Autofahren wird teurer: die Änderungen 2018

Höhere Kfz-Steuern beim Neuwagenkauf, ein paar Euro mehr für die HU und wahrscheinlich auch ein Preisaufschlag bei den Winterreifen: Autofahrer dürfen 2018 mal wieder tiefer in die Tasche greifen. Dafür könnte Fahren sicherer und sauberer werden.     

Hier ein Überblick zu den gesetzlichen Neuregelungen, die ab 2018 in Deutschland greifen.

Höhere Kfz-Steuern für viele Neuwagen

Mit dem sogenannten WLTP-Zyklus rückt ab September 2018 das Prüfverfahren für den CO2-Ausstoss ein Stück dichter an die Realität auf der Straße. Das dürfte zu höheren Werten und damit automatisch auch zu höheren Kfz-Steuern führen. Neuwagen-Käufer werden zur Kasse gebeten, alle anderen bleiben verschont.

TÜV, Dekra & Co. wollen mehr Geld für geändertes Messverfahren

Auch bei der Hauptuntersuchung führen genauere Messungen zu einer Preissteigerung. Schon seit Jahresbeginn wird die Abgasmessung direkt am Endrohr vorgenommen, wofür TÜV, Dekra, GTÜ und KÜS rund zwölf Euro mehr verlangen.

Winterreifen mit Alpine-Schick

Reifen mit M+S-Symbol (Matsch & Schnee) dürfen zwar noch bis September 2024 gefahren werden, im Handel sind sie ab 2018 aber nicht mehr zu finden. Neue Winterreifen tragen ab sofort die Alpine- Kennung (drei Berggipfel mit Schneeflocke) und wurden damit vom Kraftfahrtbundesamt auf ihre Wintertauglichkeit geprüft.

Notrufsystem soll für schnellere Hilfe sorgen

Ab dem 2. Quartal 2018 dürfen Neuwagen nur noch mit Notrufsystem (eCall) verkauft werden. Sensoren sorgen dafür, dass bei schweren Unfällen automatisch die Rettungsleitstelle informiert wird, Positionsdaten inklusive. Unglücksopfer, die selbst keinen Notruf absetzen können, sollen so schnellere Hilfe erhalten.    

Erste C1-Führerscheine laufen aus

Für Führerscheine der Klasse C1/C1E (Kleintransporter, Kleinbusse) gilt seit 2013 eine Befristung auf fünf Jahre. Die Regelung war 2016 rückwirkend erlassen worden. 2018 laufen damit die ersten Führerscheine aus und müssen verlängert werden. Das setzt einen Gesundheitscheck voraus. Fahrer mit C1/C1E-Führerschein aus den Jahren 1999 bis 18.1. 2013 müssen die Verlängerung beantragen, wenn sie das 50. Lebensjahr vollendet haben.