Kurzzeitkennzeichen: So läuft es mit der Antragstellung

Die Lebensdauer eines Kurzzeitkennzeichens ist auf maximal fünf Tage begrenzt. Das Ablaufdatum wird für jeden sichtbar auf das Schild gestanzt, sollte also nicht überschritten werden. Für Probe- und Überführungsfahrten ist der Zeitraum völlig ausreichend. Die folgenden Schritte sind notwendig, um ein Kurzzeitkennzeichen zu erhalten:

Kurzzeitkennzeichen können am Wohnort oder am Standort des Fahrzeugs beantragt werden. Selbst bei Spontankäufen in anderen Regionen ist es daher nicht nötig, die Heimreise ohne neues Auto anzutreten. Die Zulassungsbehörde vor Ort genügt.

So erhalten Sie Ihr Kurzzeitkennzeichen

Benötigt werden:

  • Ausweis
  • Zulassungsbescheinigung I oder II
  • Elektronische Versicherungsbescheinigung (eVB)
  • Hauptuntersuchung (HU, gegebenenfalls auch später beizubringen)
  • Gewerbeschein (nur bei gewerblicher Nutzung)
  • Geld für Gebühren (40 Euro), HU und die Schilderprägung

Haftpflichtversicherung

Die eVB-Nummer wird Ihnen jede Kfz-Versicherung gerne zur Verfügung stellen. Um Kosten zu sparen ist es dabei sinnvoll, gleich bei dem Versicherer anzufragen, bei dem das Auto oder Motorrad auch später angemeldet werden soll. Meist wird die Kurzzeitversicherung dann verrechnet und bleibt somit kostenfrei.

Die eVB-Nummer erhalten Sie binnen weniger Tage per Post, auch sofort E-Mail oder SMS. Ein Kaskoschutz ist nicht darin enthalten. Versichert sind somit nur Schäden beim Unfallgegner.

Zulassungsstelle (Straßenverkehrsamt)

Nach Vorlage aller Unterlagen und Entrichtung der Gebühren erhalten Sie auf der Zulassungsstelle das gewünschte Kurzzeitkennzeichen in Form einer Nummer. (Wer Wartezeiten scheut, kann den Antrag auch online stellen.)

Kennzeichen

Prägestellen zur Erstellung der Schilder gibt es im Umfeld jeder Zulassungsstelle. Nach der Prägung kehren Sie zur Zulassungsstelle zurück, um Ihren Zulassungsstempel zu erhalten.  

Hinweis: Sollte das Fahrzeug keine HU besitzen, berechtigt das Kurzzeitkennzeichen zur Fahrt zum TÜV oder einer anderen Untersuchungsstelle im nahen Umkreis. Solange die Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist, kann bei Bedarf auch eine nahegelegene Werkstatt angesteuert werden. Weitere Fahrten ohne Prüfplakette sind untersagt.

Bei einer Überführung ins Ausland sollten Sie sich vorher über die gültigen Landes-Regelungen informieren. Problemlos ist die Überführung nach Österreich, Italien und Dänemark.