nehmen. Ihre Chance: Häufig wird darauf verzichtet, denn das kostet Zeit und Geld. Wer keinen Alkohol getrunken hat, kann den Test vor Ort natürlich machen, schon um Zeit und Nerven zu sparen.

Darf das Fahrzeug kontrolliert werden?

HU-Plakette, Warnweste, Verbandskasten – die Kontrolle ist legitim und muss gestattet werden. Eine Durchsuchung des Wagens setzt jedoch einen richterlichen Beschluss oder den Verdacht der „Gefahr im Verzug“ voraus. Lassen Sie sich erklären, warum die Durchsuchung durchgeführt werden soll. Manchmal führt bereits das zum Verzicht.